Zu den wichtigsten Forschungsthemen von Paul B. Baltes gehörten die geistige Entwicklung über die Lebensspanne, die Erforschung der Weisheit sowie methodologische Innovationen. Zusammen mit seiner verstorbenen Frau, Margret Baltes, entwarf er eine Theorie erfolgreicher menschlicher Entwicklung als Zusammenwirken von Selektion, Optimierung und Kompensation. Sein besonderes Interesse galt der unvollendeten Architektur des Lebenslaufs im hohen Alter.
Paul B. Baltes hat psychische Entwicklung im Wechselspiel von Allgemeinheit und Individualität, Selbstbestimmtheit und Widerfahrnis, Biologie und Kultur umfassend dargestellt. Die Ergebnisse seiner Forschung haben Wissenschaft und Gesellschaft neue Einsichten und Wege eröffnet. Paul B. Baltes erkundete den Möglichkeitsraum menschlichen Lebens im Geiste der Aufklärung. Er hat die Psychologie der Lebensspanne neu geordnet.
Paul B. Baltes war ein brillanter Wissenschaftler, ein weitsichtiger Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung sowie ein Vorbild und erfolgreicher Mentor zahlreicher junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung verdankt Paul B. Baltes sehr viel.
Das Kollegium: Jürgen Baumert, Gerd Gigerenzer und Ulman Lindenberger
Weitere Informationen1 und Lebenslauf2
Meldung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie vom 13.11.2006
News erstellt am: 14.11.2006
SeitenURL: http://www.zpid.de/index.php?wahl=news&uwahl=news188