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40 Jahre ZPID

80er Jahre – Institutionalisierung des ZPID

1980

LochstreifenBildnachweis: wikipedia

Es wird mit der Offline-Erfassung von Literaturdaten für die psychologische Literaturdatenbank PSYNDEX auf Lochstreifen begonnen. Dafür werden die Dokumentationseinheiten per Schreibmaschine von ZPID-Mitarbeitern auf Erfassungsbögen gebracht und dann einmal pro Monat an eine externe Erfassungsfirma in Frankfurt am Main geschickt.

MagnetbandBildnachweis: wikipedia

Dort werden die Einheiten auf Lochstreifen als maschinenlesbare Datenträger übertragen. Später wird hierfür Magnetband eingesetzt.

Der für die Psychologie international maßgebliche Thesaurus of Psychological Terms der American Psychological Association (APA) wird mit Lizenz der APA aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Köln implementiert auf Bestreben des ZPID die Psychological Abstracts der APA-Datenbank PsycLIT (heute PsycINFO).

Erstmalig muss für die Inanspruchnahme des Literatursuchdienstes des ZPID nun von den Nutzern ein Entgelt erhoben werden.

International directory of psychologists

Mit der Herausgabe des »International directory of psychologists, exclusive of the U.S.A.« von Eugene Henry Jacobson, Günther Reinert und Detlef Herrig ermöglicht das ZPID einen Überblick über 17.000 Psychologen/innen aus 100 Ländern (außerhalb der USA).

1981

Die Testversion einer deutschen psychologischen Fachdatenbank PSYNDEX wird entwickelt und beim DIMDI implementiert. Die Datenbankstruktur von PSYNDEX wird analog der APA-Datenbank PsycLIT aufgebaut, damit beide Datenbanken problemlos parallel recherchiert werden können.

Das Periodikum »Psychologischer Index« wird ab 1981 bis 1997 quartalsweise vom ZPID herausgegeben.

1982

Büchersammlung

Ab April 1982 ist die deutsche psychologische Fachdatenbank PSYNDEX über DIMDI per Datenfernübertragung für die Öffentlichkeit erreichbar.

Die Dokumentation von Sammelwerksbeiträgen beginnt.

1983

Unijournal

1983 - Durch das von DIMDI entwickelte GRIPS-Erfassungsprogramm ist es nun möglich auf Rechnern einen PSYNDEX-Erfassungspool einzurichten und Dokumentationseinheiten online zu erfassen. Per Datenfernübertragung werden die Literaturnachweise täglich dem DIMDI übermittelt, wo sie dann auf Strukturfehler überprüft, überarbeitet und korrigiert und schließlich auf Magnetplatte gespeichert werden.

Die zuvor offline mit Schreibmaschine und Lochkarten erstellten Daten werden für den GRIPS-Pool nacherfasst.

Computer

Die notwenigen Daten für die Dokumentationsbibliographien und die Einzelausgaben des Psychologischen Index werden fortan aus dem GRIPS-Pool generiert. Die Satzprogramme werden von der »Sektion für Technik der Gesellschaft für Information und Dokumentation« (Sft/GID, ehemals ZMD) hierfür entsprechend angepasst.

1984

Schneidershof 1984 D-Gebaeude Universität Trier

Uni Trier Campus I

Das ZPID zieht von seinem ehemaligen Sitz an der heutigen Fachhochschule Trier (Schneidershof) über die Mosel hinweg in das neu erbaute Psychologie-Gebäude auf dem Campus der der Universität Trier um.

1985

Erstmals erfolgt eine externe Begutachtung des ZPID durch den Wissenschaftsrat, die positiv verläuft.

Die bibliographische Dokumentation von Diplomarbeiten beginnt.

PSYNDEX Terms

Das Nachschlagewerk »PSYNDEX Terms«, in welchem die deutschen Übersetzungen der APA-Thesaurusbegriffe gelistet sind, wird erstmals herausgegeben.

1987

Es erfolgt die Einführung von PSYNDEX-Lizenzen beim DIMDI.

1988

1988

Die Institutionalisierung des ZPID als »Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung« der Universität Trier erfolgt. Fortan wird das ZPID im Rahmen der »Blauen Liste« der Bund-Länder-Einrichtungen finanziert.

1989

1989 - Ein Wissenschaftlicher Beirat wird für das ZPID bestellt.

Die Gründungsmitglieder sind:

  • Prof. Dr. Dietrich Albert
  • Prof. Dr. Manfred Amelang
  • Prof. Dr. Hans Bertram
  • Prof. Dr. Ulrich Laaser
  • Bibliotheksdirektor Wilfried Lehmler
  • Prof. Dr. Gaston Schaber
  • Dr. Angela Schorr
  • Prof. Dr. Wolfgang Stroebe

Stand Ende der 80er Jahre:

Direktor: Prof. Dr. Leo Montada

Mitarbeiteranzahl: 18,5 hauptamtliche Personalstellen (davon 1,9 beim DIMDI)

Produkte: PSYNDEX, Auftragsmöglichkeit: Auftragsrecherchen, Schriftenreihen »Bibliographie deutschsprachiger psychologischer Dissertationen«, Jahresbände, Report-Literatur, International Directory of Psychologists, Psychologischer Index, PSYNDEX Terms



weiterführende Informationen

Weitere Informationen

Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID)
Universität Trier
54286 Trier
Telefon: +49 (0)651 201-2877
Fax: +49 (0)651 201-2071


Anfahrtspläne

Hintergrundinformationen

Das ZPID ist die zentrale Informationseinrichtung für die Psychologie in den deutschsprachigen Ländern. Es ist seit 1988 Mitglied der Blauen Liste und seit 1997 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. In seinem Psychologie-Fachportal www.zpid.de bietet es wichtige Dienstleistungen und Produkte für Forschung, Studium, Praxis, Massenmedien, Politik und Öffentlichkeit an, wie beispielsweise die Datenbank PSYNDEX zu psychologischen Fachpublikationen. Mit dem ZPID-Monitor wird jährlich die internationale Präsenz der Psychologie aus den deutschsprachigen Ländern evaluiert. Im Rahmen der Informations- und Dokumentationsforschung werden Beiträge zu bibliometrischen Evaluationskriterien anhand von Publikations- und Zitationsanalysen geleistet. Das ZPID wird durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Länder der Bundesrepublik Deutschland (unter der Federführung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, MBWWK, Rheinland-Pfalz) zu gleichen Teilen gefördert. Als zentrale Einrichtung der Universität Trier verfügt es über ein eigenständiges Budget (nach den Richtlinien der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz, GWK), das 2012 etwa 2,4 Millionen Euro beträgt. Bedingt durch Drittmitteleinwerbungen und Teilzeit-Mitarbeiter sind aktuell 36 wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am ZPID tätig.

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 87 selbständige außeruniversitäre Forschungsinstitute und Infrastruktureinrichtungen für die Wissenschaft sowie drei assoziierte Mitglieder. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Institute beschäftigen knapp 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie werden gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Ihr Gesamtetat beträgt etwa 1,4 Milliarden Euro, wovon ca. 330 Millionen Euro aus Drittmitteln stammen. Siehe: www.leibniz-gemeinschaft.de

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