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Vergleichsstudie kooperativer Lernsysteme im Rahmen der "Virtuellen Fachhochschule"
Prof. Dr. G. Blakowski,
Dipl.päd. Udo Hinze
Im Rahmen des Bundesleitprojektes "Virtuelle Fachhochschule"
(VFH) nimmt kooperatives Lernen als innovative Lernform einen wichtigen
Teil im didaktischen Gesamtkonzept ein. Daher wurden bereits verschiedene
Konzepte erarbeitet und in Pilotphasen umgesetzt.
Analysiert man die vorliegenden Ergebnisse zum kooperativen
Lernen, so bleiben bei den unterschiedlichen Formen Optimierungsreserven
z.B. hinsichtlich Akzeptanz, Motivation oder Lernerfolg.
Die Evaluationsergebnisse weisen darauf hin,
daß ein maßgeblicher Grund dafür die suboptimale Unterstützung
von Kommunikation, Kooperation und Koordination sowie insgesamt der Awareness
durch den verwendeten Lernraum (Blackboard) ist.
Die Optimierung der kooperativen Lernprozesse innerhalb
des Lernraumes, z.B. durch didaktisch-methodische Änderungen etwa
bei der Aufgabenstellung sollte deshalb durch komplementäre
Möglichkeiten ergänzt werden. Zusätzlich zu dem Lernraum,
der primär Verwaltungsfunktionen bereitstellt, sind Lernsysteme einsetzbar,
die dediziert kooperative bzw. kollaborative Prozesse unterstützen.
Es wurde deshalb eine Vergleichsstudie kooperativer
Lernsysteme durchgeführt. Dabei stellten sich drei zentrale Fragen.
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Welche allgemeinen und speziellen Anforderungen sind
unter Berücksichtigung des vorhandenen Lernraumes (Blackboard) an
kooperative Lernsysteme zu stellen?
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Allgemeine Anforderungen an die kooperative Systeme
sind Kriterien wie Intuitivität und Stabilität. Da es nicht das
Ziel war, ein alternatives, sondern ein komplementäres System zu finden,
waren Funktionalitäten des Lernraumes wie etwa Dokumentenverwaltung
für die Vergleichsstudie von nur geringer Relevanz.
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Nach den Erfahrungen der Pilotphase ist unter anderem
eine Förderung der Gruppenkohäsion notwendig. Ein grundsätzlich
zu lösendes Problem (nicht nur im Rahmen der VFH) ist dabei die Unterstützung
der Awareness auf allen Ebenen.
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Welche kooperativen Systeme werden den Anforderungen
gerecht?
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Beschränkt wurde sich auf Systeme, die bereits
ausreichend elaboriert im Praxiseinsatz waren. Prototypen und Pilotprojekte
wurden ebensowenig berücksichtigt wie etwa Systeme, deren Fokus auf
hier irrelevanten Funktionalitäten (z.B. auf Dokumentenverwaltung
wie bei BSCW) liegt. Da die Schwerpunktsetzung der Systeme jeweils sehr
unterschiedlich ist, mussten vergleichbare Tools gefunden werden.
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Ausgewählt und untersucht wurden:
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Collaborative Virtual Workspace (CVW)
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Teamwave
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Web4M
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Nach welchen Kriterien hat die Bewertung zu erfolgen?
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Als wesentliches Entscheidungskriterium wurde
neben der Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz v.a. die Förderung
der verschiedenen Aspekte der Awareness identifiziert und in der Studie
angewendet.
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Außerdem wurde die adäquate Unterstützung
der Kommunikation, Kooperation und Koordination als wesentliches Moment
in den Entscheidungsprozess miteinbezogen.
Insgesamt handelt es sich damit um eine Vergleichsstudie
verschiedener kooperativer Lernsysteme vor dem Hintergrund eines bereits
vorhandenen Lernraumes. Ziel war die Identifikation eines komplementären
Systems, das vorhandene Defizite in kooperativen Lernprozessen vermindern
hilft.
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