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Studierplatz 2000: Einsatzmöglichkeiten und
Perspektiven neuer Medien in der universitären Lehre
Hermann Körndle & Susanne Narciss
Technische Universität Dresden
Professur für die Psychologie des Lehrens und Lernens
Im Projekt "Studierplatz 2000" werden die Möglichkeiten und Perspektiven für den Einsatz neuer Medien in der universitären Lehre untersucht. Neue Medien erlauben es, verschiedene Lehrmaterialien und Medien an einem Ort zu integrieren. Sie bieten darüber hinaus Inte
raktionsmöglichkeiten, die die traditionellen Medien wie z.B. Video und Film oder Printmedien nicht zur Verfügung stellen. Der Einsatz multimedialer vernetzter Informationssysteme in der universitären Lehre ist jedoch immer noch mit einem sehr großen Aufwand verbunden un
d technisch sehr anspruchsvoll. Ziel des Projekts ist deshalb die Entwicklung von Werkzeugen, die die multimediale Aufbereitung von unterschiedlichen Lehrmaterialien sowie deren Verwaltung und Pflege erleichtern und dabei ergonomische und psychologische Erkenntnisse über computerunterst
ützte Lernprozesse berücksichtigen. Folgende Werkzeuge sind inzwischen einsatzreif (URL: http://linus.psych.tu-dresden.de/stupla/):
- study 2000 ist ein universeller Prototyp einer webfähigen multimedialen Lehr-Lernumgebung. Ausgehend von weitverbreiteten Datenformaten kann ein Autor für sein spezielles Themengebiet z.B. Lehrtexte, audiovisuelle Lehrmaterialien sowie interaktive Lehr-Lernobjekte mit dem entwickelten Compiler auf vergleichsweise einfache Art im WWW zur Verfügung stellen. Die Lernenden können diese Medien über einen gewöhnlichen Internet-Browser nutzen und bearbeiten. Eine gemeinsame Bedienungsoberfläche dient als Grundlage für eine nutzerfreundliche Navigation und unterstützt mit ihren Funktionen das selbstgesteuerte Lernen.
- EF(exercise format) ist eine abstrakte Beschreibungssprache für Lernaufgaben. Mit EF lässt sich das Oberflächendesign und der Bearbeitungsablauf eines Aufgabentyps (multiple choice, Lückentext, Tabellen, etc.) allgemein festlegen und muss nicht für jede Aufgabe v
om Autor eingegeben werden. Die aufgabenspezifischen Inhalte, wie z.B. Aufgabenüberschrift, die Aufgabenstellung, die Lösungs- und Bearbeitungshinweise können mit einem herkömmlichen Texteditor erstellt werden.
Durch ihre einfache Handhabbarkeit sowie ihre lern- und motivationsfördernde Wirkung erfahren die entwickelten Werkzeuge bei Lehrenden und Lernenden unterschiedlicher Fächer hohe Akzeptanz. Sie werden in Schulen, Universitäten, in W eiterbildungseinrichtungen sowie in Indus
trieunternehmen eingesetzt.
Literatur:
Narciss, S. & Körndle, H. (1999) Sudierplatz 2000: Vernetzte Informationssysteme in der universitären Lehre - Einsatzmöglich
keiten, Grenzen und Perspektiven. Medienpsychologie, 1, 38-55.
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