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KOBPSY

Knowledge Base in Psychology

Entwicklung einer semantischen Wissensbasis für wissenschaftliche psychologische Open-Access Publikationen.

Beschreibung

Kopf vor Weltkugel

Semantisches Publizieren

Semantisch angereicherte, selbstbeschreibende Dokumente eröffnen neue Möglichkeiten, Inhalte den Nutzerbedürfnissen entsprechend dazustellen, implizit vorhandene Informationen sichtbar zu machen und Dokumente aufzufinden, die unter bestimmten, durch den Nutzer definierten Gesichtspunkten miteinander verwandt sind. Im Rahmen von KOBPSY soll eine solche Wissensbasis für die Psychologie entwickelt und als Teil der Cloud of Linked Open Data (LOD) im Semantic Web vernetzt werden, was beispielsweise durch automatische Verknüpfung von im Text vorkommenden Begriffen mit weiterführenden Informationen aus DBPedia realisiert wird.

Elektronische Publikationen sind häufig in XML-Formaten verfügbar. Diese sind jedoch nur bedingt maschinenlesbar und selbstbeschreibend. Semantische Technologien wie RDF (Resource Description Framework) können in Verbindung mit zugrundeliegenden Ontologien, die Vokabulare und Bedeutungsstrukturen bereitstellen, Textinformationen eine wohldefinierte Bedeutung zuweisen. Dies ermöglicht den Zugriff auf die Informationen mittels standardisierten Abfragesprachen und –protokollen wie SPARQL (SPARQL Protocol and RDF Query Language).

Semantik für PsychOpen

Die Publikationsplattform PsychOpen des ZPID nutzt das Open Journal Systems (OJS) für die Zeitschriftenverwaltung. Die semantische Anreicherung der im JATS-XML Format enkodierten Zeitschriftenaufsätze erfolgt durch die im Rahmen von KOBPSY entwickelte Software SE4OJS (Semantic Enhancement for the Open Journal Systems). Die semantische Annotation erfolgt auf zwei Ebenen:

  • Im ersten Schritt wird die in der XML-Struktur vorhandene Metainformation in RDF-Tripel überführt. Dabei werden bibliometrische Informationen (wie Titel, Herausgeber, Journal, Autor, Editor, Erscheinungsjahr oder Referenz) und strukturelle Informationen (wie Zuordnung der Textteile zu Abschnitten oder Lokation der einzelnen Textverweise auf Referenzen) ausgelesen und durch Ontologiekonzepte semantisch beschrieben. SE4OJS nutzt dazu sowohl weitverbreitete Ontologien wie DCTerms und FOAF, als auch unbekanntere, aufgrund ihres hohen Detailliertheitsgrades aber besonders exakt beschreibende Ontologien aus der SPAR-Familie (Semantic Publishing and Referencing Ontologies).
  • Im zweiten Schritt wird der unstrukturierte Text semantisch annotiert. Unter Verwendung von bestehenden Diensten wie Bioportal und MetaMap werden bedeutungstragende Begriffe automatisch identifiziert und auf passende Ontologiekonzepte abgebildet.

Die so gewonnene Datenbasis kann flexibel abgefragt werden. Im Rahmen von KOBPSY sollen Anwendungen entwickelt werden, die Anfragen durchführen und für den Endbenutzer grafisch aufbereiten.

Ontologische Ressourcen für die Psychologie

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Evaluierung der zur Verfügung stehenden Ontologien. Für die Psychologie existieren noch kaum Ressourcen. Öffentlich verfügbar ist eine flache Repräsentation des APA-Thesaurus auf Bioportal als OWL-Ontologie. Dieser deckt ein breites Spektrum an domänenspezifischen Konzepten ab, definiert jedoch nur wenige Relationen zwischen den Konzepten und wurde ursprünglich für die Indexierung von Dokumenten mittels Schlagwörtern entwickelt. Nicht öffentlich verfügbar ist bislang eine von DFKI und ZPID entwickelte Psychologie-Ressource (siehe Projekt KOIOS++). Darüber hinaus gibt es viele biomedizinische Ontologien, die partiell auch für die Psychologie relevant sein können. Ausgehend von den Anwendungsfällen für KOBPSY soll damit begonnen werden, Anforderungen an eine allgemeine Ontologie für die Psychologie zu sammeln.

Publikationen

2015

  • García-Castro, A., Barth, I., & Weichselgartner, E. (2015). KOBPSY, a knowledge base in psychology and behavioral sciences. i-KNOW '15 Proceedings of the 15th International Conference on Knowledge Technologies and Data-driven Business, Article 29.
    doi:10.1145/2809563.2809604

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weiterführende Informationen

Weitere Informationen

PD Dr. Erich Weichselgartner
Telefon: +49 (0)651 201-2056
Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID)
Universitätsring 15,
54296 Trier
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