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PHILMS

Personality, Health Information Literacy, and Information Seeking Behavior in Multiple Sources

Gesundheitsbezogenes Informationsverhalten von Erwachsenen im Kontext körperlicher und psychischer Beschwerden: Determinanten der Nutzung multipler Quellen für Gesundheitsinformationen

Adults‘ Health Information Behavior Related to Somatic and Mental Complaints: Determinants of using multiple sources of health information

Förderer: Haushaltsmittel
Laufzeit: 3 Jahre (2016-2019)
Leitung: Prof. Dr. Günter Krampen, Dr. Anne-Kathrin Mayer
Mitarbeiterin / Mitarbeiter: Anita Chasiotis, Oliver Wedderhoff

Beschreibung

Illustration Äpfel

Gesundheitsinformationen können aus zahlreichen sozialen, analogen und digitalen Quellen bezogen werden. Eine dominante Stellung nehmen dabei mittlerweile Informationen aus dem Internet ein. Sie werden ergänzt durch Gespräche mit medizinischem Fachpersonal, Familienangehörigen oder Bekannten und konventionelle Medien wie Büchern, Zeitschriften oder TV-Beiträge. Das Forschungsprojekt PHILMS untersucht, welche Einflussfaktoren die Suche nach Gesundheitsinformationen in diesen unterschiedlichen Quellen bestimmen. Aus den Befunden wird ein empirisch fundiertes Vorhersagemodell für die Quellennutzung abgeleitet.

Zentral für das Projekt ist die Annahme, dass ein Bedarf nach Gesundheitsinformationen in subjektiv unsicheren, mehrdeutigen Situationen entsteht, beispielsweise angesichts körperlicher oder psychischer Beschwerden unklarer Ursache. In derartigen Situationen werden – so die Annahme handlungstheoretisch fundierter Persönlichkeitsmodelle – persönliche Dispositionen relevant für das Verhalten. So sollten generalisierte Erwartungen (z.B. Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, Vertrauen in die Zuverlässigkeit bestimmter Informationsquellen), »klassische« Persönlichkeitsmerkmale, persönliche Wertorientierungen und Motive einen Einfluss darauf ausüben,

  • welche Arten von Quellen eine Person für die gesundheitsbezogene Informationssuche bevorzugt,
  • wie umfassend (z.B. oberflächlich versus tiefgehend, in einzelnen versus multiplen Quellen) sie recherchiert und
  • wie sie die gewonnenen Informationen gewichtet, um beispielsweise Entscheidungen über ihr Gesundheitsverhalten zu treffen.
Illustration Person Computer

Eine zentrale Rolle für die Verwendung multipler Informationsquellen sollten darüber hinaus themenspezifische »Informationskompetenzen« spielen; gemeint sind hiermit Wissensbestände, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es ermöglichen, Informationen zum Thema »Gesundheit« zu suchen, zu bewerten und im Dienste der Gesundheit anzuwenden (health information literacy).

Die Annahmen des Vorhersagemodells werden mithilfe eines multimethodalen Untersuchungsansatzes geprüft, in dem vorwiegend Fragebögen und Leistungstests, aber auch Befragungs- und Beobachtungstechniken zur Erfassung des Informationsverhaltens zum Einsatz kommen.

Publikationen

2017

  • Chasiotis, A., Wedderhoff, O., & Mayer, A.-K. (2017). Construction and psychometric analysis of a questionnaire measuring goals associated with health information seeking. In A. Schorr (Hrsg.), Health Psychology 2017 - Kurzfassungen (S. 30 - 32). Kongress für Gesundheitspsychologie, Siegen, Lengerich: Pabst Science Publishers..

  • Wedderhoff, O., Chasiotis, A., & Mayer, A.-K. (2017). Flight of Icarus- How Overestimating one's health information literacy might lead to dysfunctional information behavior. In A. Schorr (Hrsg.), Health Psychology 2017 - Kurzfassungen (S. 30 - 32). Kongress für Gesundheitspsychologie, Siegen, Lengerich: Pabst Science Publishers..

Tagungsbeiträge

2017

  • Chasiotis, A., Wedderhoff, O., & Mayer, A.-K. (2017, August).
    Construction and psychometric analysis of a questionnaire measuring goals associated with health information seeking. Vortrag auf dem Kongress für Gesundheitspsychologie, Siegen, Deutschland.

  • Wedderhoff, O., Chasiotis, A., & Mayer, A.-K. (2017, August).
    Flight of Icarus- How Overestimating one's health information literacy might lead to dysfunctional information behavior. Vortrag auf dem Kongress für Gesundheitspsychologie, Siegen, Deutschland.

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weiterführende Informationen

Weitere Informationen

Dr. Anne-Kathrin Mayer
Telefon: +49 (0)651 201-2930
Fax: +49 (0)651 201-2071
Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID)
Universitätsring 15,
54296 Trier
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