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Datenbanksegment PSYNDEX Tests

ausführliche Informationen

Was bietet PSYNDEX Tests?

Ziel von PSYNDEX Tests ist es, umfassende Informationen für den Bereich der Testdiagnostik zu liefern. Wie in verschiedenen Untersuchungen festgestellt wurde, werden in der psychologischen Praxis oft veraltete und/oder modernen testtheoretischen Anforderungen nicht genügende Verfahren und Instrumente angewendet. Zumindest zum Teil ist dies auf einen Informationsmangel unter den praktisch tätigen Psychologen und Pädagogen zurückzuführen, die nicht über aktuelle Testneuerscheinungen oder -überarbeitungen Bescheid wissen.

Testhandbücher und Testkompendien - siehe zum Beispiel die Übersicht im Verzeichnis Testverfahren (Einführung1, PDF) - finden nur eine langsame Verbreitung, werden gar nicht oder nur in großen Zeitabständen aktualisiert und veralten rasch.

Testkataloge (wie der Katalog der Testzentrale2) bringen nur sehr selektierte und kaum kritische Informationen zu Testverfahren. Erst wenn man die Handanweisung tatsächlich in Händen hält (d.h. in der Regel nach der Anschaffung), kann der Nutzer die Aktualität der Normierung feststellen und erkennen, ob das Verfahren wirklich für ihn brauchbar ist. Diese Informationen sind aber oft aus der entsprechenden PSYNDEX Tests-Langbeschreibung zu ersehen.

Gleichzeitig werden von Wissenschaftlern und Studenten in den Sozialwissenschaften oft spezifische Forschungsinstrumente für empirische Untersuchungen gesucht und nicht gefunden, was dann zu Neuentwicklungen oder parallelen Übersetzungen von amerikanischen Verfahren ins Deutsche und vermeidbarem Doppelaufwand führt. Zudem ist es aus Gründen der Vergleichbarkeit von Forschungsergebnissen wünschenswert, dass nur wenige, gut überprüfte Verfahren eingesetzt werden statt einer Vielzahl einmalig entworfener Verfahren ohne ausreichende empirische und teststatistische Fundierung.

Hier soll PSYNDEX Tests eine entsprechende und leicht zugängliche Datengrundlage bereitstellen. In PSYNDEX Tests werden in den deutschsprachigen Ländern angewandte Tests, Skalen, Fragebögen, Interviewmethoden, Beobachtungsmethoden, apparative Testverfahren, Methoden der computergestützten Diagnostik und andere diagnostische Instrumente aus allen Bereichen der Psychologie und der Pädagogik sowie aus Randgebieten wie der Medizin, Psychiatrie, Wirtschaft usw. erfasst. Enthalten sind auch deutschsprachige Adaptationen von amerikanischen, englischen und anderssprachigen Tests. Dokumentiert werden nicht nur bereits in Testverlagen veröffentlichte Verfahren, sondern auch unveröffentlichte Forschungsinstrumente.

Jede vollständige Beschreibung (»PSYNDEX Tests Review«) enthält auf ca. 3 bis 10 Schreibmaschinenseiten (ca. 10-25 kB) nach einem einheitlichen Beschreibungsraster Angaben über Testkonzept und Testkonstruktion, fasst Untersuchungen über Testgütekriterien zusammen, gibt Einblick in Durchführungs- und Auswertungsmodalitäten, nennt Anwendungsmöglichkeiten des Verfahrens und endet mit einer kritischen Bewertung.

Bei einem Teil der Dokumente sind alle Items aufgeführt. Testkritische Maßstäbe bezüglich Gütekriterien, Normen etc. können anhand der aufgeführten Informationen vom Benutzer angelegt werden. Die Bewertung richtet sich nach den gängigen psychometrischen Anforderungen an ein Testverfahren, wie sie etwa vom Testkuratorium formuliert wurden. Garant für den wissenschaftlichen Standard der Datenbank ist die Endredaktion aller Beiträge durch Prof. Dr. Helmut Lukesch3 in Regensburg, den Begründer der Datenbank.

1988 wurde die Datenbank unter dem Namen "PSYTKOM" (PSYchologisches Test-KOMpendium) beim Deutschen Institut für Medizinische Information und Dokumentation (DIMDI)4 implementiert und damit erstmals öffentlich zugänglich. 1991 wurde die Datenbank PSYTKOM dem ZPID in Trier angegliedert. 1993 wurde eine Neugenerierung der Datenbank durchgeführt, die zusätzliche Informationen zu den einzelnen Verfahren einbrachte und den Suchkomfort erheblich erhöhte. Weitere Änderungen wurden 1998 im Anschluss an die Beurteilung durch den Wissenschaftsrat realisiert. Seit Anfang 1996 ist eine CD-ROM-Version verfügbar, und zwar als "TestFinder" auf der CD-ROM PSYNDEXplus with TestFinder5. Seit 2000 war PSYTKOM auch über das ZPID6 und über den Datenbankhost GBI-Genios7 für Wirtschaft, Presse, Management absuchbar - sowie online über Silverplatter/Ovid8. 2010 kam EBSCO Publishing10 als Datenbankhost hinzu, wobei PSYNDEX Lit und PSYNDEX Tests über eine einzige Suchoberfläche abgesucht werden können.

Seit 2004 gibt es die strikte Trennung in die Datenbanken PSYNDEX (Literatur, AV-Medien) und PSYTKOM (Testverfahren) nicht mehr. Nachweise aus beiden Datenbeständen wurden in eine gemeinsame Datenbank (»PSYNDEX«) integriert, die Nachweise sind in der Form einander angepasst. Die Testbeschreibungen firmieren jetzt unter »PSYNDEX Tests«.

Dokumentationsumfang

Gegenwärtig (Dezember 2016) enthält das Datenbanksegment PSYNDEX Tests 3646 vollständige Verfahrensbeschreibungen, die von den Mitarbeitern des früheren Projekts Testkompendium an der Universität Regensburg, durch Mitarbeiter des ZPID oder durch die Testautoren selbst erstellt wurden (»PSYNDEX Tests Review«). Außerdem sind seit Mai 1994 insgesamt 320 Verfahren in einer Kurzbeschreibung nachgewiesen (»PSYNDEX Tests Abstract«) sowie 3246 Verfahren mit bibliographischen Angaben und Verschlagwortung enthalten (»PSYNDEX Tests Info«). Die Datenbank enthält somit 7207 Testnachweise.

PSYNDEX Tests stellt ein mögliches Publikationsorgan dar für neue diagnostische Verfahren (Forschungsinstrumente, Übersetzungen, Evaluationsverfahren etc.). Die Items können für Interessenten online bereit gehalten werden. Die Testbeschreibungen sind zitierbar wie Artikel in einer wissenschaftlichen Zeitschrift. Die meisten Verfahren sind hier beim ZPID im Original vorhanden (womit das ZPID über das größte psychologische Testarchiv im deutschsprachigen Raum verfügt).

Retrievalmöglichkeiten

Komplette Ausdrucke oder Teilausdrucke von in PSYNDEX Tests dokumentierten Verfahren, Verfahren eines bestimmten Bereiches (siehe dazu auch die Bereichsaufteilung der Datenbank weiter unten), Verfahren im Zusammenhang mit einer spezifischen Fragestellung oder Aktualisierungen der Testbibliographien können im Direktzugriff auf die Datenbank PSYNDEX bzw. das Datenbanksegment PSYNDEX Tests erstellt oder über das ZPID angefordert werden.

Klassifikation

1998 wurden die Sachgebiete überarbeitet, um neue Strömungen in der Psychologie bzw. in der psychologischen Diagnostik zu berücksichtigen und um das Gliederungsschema übersichtlicher zu machen. Einen Überblick über die bereichsmäßige Aufgliederung der Dokumentationen in PSYNDEX Tests gibt folgende Tabelle, in der übersichtsweise die Häufigkeiten für inhaltliche Klassifikatoren (German Test Classification) angegeben sind (Stand: Dezember 2016). Da pro Dokument maximal zwei inhaltliche Klassifikatoren vergeben werden können, ist die Summe der hier aufgezeigten Klassifikatoren höher als die tatsächliche Zahl der Dokumente.

Test Klassifikation mit Häufigkeiten
Code German Test Classification Frequency
01* Entwicklungstests inklusive Schulreifestests und gerontologischer Verfahren 665
02* Intelligenztests mit Lernfähigkeitstests und Gedächtnistests 434
03* Kreativitätstests 25
04* Leistungs-, Fähigkeits- und Eignungstests mit Musikalitätstests und Sporttests 642
05* Verfahren zur Erfassung sensomotorischer Fähigkeiten 236
06* Schulleistungstests 482
07* Einstellungstests inklusive verkehrspsychologischer Tests, berufsbezogener Einstellungstests sowie arbeitspsychologischer Verfahren 1709
08* Interessentests 72
09* Persönlichkeitstests 1363
10* Projektive Verfahren 155
11* Klinische Verfahren 2902
12* Verhaltensskalen 236
13* Sonstige Verfahren inklusive Verfahren zur Erfassung soziographischer Daten sowie Explorations- und Anamneseschemata 171

* Das Sternchen verweist auf die Suchmaskierung, um gezielt die übergeordneten Bereiche absuchen zu können.

Auszugsdokumentation

Eine vollständige Publikation der bisher gesammelten Testbeschreibungen würde mehr als 15000 Druckseiten umfassen, es könnten also sowieso nur Auszüge schriftlich veröffentlicht werden. Zur früheren Datenbank PSYTKOM wurden folgende Auszugsdokumentationen (Spezialbibliographien) zu verschiedenen Teilbereichen vorgelegt:

Auszugsdokumentationen aus PSYTKOM
Titel Stand Verfügbarkeit
T1 Intelligenztests PSYTKOM-Update 10/90 vergriffen
T2 Verfahren der Klinischen Psychologie PSYTKOM-Update 12/91 vergriffen
T3 Projektive Verfahren PSYTKOM-Update 06/93 vergriffen
T4 Entwicklungstests PSYTKOM-Update 01/94 vergriffen
T5 Persönlichkeitstests PSYTKOM-Update 12/94 vergriffen
T6 Familiäre und partnerbezogene Testverfahren PSYTKOM-Update 11/95 vergriffen

Außerdem liegen alle bisher in PSYNDEX Tests dokumentierten Testverfahren in einer Übersicht in gedruckter Form vor, und zwar im Verzeichnis Testverfahren9.

Fazit

PSYNDEX Tests stellt wesentliche Informationen für Testanwender zur Verfügung, die vom Umfang und von der elektronischen Aufbereitung her als konkurrenzlos betrachtet werden können. Während der Bereich der publizierten Verfahren nahezu vollständig abgedeckt ist, gibt es (natürlich) Lücken bei den Forschungsinstrumenten. Diese sind oft nur einem sehr eingeschränkten Personenkreis bekannt, kursieren als unveröffentlichte Manuskripte oder unveröffentlichte Forschungsberichte oder sie werden in den publizierten Forschungsarbeiten nicht explizit dokumentiert. Einmal ist so die Kenntnis über diese Verfahren sehr eingeschränkt, zum anderen sind sie für mögliche Interessenten nur sehr schwer oder überhaupt nicht erreichbar.

Soweit ein Zugang jedoch jetzt schon möglich ist, sollte in keinem Fall bei der Suche nach Testverfahren auf eine Recherche in PSYNDEX Tests verzichtet werden, sei es, um eine Auswahl aus den verfügbaren Verfahren anhand objektiver Informationen treffen zu können, oder sei es, um zu überprüfen, ob nicht bisher noch unbekannte oder neuere Verfahren in dem jeweils interessierenden Bereich hinzugekommen sind. Die Verknüpfung mit erstellten Testrezensionen gibt den Beschreibungen in PSYNDEX Tests eine neue Qualität, da damit der bisher schon angesammelte Fundus von kritischen Bewertungen kompetenter Fachleute in die Auswahl mit einbezogen werden kann. Im Vergleich zu schriftlichen Testkompendien lässt sich eine Datenbank kontinuierlich auf einem aktuellen Stand halten und bietet attraktive Suchmöglichkeiten, die in Printprodukten einfach nicht machbar sind.

URLs der Links auf dieser Seite:

  1. https://www.zpid.de/pub/tests/verz_einf.pdf
  2. http://www.testzentrale.de/
  3. http://www-cgi.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Psychologie/Lukesch/?page=front/module&dafp=mitarbeiter/project/person&id=1&f=1&id_m0=1&id_m1=2&id_l=angestellt
  4. http://www.dimdi.de
  5. https://www.zpid.de/index.php?wahl=products&uwahl=fee&uuwahl=psyndexinfo
  6. https://www.zpid.de/
  7. http://www.gbi.de/
  8. http://www.ovid.com/site/contacts/berlin.jsp?top=47mid=51
  9. https://www.zpid.de/index.php?wahl=products&uwahl=printed&uuwahl=testverzeichnis
  10. http://www.ebsco.com/


weiterführende Informationen

Weitere Informationen

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Universitätsring 15,
54296 Trier
Telefon: +49 (0)651 201-2877
Fax: +49 (0)651 201-2071


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