Navigation

Service-Menü

Hauptmenü



Bereichsmenü


Resilienz

Ein noch nicht abschließend definiertes Konzept

9/11, Hurrikan Katrina, die Anschläge von Orlando, Nizza, Berlin. Schreckliche Ereignisse, die unterträgliches Leid produzierten, an denen jeder der beteiligten Überlebenden und Augenzeugen ein Trauma davontragen und schwere psychische Schäden erleiden könnte. Doch obgleich manche Menschen ebenjene Schäden davontragen, bleiben andere unversehrt. In einer Erhebung des Psychologieprofessors George Bonanno mit Überlebenden der Anschläge vom 11. September erwiesen sich 35 Prozent der Überlebenden als resilient. Im Falle vorhersehbarerer Schicksalsschläge wie etwa einer Krebserkrankung oder Verlust des Partners beträgt laut Bonnano die Resilienzrate in Studien regelmäßig mehr als 60 Prozent. Doch was meint Resilienz eigentlich? [6] [7]

Angesagtes Thema

In der Wissenschaft ist Resilienz in aller Munde, was sich an der Zahl wissenschaftlicher Publikationen mit dem Schlagwort Resilienz gut ablesen lässt. Einem unveröffentlichten Forschungsbericht zufolge stiegen diese von unter 200.000 pro Jahr bis 1999 auf 1,4 Millionen/Jahr im Jahr 2010. Auch im populärwissenschaftlichen Kontext ist Resilienz stark vertreten; eine deutschsprachige Google-Suche liefert deutlich mehr als 800.000 Treffer (Februar 2017). Dabei ist Resilienz noch gar nicht ausreichend erforscht, eine einheitliche Definition existiert beispielsweise nicht.

Der Begriff

Begrifflich lässt sich Resilienz auf das Lateinische resilire für zurück- oder abprallen beziehungsweise zurückschlagen zurückführen. Ursprünglich in der Medizin und Materialwissenschaft verwendet, war damit die Fähigkeit eines Organs/Stoffes gemeint, seine ursprüngliche Form wieder anzunehmen, nachdem es physischen oder chemischen Belastungen, z.B. Druck, ausgesetzt war. [2]

Der Einzug in die Psychologie

Ab den 1970er Jahren fand der Begriff mit Arbeiten zur Entwicklungspsychopathologie im Kindes- und Jugendalter auch Eingang in die Psychologie und benachbarte Gebiete wie den Sozial- und Gesundheitswissenschaften; ab dem Ende der 1980er Jahre auch in die deutschsprachige Forschung. Dass eine allgemein anerkannte Definition nicht existiert, liegt u.a. daran, dass die bestehenden Definitionen immer disziplinspezifische Besonderheiten im Blick behalten. Es lassen sich allerdings zwei Konzepte benennen, die den meisten Definitionen zugrunde liegen:

  • Das Vorliegen eines bedrohlichen Ereignisses (z.B. Arbeitslosigkeit, Tod des Lebenspartners, Unfälle) bzw. widrige Lebensumstände (beispielsweise Armut, chronische Krankheit), die ein Risiko für eine störungsfreie Entwicklung darstellen.
  • Mindestens die Abwesenheit dysfunktionaler Zustände, meistens jedoch findet eine positive Anpassung an eine Risikosituation statt: individuelle Verbesserung bzw. Wachstum trotz widriger Lebensumstände (z.B. Verbesserung der psychischen Stabilität und/oder des gesundheitlichen Wohlbefindens; Wiedererlangung des Niveaus vor der Risikosituation). [1] [2] [3] [4] [5]

Die psychologische Kurzdefinition

Dementsprechend bezeichnet eine aus psychologischer Sicht passende Kurzdefinition Resilienz als "Prozesse oder Phänomene [...], die eine positive Anpassung des Individuums trotz vorhandener Risikofaktoren widerspiegeln". [4] Die Unterscheidung zwischen Prozessen und Phänomenen zeigt, dass unter Resilienz sowohl die positive Anpassung als Ergebnis als auch der Weg zu dieser verstanden wird. Entscheidend ist, dass sich Resilienz nicht anhand bestimmter Merkmale wie etwa Optimismus oder Selbstwirksamkeit definieren lässt, sondern lediglich funktional. Das bedeutet, dass beispielsweise Optimismus die Funktion ausüben könnte, eine positive Anpassung des Individuums trotz vorhandener Risikofaktoren zu bewirken.

Bedeutsam für das Resilienzkonzept ist, dass die Variabilität individueller (gesundheitlicher oder psychischer) Prozesse in Personengruppen betont wird, die Entwicklungsrisiken ausgesetzt sind. Resilienz liefert Erklärungsansätze dahingehend, dass Risiken, nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit und keinesfalls zwangsläufig zu einem negativen Ergebnis führen.

Vulnerabilität ("Verletzlichkeit") wird im psychologischen Kontext als Gegenbegriff zu Resilienz gebraucht. Invulnerabilität ist teilweise synonym zu Resilienz in Verwendung.

Überschneidungen mit Resilienz finden sich in den Themenfeldern "Salutogenese" (Wissenschaft der Entstehung von Gesundheit) und "Pathogenese" (Wissenschaft der Krankheitsentstehung). [1] [2] [3] [4] [5]

Risikofaktoren und Risikomechanismus

Mit Risikofaktor ist ein Merkmal gemeint, das bei einer Gruppe von Menschen, die dieses Merkmal teilen, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer (gesundheitlichen, emotionalen usw.) Störung gegenüber den Personen ohne dieses Merkmal erhöht ist. Dabei kann zwischen drei Arten von Risiken unterschieden werden:

  • Risiken, die sich aus relativ dauerhaften, benachteiligten Lebensbedingungen, wie bspw. langfristiger Armut, ergeben;
  • das Durchleben eines traumatischen Ereignisses, wie bspw. einer Naturkatastrophe oder eines Kriegs- oder Gewalterlebnisses;
  • eine Kombination aus beiden.

Es ist notwendig, zwischen Risikoindikator und des komplexeren Riskomechanismus zu unterscheiden, da das reine Vorliegen eines Risikoindikators nicht zwangsläufig zu einem bestimmten (gesundheitlichen) Zustand führt. Beispiel: Der Risikoindikator "Einkommensarmut" kann mittels psycho-sozialer Risikomechanismen (das Gefühl subjektiver Benachteiligung) zu mentalen Gesundheitsproblemen führen. In nicht materiell orientierten Milieus würde der gleiche Risikofaktor aber möglicherweise keinen Risikomechanismus in Gang setzen. [2]

Schutzfaktoren

Dem gegenüber stehen protektive bzw. Resilienzfaktoren, die in drei grundlegende Klassen unterteilt werden können. Diese sollten allerdings nicht voneinander isoliert betrachtet, sondern als Ergebnis eines dynamischen Prozesses verstanden werden; wobei dieser Prozess als komplexe Person-Umwelt-Interaktion zu verstehen ist. Das bedeutet, dass sich die nachfolgend genannten Faktoren additiv verbinden und gegenseitig verstärken können:

  • individuelle Eigenschaften: Kohärenzgefühl als allgemeiner Schutzmechanismus, eine zumindest durchschnittliche Intelligenz, positive Emotionen sowie gesundheitsfördernde Einstellungen (positives Selbstkonzept);
  • soziale Beziehungen: emotional stabile familiäre/außerfamiliäre Beziehungen mit hohem Maß an Vertrauen. Dabei ist weniger die Quantität sondern die Qualität dieser entscheidend; Brüche oder Kontinuität im sozialen Beziehungsgefüge gelten als negative bzw. positive Determinanten für Resilienzressourcen;
  • externe soziale Unterstützung: die Einbindung in ein erweitertes soziales Netz (Nachbarschaft, Vereine), z.B. Förderung durch nachbarschaftliche Einkaufshilfe im Falle von Krankheit.

Im Zusammenhang mit Lebensrisiken haben die genannten protektiven Faktoren mindestens drei Funktionen:

  1. Indirekte Pufferwirkung, d.h. Erfüllung einer risikomildernden Funktion;
  2. Förderlichkeit für eine bestimmte Entwicklung (bspw. des gesundheitlichen Wohlbefindens);
  3. Fehlen als grundlegendes Entwicklungsrisiko (Beispiel: altersbedingte körperliche und/oder geistige Einbußen werden nicht durch Hilfe von Angehörigen ausgeglichen, soziale Isolation im Alter). [2]

Umweltfaktoren

Die Resilienzforschung bemüht sich um eine Isolierung von Umweltfaktoren, die zum Phänomen der Resilienz beitragen. Der Grund dafür ist, dass in die psychologischen Bedingungen, die zu Resilienz führen, Umweltfaktoren sehr stark eingehen, da frühere positive und stabilisierende Erfahrungen die Ausbildung von mentalen Widerstandskräften begünstigen. Die nachfolgend genannten Faktoren sind solche, die als generelle, begünstigende Faktoren gelten. Diese tragen weitgehend situationsunabhängig zu einer gesunden Entwicklung bei:

  • stabile emotionale Beziehung (Elternteil oder andere Bezugsperson);
  • emotional positives, unterstützendes und strukturgebendes Erziehungsklima;
  • Rollenvorbilder für konstruktives Bewältigungsverhalten (bei Belastungen);
  • soziale Unterstützung durch eine Person außerhalb der Familie;
  • dosierte soziale Verantwortlichkeiten;
  • Temperamentsmerkmale (Flexibilität, Annäherungstendenz, Soziabilität);
  • kognitive Kompetenzen (z.B. zumindest durchschnittliche Intelligenz);
  • Erfahrungen der Selbstwirksamkeit und ein positives Selbstkonzept;
  • ein aktives und nicht nur reaktives oder vermeidendes Bewältigungsverhalten bei Belastungen; Erfahrungen der Sinnhaftigkeit und Struktur in der eigenen Entwicklung. [8]

Von den generellen Faktoren sind die differentiellen abzugrenzen, die in Abhängigkeit der Risikofaktoren und der Kontexte, in denen Resilienz untersucht wird (z.B. Person, Geschlecht, Lebensumstände, kultureller Kontext etc.), variieren können.

Wie komplex die Vorhersagbarkeit von Resilienz ist, zeigt sich auch daran, dass je nach Kontext Risiko- und Schutzfaktoren "doppelgesichtig" sind, da sie in bestimmten Lebenssituationen förderlich für die Herausbildung von Resilienz sein oder aber das genaue Gegenteil bewirken können. [2]

Resilienzerkenntnisse anhand von Fallbeispielen

Resilienz ist kein stabiles Persönlichkeitsmerkmal, sondern variiert über die Zeit und verschiedene Situationen. Darüber hinaus gilt Resilienz nicht als universell. Das bedeutet, dass in einem Lebensbereich ein geringes, in einem anderen ein hohes Risiko beispielsweise für psychologische Erkrankungen entstehen kann. Teilweise wird deshalb in der Forschung von "bereichsspezifischen Resilienzen" gesprochen, wie z.B. soziale Resilienz oder emotionale Resilienz. Nachfolgend werden einige Fallbeispiele zur Resilienz-Thematik bezogen auf Kinder, Jugendliche und Frauen dargestellt. [3] [9]

Fallbeispiel Kinder

Auch in den Industriestaaten werden Kinder – wenngleich rückläufig – noch häufig Opfer körperlicher und/oder psychischer Gewalt. Die Angaben zum Vorkommen variieren stark. Unstrittig ist, dass bestrafendes elterliches Verhalten als Risikofaktor für die Ausbildung verschiedener psychischer Störungen gilt; für jüngere Kinder noch stärker als für ältere. Da nicht alle Kinder, die familiärer Gewalt ausgesetzt sind, psychische Störungen entwickeln, ist zu vermuten, dass Resilienzprozesse bei diesen Kindern vorherrschend sind. In Studien wurde als individueller Resilienzfaktor ein klares langfristiges Lebensziel (mit der Ablehnung von eigener Gewaltanwendung) identifiziert. Als stärkster Pufferfaktor dient im Falle körperlicher Gewalt eine stabile emotionale Beziehung zu einem Erwachsenen, der das Kind im Konflikt unterstützt (sozialer Schutzfaktor). Präventionsprogramme setzen an unterschiedlichen Ebenen an (kind- oder elternzentriert) und haben zum Ziel, Risikofaktoren zu vermeiden sowie Schutzfaktoren zu stärken. Exemplarisch soll dies am Programm "Triple P" ("Positive Parenting Program" von Sanders) erläutert werden. Das universelle, elternzentrierte Programm versucht an zwei Stellen anzusetzen:

  • Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung, dadurch Stärkung des Resilienzfaktors sowie
  • Reduktion gleichzeitiger dysfunktionaler Erziehungsstrategien (wie Gewaltanwendung), dadurch Minimierung des Risikofaktors.

Die empirische Überprüfung von "Triple P" ergab, dass das kindliche Problemverhalten (gemeint sind klinisch bedeutsame Verhaltensauffälligkeiten) von 42 Prozent auf 20 Prozent nach der Intervention gesenkt werden konnte. [4]

Fallbeispiel Jugendliche

Jugendliche als Gruppe zu betrachten, ist schon dadurch gerechtfertigt, da bei diesen das Risiko, an einer Depression zu erkranken, recht hoch ist: Die Punktprävalenzen, das ist die Gesamtzahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer Krankheit leidenden Personen, liegen zwischen 0,4 und 8,4 Prozent. Dabei können Risikofaktoren auf unterschiedlichen Ebenen ausgemacht werden:

  • biologische Ebene: Dysregulationen des Schlafmusters sowie frühere oder aktuelle Depressionen bei Verwandten ersten Grades;
  • psychologische Ebene: Dysfunktionaler Attributionsstil, ein niedriges Selbstwertgefühl sowie ungünstige Stressverarbeitungsmuster;
  • soziale Ebene: Elterliche Depressionen (psychologische und soziale Ebene), kritische Lebensereignisse und mangelnde Peer-Beziehungen.

Hinzukommen geschlechtsspezifische Unterschiede, da das Depressionsrisiko bei Mädchen höher ist als bei Jungen. Als Resilienzfaktoren auf individueller Ebene scheint es so zu sein, dass Problemlösefertigkeiten das Depressionsrisiko abpuffern, während auf sozialer Ebene die (soziale) Unterstützung durch Familie und/oder Peers das Risiko verringert. Dabei muss im Falle der Eltern zwischen Mutter und Vater unterschieden werden. Eine enge Beziehung zur Mutter puffert die negative Wirkung familiärer Veränderungen, wohingegen eine enge Beziehung zum Vater vor stressreichen familiären Veränderungen und auch vor den mit den pubertären Veränderungen verbundenen Problemen schützt. [4]

Fallbeispiel Frauen

Als abschließendes Beispiel soll ein Resilienzfaktor bei Brustkrebspatientinnen skizziert werden. Der Anteil der von Brustkrebs verursachten Todesfälle von Frauen zwischen 35 und 59 Jahren ist mit 30 Prozent beträchtlich. Deren Risiko, an einer affektiven oder Angststörung zu erkranken, ist – auch auf Grund des drohenden Verlusts einer oder beider Brüste – deutlich erhöht. Zwischen 20 und 30 Prozent der Frauen erleiden in den ersten sechs Monaten nach der Diagnose eine depressive Erkrankung, zwischen 6 und 14 Prozent eine Angststörung. Forschungen haben gezeigt, dass ein Persönlichkeitsmerkmal auf individueller Ebene als Schutzfaktor davor gilt: dispositionaler Optimismus. Gemeint ist damit der zeitlich überdauernde Glaube, dass einem eher gute Dinge widerfahren werden. Dabei wird offen gelassen, ob man selbst aktiv dazu beiträgt oder nicht. [4]

Es lässt sich zusammenfassen, dass der erfolgreiche Umgang mit traumatischen Lebensereignissen nicht angeboren ist, sondern sich trainieren lässt. Resilienz ist dynamisch und gilt als Fähigkeit, die auch wieder verloren gehen kann.

PSYNDEX Lit & AV

In der Literaturdatenbank PSYNDEX finden Sie zu dem Schlagwort Resilienz mehr als 900 Nachweise. Exemplarisch sind einige wenige Nachweise hier aufgeführt:

  • - Weiss, M., Högl, M., & Hartmann, S. (2015). Team-Resilienz verstehen: Konzeption eines empirischen Forschungsprojektes. Wirtschaftspsychologie, 17(4), 44-52.Datensatz 0305986
  • - Petrowski, K., Brähler, E., & Zenger, M. (2014). The relationship of parental rearing behavior and resilience as well as psychological symptoms in a representative sample. Health and Quality of Life Outcomes, 12:95.Datensatz 0288672
  • - Mourlane, D. (2014). Resilienz – warum gerade Führungskräfte mehr brauchen. Wirtschaftspsychologie aktuell, 21(1), 46-51.Datensatz 0278996
  • - van Heteren-Frese, N., & Klauk, B. (2015). Resilienz in der Personalarbeit. Aufrechterhaltung der beruflichen Handlungskompetenz durch Entwicklung der psychischen Widerstandsfähigkeit. Personalführung, 48(7-8), 76-83.Datensatz 0299410
  • - Erlemeier, N. (2013). Was leistet die Resilienzforschung für die Suizidprävention. Suizidprophylaxe, 40(4), 137-143.Datensatz 0273149

Was ist eigentlich PSYNDEX?

PSYNDEX ist eine Literaturdatenbank (keine Volltexte) der psychologischen Literatur2 und Testverfahren3, sowie der für die Psychologie relevanten audiovisuellen Medien4 und Interventionsprogramme5. Es werden die für das Fach Psychologie wichtigen Publikationen aus dem deutschen Sprachraum dokumentiert.

PubPsych

Mit PubPsych können Sie selbständig nach weiteren Dokumenten rund um das Thema Resilienz recherchieren.

Im psychologischen Thesaurus (in digitaler Form als PSYNDEX Terms1 erhältlich) finden Sie zu dem Begriff Resilienz den Deskriptor (CT = Controlled Term) CT="Resilienz" (Deutsch) sowie CT="resilience (psychological)" (Englisch).

Suchen Sie nur mit dem Begriff "Resilienz" liefert der Begriff im Februar 2017 mehr als 1250 Treffer, bei Verwendung des deutschen Thesaurusbegriffs CT="Resilienz" limitieren Sie die Suche auf Treffer aus der Datenbank PSYNDEX und reduzieren deswegen die Anzahl auf um die 900. Eine Suche mittels des englischen Begriffs "resilience" liefert auch Treffer aus den anderen Datenbanken und mit über 6700 Dokumenten ist das Ergebnis der Suche schon sehr umfangreich. Eine Reduktion des Ergebnisses mit dem Schlagwort SW=resilience macht da durchaus Sinn. Die Suche CT="resilience (psychological)" limitiert das Ergebnis auf die beteiligten Datenbanken PSYNDEX und MEDLINE, weil nur dort der Deskriptor genau so verwendet wird.

PubPsych bietet Ihnen bei jeder Suche auch Limitierungen nach Publikationstyp, Jahrgang, Sprache etc. an.

Was ist eigentlich PubPsych?

PubPsych ist ein kostenloses Suchportal für Psychologie-Publikationen. Es bietet eine umfassende und ausgewogene Auswahl von Ressourcen von einer wachsenden Anzahl von internationalen Datenbanken mit europäischer Ausrichtung, angepasst an die Bedürfnisse von Psychologen.

PubPsych ist ein Gemeinschaftsprojekt des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Institut de l'Information Scientifique et Technique (INIST-CNRS), Centro de Ciencias Humanas y Sociales (CCHS-CSIC), National Library of Norway (NB). Zusätzliche Datensegemente sind lizensiert von: U.S. National Library of Medicine (NLM), Education Resources Information Center (ERIC), Data Archiving and Networked Services (DANS).

PSYNDEX Tests

Das Datenbanksegment PSYNDEX Tests liefert relevante Testverfahren zum Thema Resilienz.

Diese Verfahren können Sie in PubPsych mit einem entsprechenden Stichwort (z.B. mit CT="Resilienz") und der Einschränkung DT="TEST" finden.

  • SFF - Schutzfaktoren-Fragebogen
  • RS - Resilienz Skala
  • FzLK - Fragebogen zur Lebenskunst
  • REVERA - Inventar zur Erhebung resilienten Verhaltens im Arbeitskontext
  • KANN - Kompetenzanalyseverfahren

Die aufgelisteten Tests zur Resilienz sind nur Beispiele für die Verfahren, die in PSYNDEX Tests nachgewiesen werden.


Quellen:

[1] Werner, E. E. (2008). Resilienz: ein Überblick über internationale Längsschnittstudien. In G. Opp, M. Fingerle, & D. Bender (Hrsg.), Was Kinder stärkt: Erziehung zwischen Risiko und Resilienz (3. Aufl, S. 311–327). München: Reinhardt.

[2] Mergenthaler, A. (2012). Gesundheitliche Resilienz: Konzept und Empirie zur Reduzierung gesundheitlicher Ungleichheit im Alter. Wiesbaden: Springer VS (Verlag für Sozialwissenschaften).

[3] Wittchen, H.-U., & Hoyer, J. (Hrsg.). (2011). Klinische Psychologie & Psychotherapie (2., überarb. und erw. Aufl). Berlin: Springer.

[4] Renneberg, B., & Hammelstein, P. (Hrsg.). (2006). Gesundheitspsychologie: mit 21 Tabellen. Heidelberg: Springer.

[5] Exner, A. (2013). Von der Nachhaltigkeit zur Resilienz? Mögliche Diskursveränderungen in der Vielfachkrise. Phase 2, 45.

[6] Bonanno, G. A., Rennicke, C., & Dekel, S. (2005). Self-Enhancement among high-exposure survivors of the September 11th terrorist attack: Resilience or social maladjustment? Journal of Personality and Social Psychology, 88, 984-998.

[7] Gielas A. (2014). Der Mensch ist ein zähes Tier. George Bonanno im Interview. brandeins 11. Online abrufbar unter: https://www.brandeins.de/archiv/2014/scheitern/george-bonanno-im-interview-der-mensch-ist-ein-zaehes-tier/6

[8] Zander, M. (2010). Armes Kind – starkes Kind? Die Chance der Resilienz (3. Aufl). Wiesbaden: VS-Verl.

[9] Fröhlich-Gildhoff, K., & Rönnau-Böse, M. (2015). Resilienz: mit 2 Tabellen (4., aktualisierte Auflage). München: Reinhardt.

URLs der Links auf dieser Seite:

  1. www.zpid.de/index.php?wahl=products&uwahl=printed&uuwahl=psyndexterms
  2. www.zpid.de/index.php?wahl=PSYNDEX&uwahl=Lit
  3. www.zpid.de/index.php?wahl=PSYNDEX&uwahl=AV
  4. www.zpid.de/index.php?wahl=PSYNDEX&uwahl=Interventionsprogramme
  5. www.zpid.de/index.php?wahl=PSYNDEX&uwahl=Tests
  6. https://www.brandeins.de/archiv/2014/scheitern/george-bonanno-im-interview-der-mensch-ist-ein-zaehes-tier/


weiterführende Informationen

Weitere Informationen

Das ZPID verfügt mit seinen vielfältigen Produkten über die Ressourcen über Resilienz zu informieren.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Thema Resilienz? Schreiben Sie uns.

Folgen Sie uns auf Twitter

Kontakt und Funktionen

URL der Seite: https://www.zpid.de/psychologie/resilienz.php