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Work-Life-Balance

Der Schlüssel zu einem gesunden und erfolgreichen Leben?

Der Begriff "Work-Life-Balance" setzt sich aus den englischen Wörtern work ("Arbeit"), life ("Leben") und balance ("Gleichgewicht") zusammen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass dieser Begriff auf das Verhältnis der Hauptlebensbereiche, d.h. auf ihre relationale individuelle Bedeutung und subjektive Gewichtung zielt. Allerdings wird dadurch suggeriert, dass das eigentliche Leben, das zur Sinnerfüllung und Selbstverwirklichung führt, nur außerhalb der (Erwerbs-)Arbeit stattfindet. Deshalb erscheint es sinnvoll, wenn man Work-Life-Balance als das Verhältnis der Hauptlebensbereiche des Berufs- und Privatlebens definiert. Erstrebenswert gilt eine Form der Lebensgestaltung, in der diese Bereiche ausbalanciert, also ausgeglichen sind. In einigen Publikationen wird der Begriff der Life-Domain-Balance (domain: "Bereich") bevorzugt, da dieser besser verdeutlicht, dass neben den auch zentralen Aspekten des Berufslebens weitere zentrale Lebensdomänen existieren, die bei einer Person oder auch zwischen Personen über die Lebenszeit gesehen unterschiedliches Gewicht haben können. [1] [4] [6]

Work-Life-Balance in Deutschland und Europa:

Laut einer OECD-Studie gelingt den Europäern der Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben immer schlechter. Der im Rahmen der Studie erstellte "Better-Life-Index" (die zugrunde liegende Skala reicht von 0 = "optimale Balance" bis 5 = "absolute Imbalance") zeigt eine Verschlechterung des Wertes für Deutschland von 2,62 im Jahr 2004 auf 2,74 im Jahre 2010. Ähnliches zeigt sich auch in den anderen europäischen Ländern, lediglich in Polen hat sich der Wert leicht verbessert – von 2,74 auf 2,62.

Weiterhin berichtet die von Kranken- und Unfallversicherungen getragene Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) im August 2014, dass

  • Die ständige Erreichbarkeit im Job für viele Beschäftigte in Deutschland zugenommen habe.
  • Zwei Drittel der Erwerbstätigen regelmäßig Überstunden leisten.
  • Sich jeder Fünfte von seinem Arbeitgeber unter Druck gesetzt fühlt, immer mehr leisten und auch in seiner Freizeit ständig für den Arbeitgeber ansprechbar sein zu müssen.
  • Jeder Vierte angab häufig Aktivitäten mit Freunden und Familie in der Freizeit ausfallen zu lassen, weil er sonst keine andere Möglichkeit habe sich auszuruhen.
  • [5]

Die Notwendigkeit des Begriffs der Work-Life-Balance:

Die Realisierung der Work-Life-Balance gestaltet sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend schwieriger, die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen kann von einer Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit gesprochen werden. Dies bedeutet, dass insbesondere in hoch qualifizierten Berufen befindliche Erwerbstätige

  • alle persönlichen Ressourcen, Kompetenzen und Strebungen in den Dienst einer autonom und selbstverantwortlich zu verrichtenden Arbeit stellen,
  • nicht mehr zwischen ihren Rollen als Berufs- und Privatpersonen trennen können und
  • sich allumfassend als Person einbringen müssen/wollen.
  • [6]

Sofern berufliche Anforderungen zu einer

  • zeitlichen,
  • räumlichen,
  • inhaltlichen und
  • sozialen Entgrenzung der Lebenssphären sowie zu
  • einer extrem arbeitszentrierten Lebensgestaltung führen,

kann dies mit der privaten Lebensplanung und Selbstverwirklichung kollidieren, so dass beispielsweise Partnerschaften und Familie darunter leiden. Die daraus resultierenden Konflikte, oftmals psychischer Natur, können eine Reflexion über das Anstreben der Work-Life-Balance einleiten. Ein weiterer Grund für das Aufkommen des Begriffs Work-Life-Balance ist die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Frauen. Dabei erfolgt die Integration, Koordination und Balance von Beruf und Familie immer noch häufiger von Frauen als von Männern. [6]

Auswirkungen funktionierender Work-Life-Balance-Konzepte:

Der Wirtschaftswissenschaftler Erik Händeler, der ein Anhänger der Kondratieff'schen Idee von Konjunkturzyklen ist (Hochkonjunkturzyklen hängen oft wesentlich von Erfindungen wie beispielsweise Dampfmaschine, Eisenbahn, elektrischer Strom, Auto und jüngst Informationstechnik ab), vertritt die These, dass der nächste Aufschwung nur durch Optimierungsprozesse der menschlichen Kommunikation in Arbeitsprozessen erfolgen kann. Damit sind im Wesentlichen auch Work-Life-Balance-Maßnahmen gemeint.

Eine der ersten Studien zum Thema Work-Life-Balance, die nach wie vor in neueren Publikationen herangezogen wird, wurde u.a.vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMW) in Auftrag gegeben. [7] [8] Diese kommt zu dem Ergebnis, dass ein enormes Potential für den Standort Deutschland in der Verbesserung von Work-Life-Balance-Maßnahmen liegt. Neben den positiven Effekten für den Arbeitnehmer wird dadurch eine Stärkung des Wirtschaftswachstums sowie eine Erhöhung des Bruttoinlandsproduktes erwartet. Weiterhin könnte dies eine Erhöhung der Produktivität, der Erwerbstätigenzahl und Geburtenrate sowie eine Senkung der Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen mit sich bringen. [3] [11]

Eine funktionierende Work-Life-Balance kann als Win-Win-Situation sowohl für die Beschäftigten, die Arbeitgeber als auch die Gesamtgesellschaft gesehen werden.

Die Vorteile der Beschäftigten sind die

  • bessere Vereinbarkeit von Erwerbswünschen und privaten Verpflichtungen oder Interessen,
  • einfachere Karriereplanung,
  • Erfüllung von Kinderwünschen ohne finanzielle oder berufliche Nachteile,
  • Integration von Weiterbildungsmöglichkeiten und
  • Behauptung der ökonomischen Unabhängigkeit (bei Frauen).

Die Arbeitgeber profitieren u.a. durch zufriedenere, motiviertere und leistungsfähigere MitarbeiterInnen sowie geringere Abwesenheitszeiten und Fluktuation.

Die Gesamtgesellschaft zieht u.a. Vorteile aus der Zunahme der Erwerbsbeteiligung und den höheren Haushaltseinkommen sowie den daraus resultierenden steigenden Steuereinnahmen und dem Wirtschaftswachstum. [1] [3]

Individuelle Work-Life-Balance und Folgen:

Es ist hilfreich, regelmäßig die eigene Work-Life-Balance zu überprüfen. Eine Möglichkeit ist, Bilanz zu ziehen, ob die vier Lebensbereiche:

  • Leistung, Arbeit (Beruf, Karriere),
  • Körper (Psyche, Gesundheit),
  • Kontakt (soziales Umfeld, Familie, Kontakte) und
  • Sinn (Werte)

in einem stimmigen Verhältnis zueinander stehen. Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung eines Ungleichgewichts können sehr simpel sein und auf individueller oder Teamebene erfolgen. Zu diesen Maßnahmen zählen neben vielen anderen, z.B. Entspannung, Delegation von Aufgaben, ausreichender Schlaf, körperliche Bewegung und das Ausschalten des Mobiltelefons. Auf Teamebene kann es sinnvoll sein über die Arbeitssituation unter Berücksichtigung von Faktoren, die zur Entstehung eines Burnouts beitragen, zu reflektieren. [9]

Bei einem hohen Anteil der Erwerbstätigen ist ein gewisses Ungleichgewicht zwischen Erwerbs- und Privatleben vorhanden. Die resultierenden Folgen mangelnder Work-Life-Balance können sich auf vielen Ebenen negativ und krankhaft äußern. Das relative Übergewicht der Arbeit geht einher mit

  • einem signifikant schlechteren Wohlbefinden,
  • häufiger auftretenden (psycho-)somatischen Beschwerden,
  • häufiger auftretenden negativen Emotionen und Depressionen ggf. mit anschließendem Burnout,
  • erhöhtem Zeit- und Ressourcenbedarf für die Erholung mit gleichzeitiger Beeinträchtigung durch die Berufstätigkeit,
  • längeren Abwesenheitszeiten,
  • steigender Fehler- und Unfallgefahr,
  • geminderter Leistungsfähigkeit,
  • verringerter körperlicher Aktivität und
  • allgemein geringerer (Arbeits-)Zufriedenheit.

Besonders gefährdet sind jüngere, gut ausgebildete und weibliche Erwerbstätige ebenso wie solche mit einem höheren Teilzeit- oder einem Vollzeitpensum, hohen Wochenarbeitszeiten und langen Arbeitswegen sowie mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern. Die Tendenz, sich wegen der Geburt eines Kindes aus dem Erwerbsleben zurückzuziehen, geht zurück und die (Teilzeit-)Erwerbstätigkeit von Frauen neben der Kinderbetreuung nimmt zu. Demgegenüber arbeiten nach wie vor nur wenige Männer Teilzeit. Zwar ist der Anteil, der in Teilzeit tätigen Männer relativ gesehen stark gestiegen (1991: 2,1 % vs. 2011: 9,7 %), jedoch ist das absolut gesehen eher marginal. Tatsächlich ist die geschlechtsspezifische Spaltung gewachsen, da im selben Zeitraum die Teilzeitquote bei Frauen von 30,2 auf 46 % gestiegen ist und spiegelbildlich die Vollzeitquote von 68,8 auf 54 % gefallen ist (Männer: 97,9 auf 90,3 %). [1] [2] [10]

Betriebliche Gesundheitsförderung, Familienfreundlichkeit und weitere Lebensdomänen:

Neben dem bereits erwähnten Übergreifen von Arbeitsepisoden auf Privatzeiten zählt die bei bestimmten Berufs- und Statusgruppen sogar teilweise eingeforderte ständige Erreichbarkeit, zu denjenigen Problemen, die am sinnvollsten und effektivsten vom Arbeitgeber beseitigt werden können. Wie aus den Medien zu entnehmen ist, haben einige Unternehmen mittlerweile sehr radikale Maßnahmen eingeführt, um die nach dem Ende der Dienstzeit eingehende E-Mail-Flut einzudämmen und somit die Mitarbeiter in ihrer freien Zeit zu entlasten. So werden beispielsweise E-Mails, die nach Dienstschluss, am Wochenende oder im Urlaub eintreffen, automatisch gelöscht. Eine alternativ praktizierte Maßnahme sind Vereinbarungen, die leitende Angestellte verpflichten, ihren Mitarbeitern keine E-Mails zu den oben genannten Zeiten zuzusenden. Es ist weiterhin zu beobachten, dass es schleichend zu Arbeitsverdichtungen über die Optimierung von Arbeitsabläufen oder zu einer erhöhten Verantwortungsübertragung ohne eine entsprechende Erweiterung des Handlungsspielraums kommt. [16]

Zur Vermeidung oder Beseitigung der genannten Probleme sind notwendige Maßnahmen von Unternehmen und Führungskräften:

  • Angebot und reale Durchführung entlastender Arbeitszeitmodelle,
  • Vermeidung längerer Unterbesetzungen,
  • realistische Aufgabenerteilung oder Zielvereinbarung (keine Leistung ohne entsprechende Ressourcen und Spielräume)
  • Rücksichtnahme bei privaten Problemen
  • Coaching

Weiterhin zahlt es sich für Unternehmen aus, wenn familienfreundliche Work-Life-Balance-Maßnahmen angeboten und umgesetzt werden. Einerseits sichert dies die Rekrutierung und Bindung kompetenter Mitarbeiter, die sich für ein familienfreundliches Unternehmen entscheiden bzw. dort verbleiben. Andererseits führt ein gestärktes Familienleben zu einem leistungsfähigeren Mitarbeiter. Zu den Hauptmaßnahmen, neben einigen anderen, gehören die Flexibilisierung des Arbeitsortes (Homeoffice) und die Unterstützung bei oder das Angebot von Kinderbetreuung.

Abschließend können auch Maßnahmen wie die Unterstützung von Sport- und Freizeitangeboten, beispielsweise After-Work-Events (insbesondere für zugezogene jüngere Mitarbeiter ohne eigene Familie) die Work-Life-Balance positiv beeinflussen. [1]

Work-Life-Balance in Abgrenzung zu Work-Life-Blend(ing):

In neueren populärwissenschaftlichen Publikationen wird für eine Abkehr vom Work-Life-Konzept hin zu Work-Life-Blending plädiert. Das Forbes-Magazin schrieb bereits 2012 "Forget Work-Life Balance: It's Time for Work-Life Blend" ["Vergessen Sie Work-Life-Balance, es ist Zeit für Work-Life-Blend(ing)"].[12] To blend stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "(ver-)mischen". Propagiert wird dieses Konzept, in dem der Faktor Balance durch Durchmischung von Arbeits- und Privatleben ersetzt wird, zumeist von Publikationen, die eher die Arbeitgebersicht repräsentieren. Als Argument dient beispielsweise eine Studie des privatwirtschaftlichen Marktforschungsinstituts "YouGov", in der

  • 22 Prozent der Befragten (750 Akadamiker) circa einmal im Monat an Wochenenden oder Feiertagen für ihren Arbeitgeber tätig sind,
  • weitere 20 Prozent sogar mindestens einen Tag an jedem Wochenende arbeiten und
  • die Hälfte der Arbeitnehmer Telefonate und E-Mails während der Freizeit beantworte. Fast jeder Achte tue dies sogar täglich.

Letztlich ist dies lediglich eine Abfrage des status quo, sagt jedoch nichts darüber aus, wie zufrieden oder glücklich die Arbeitnehmer mit diesem Umstand sind oder ob (latenter) Druck eine Rolle spielt, auch wenn die Befragten angeben, dass sie es freiwillig tun. Möglicherweise rückt sich das Bild etwas zurecht, wenn man eine Umfrage des Karriereberatungsunternehmens "von Rundstedt" zugrunde legt. Dort geben

  • 64 Prozent der Befragten (mehr als 600 Berufstätige) an, dass sie es nur durch eine strikte Trennung von Arbeit und Freizeit für möglich halten, keinen der beiden Bereiche zu vernachlässigen.
  • Fast 70 Prozent sind der Ansicht, dass bei einer Verschmelzung das private Leben mehr leidet und die Arbeit in den Vordergrund rückt.
  • 40 Prozent mussten auf Grund von Work-Life-Blending bereits regelmäßig Überstunden machen. [13] [14] [15]

Letztlich bedarf es repräsentativer wissenschaftlicher Studien, um die Bedarfe der Bevölkerung sowie die Auswirkungen der Vermischung von Arbeit und Privatleben genauer bestimmen zu können. So nachvollziehbar eine solche Forderung auch aus Arbeitgebersicht erscheinen mag, so ist aus Arbeitnehmersicht doch wohl eher die oben angesprochene Flexibilisierung des Arbeitslebens wünschenswert. Auf diese Weise werden Privat- und Berufsleben nicht gänzlich miteinander vermischt und dennoch wird dem Umstand Rechnung getragen, dass eine werktägliche Büropräsenz zu festgelegten Zeiten nicht mehr für alle Arbeitnehmer zeitgemäß ist.

Das ZPID bietet Ihnen eine Reihe von Angeboten, die Ihnen einen vertieften Umgang mit der Thematik ermöglichen, so z.B. Hinweise auf Fachliteratur, Internetquellen, Experten, Forschungsdatensätze und diagnostische Verfahren.

PSYNDEX Lit & AV

In der Literaturdatenbank PSYNDEX finden Sie zu dem Thema Work-Life-Balance ca. 400 Nachweise. Neben Veröffentlichungen zu empirischen Studien, Büchern zu unterschiedlichsten Aspekten von Work-Life-Balance, Kongressbeiträgen und Artikeln in Fachzeitschriften sind unter anderem auch Beiträge zur Behandlung von Work-Life-Balance dokumentiert. Exemplarisch sind einige wenige Nachweise hier aufgeführt:

  • - Ohly, S., & Latour, A. (2014). Work-related smartphone use and well-being in the evening. The role of autonomous and controlled motivation. Journal of Personnel Psychology, 13(4), 174-183. Datensatz 0294272
  • - Holstad, T.J., Rigotti, T., & Otto, K. (2013). Prozedurale Fairness als Mediator zwischen transformationaler Führung und psychischer Beanspruchung am Arbeitsplatz. Eine Mehrebenenstudie. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 57(4), 163-176. Datensatz 0270248
  • - Athanassiou, G., Schreiber-Costa, S., & Sträter, O. (Eds.)(2012). Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit: Sichere und gute Arbeit erfolgreich gestalten: Forschung und Umsetzung in die Praxis. 17. Workshop 2012. Kröning: Assanger.Datensatz 0248396
  • - Sonntag, K., Becker, P.R., Nohe, Ch., & Spellenberg, U. (2012). Die Führungskraft als Vorbild. Die Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben ist eine Führungsaufgabe. zfo Zeitschrift Führung und Organisation, 81(6), 372-378.Datensatz 0264325

Was ist eigentlich PSYNDEX?

PSYNDEX ist eine Literaturdatenbank (keine Volltexte) der psychologischen Literatur2 und Testverfahren3, sowie der für die Psychologie relevanten audiovisuellen Medien4 und Interventionsprogramme5. Es werden die für das Fach Psychologie wichtigen Publikationen aus dem deutschen Sprachraum dokumentiert.

PubPsych

Mit PubPsych können Sie selbständig nach weiteren Dokumenten rund um das Thema Work-Life-Balance recherchieren.

Im psychologischen Thesaurus (in gedruckter Form als PSYNDEX Terms 1erhältlich) finden Sie zu dem Begriff Work-Life-Balance den Deskriptor (CT = Controlled Term) "Family Work Relationship".

Suchen Sie nur mit dem Begriff "Work-Life-Balance" liefert der Begriff im April 2016 mehr als 350 Treffer.
Dadurch, dass Work-Life-Balance wesentliche Lebensbereiche, wie beispielsweise Arbeit und Familie, tangiert, kommen neben "Family Work Relationship"eine ganze Reihe weiterer Deskriptoren in Frage: z.B. CT="Quality of Work Life", CT="Work Rest Cycles", CT="Occupational Stress", CT="Leisure Time" oder CT="Work Load".

Eine beispielhafte Suche könnte etwa folgendermaßen aussehen: (CT="family work relationship" OR CT="well being" OR CT="quality of life") AND (CT="quality of work life" OR CT="work rest cycles" OR CT="occupational stress" OR CT="leisure time" OR CT="work load")

PubPsych bietet Ihnen bei jeder Suche auch Limitierungen nach Publikationstyp, Jahrgang, Sprache etc. an.

PubPsych ist ein kostenfreies Suchportal für Psychologie-Publikationen. Es bietet eine umfassende und ausgewogene Auswahl von Ressourcen von einer wachsenden Anzahl von internationalen Datenbanken mit europäischer Ausrichtung, angepasst an die Bedürfnisse von Psychologen.

PubPsych ist ein Gemeinschaftsprojekt des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Institut de l'Information Scientifique et Technique (INIST-CNRS), Centro de Ciencias Humanas y Sociales (CCHS-CSIC), National Library of Norway (NB). Zusätzliche Datensegmente sind lizensiert von: U.S. National Library of Medicine (NLM), Education Resources Information Center (ERIC), Data Archiving and Networked Services (DANS).

PsychSpider

Mit PsychSpider7, der Psychologie Suchmaschine des ZPID, können Sie im Datenbestand von PSYNDEX, PubMed/MEDLINE, E-Journals, ERIC, Hochschulschriftenservern und des Sondersammelgebietes Psychologie der Saarländischen Hochschulbibliothek zum Thema Work-Life-Balance recherchieren.

Suchen in PSYNDEX, MEDLINE, E-Journals etc.

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PsychLinker

Der PsychLinker8 weist Links zu den unterschiedlichsten Themenbereichen und damit auch zum Thema Work-Life-Balance nach. Sie finden dort beispielsweise Links zu:

PsychAuthors

Die Datenbank PsychAuthors11 wurde mit dem Ziel entwickelt, einen Überblick über die Arbeit von Autorinnen und Autoren zu geben, die in der deutschsprachigen Psychologie wissenschaftlich publizieren. Nachweise von Autoren zum Thema Work-Life-Balance können Sie mit PsychSpider recherchieren.

PSYNDEX Tests

Das Datenbanksegment PSYNDEX Tests liefert die relevantesten Testverfahren zum Thema Work-Life-Balance. Es wird zwischen Verfahren, die bei allen (erwachsenen) Personen und solchen die ausschließlich bei speziellen Berufsgruppen (wie z.B. Lehrern) eingesetzt werden, unterschieden. Sie können Verfahren zur Work-Life-Balance in PubPsych mit einem entsprechenden Stichwort unter folgenden Klassifikationen (SH = Subject Heading) recherchieren:

  • 2228 Berufs- und arbeitspsychologische Tests
  • 3630 Personalbewertung und Arbeitsleistung
  • 3650 Arbeitnehmereinstellungen und Arbeitszufriedenheit
  • 3670 Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit
  • 7.3 Berufliche Einstellungstests

Alternativ ist eine kombinierte Suche von Thesaurus-Terminus und Publikationstyp möglich; bspw. über folgende Suchsyntax SH="Familie-Beruf-Koordinierung" AND DT="Test").

Die aufgelisteten Tests zur Work-Life-Balance-Diagnostik sind nur Beispiele für die Verfahren, die in PSYNDEX Tests nachgewiesen werden.

Erläuterungen / Ergänzungen:

Weitere häufiger vorkommende Klassifikationen (im Feld SH)

  • 2223 Persönlichkeitstests
  • 11.15 Verfahren zur Erfassung von Lebensqualität und Lebenszufriedenheit
  • 9.5 Persönlichkeitstests zu kognitiven Stilen
  • 7.3.1 Einstellungstests zu Betrieb und Arbeit
  • 7.3.1.1 Tests zur Erfassung der Arbeitszufriedenheit
  • 7.3.1.3 Tests zur Erfassung der Arbeitsorientierung
  • 7.3.1.3 Tests zur Erfassung der Arbeitsorientierung (Werte/Normen)

a) Allgemeine Verfahren:

  • TKS-WLB - Trierer Kurzskala zur Messung von Work-Life Balance
  • FASIV - Fragebogen zur Erfassung Adaptiver Strategien in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • NAUTILUS - NAUTILUS Persönlichkeits-Profil
  • AO-1 - Skala zur Messung der Arbeitsorientierung 1
  • KOLA - Fragebogen zur Erfassung der Situation am Arbeitsplatz und in der Familie

b) Verfahren für spezifische Personengruppen:


Quellen:

  • [1] Blessin, B., & Wick, A. (2014). Führen und führen lassen. Konstanz: München.
  • [2] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2005a). 1. Datenreport zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesrepublik Deutschland.
  • [3] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2005b). Work Life Balance. Motor für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Stabilität. Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte – Zusammenfassung der Ergebnisse. Online abrufbar https://www.bmfsfj.de/blob/95550/eb8fab22f858838abd0b8dad47cbe95d/work-life-balance-data.pdf12 (Mai 2016)
  • [4] Collat, A., & Gudat, K. (2011). Work-Life-Balance. Göttingen: Hogrefe.
  • [5] Groll, T. (2014). Work-Life-Balance: Die Arbeit frisst uns auf. Online abrufbar http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-08/work-life-balance-infografik22 (Mai 2016)
  • [6] Hoff, E.H., Grote, S., Hohner, H.-U., & Olos, L. (2005). Work-Life-Balance: Berufliche und private Lebensgestaltung von Frauen und Männern in hoch qualifizierten Berufen. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 49(4), 196-207.
  • [7] Prognos AG (2005a). Work-Life-Balance als Motor für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Stabilität. Bd. 1: Betriebliche Maßnahmen und gesellschaftliche Trends. Berlin, Basel. Online abrufbar http://www.prognos.com/publikationen/alle-publikationen/148/show/255a68cd3e032a18e1c7a586e6ca3d24/27 (Mai 2016)
  • [8] Prognos AG (2005b). Work-Life-Balance als Motor für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Stabilität. Bd. 2: Wirkungsmechanismen und volkswirtschaftliche Effekte. Berlin, Basel. Online abrufbar http://www.prognos.com/publikationen/alle-publikationen/148/show/255a68cd3e032a18e1c7a586e6ca3d24/27 (Mai 2016)
  • [9] Seiwert, L. J. (2000). Zeit-Balance. "Entschleunigung" für ein erfülltes Leben. Online abrufbar http://www.metacom.com/download/zeit-balance.pdf 13(Mai 2016)
  • [10] Statistisches Bundesamt (2012).Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt. Deutschland und Europa. Online abrufbar https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Arbeitsmarkt/
    Erwerbstaetige/BroeschuereFrauenMaennerArbeitsmarkt0010018129004.pdf?
    __blob=publicationFile
    20 (Mai 2016)
  • [11] Voggenreiter, G. (2014). Arbeit zwischen Selbstverwirklichung und Selbstgefährdung. Wiesbaden: Springer.
  • [12] Ashkenas, R. (2012). Forget Work-Life Balance: It's Time for Work-Life Blend. Online abrufbar http://www.forbes.com/sites/ronashkenas/2012/10/19/forget-work-life-balance-its-time-for-work-life-blend/#4a33efce3e2f 23 (November 2016)
  • [13] YouGov (Hrsg.) (2014). Von Work-Life-Balance zu Work-Life-Blending. Generationenwechsel am Arbeitsmarkt. Flyer zur Studie online abrufbar unter http://cdn.yougov.com/cumulus_uploads/document/pkk3wis9tk/YouGov-Studienflyer_Work-Life-Blending_4.pdf24 (Mai 2016).
  • [14] Von Rundstedt (Hrsg.) (2015). Work-Life-Blending. Die Mehrheit der Deutschen bewertet die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit noch kritisch. Pressemitteilung online abrufbar unter http://www.rundstedt.de/presse/pressemitteilungen/talents-trends-work-life-blending/25 (Mai 2016).
  • [15] Warkentin, N. (2015) Work-Life-Blending: Fluch oder Segen? Online abrufbar unter http://karrierebibel.de/work-life-blending/26 (Mai 2016).
  • [16] von Borstel, St. (2014) Die ständige Erreichbarkeit macht Mitarbeiter krank. Online abrufbar unter http://www.welt.de/wirtschaft/article130952980/Die-staendige-Erreichbarkeit-macht-Mitarbeiter-krank.html19 (Mai 2016).
  • URLs der Links auf dieser Seite:

    1. www.zpid.de/index.php?wahl=products&uwahl=printed&uuwahl=psyndexterms
    2. www.zpid.de/index.php?wahl=PSYNDEX&uwahl=Lit
    3. www.zpid.de/index.php?wahl=PSYNDEX&uwahl=Tests
    4. www.zpid.de/index.php?wahl=PSYNDEX&uwahl=AV
    5. www.zpid.de/index.php?wahl=PSYNDEX&uwahl=Interventionsprogramme
    6. estudy.zpid.de/
    7. www.zpid.de/PsychSpider.php
    8. www.zpid.de/redact/category.php?cat=1
    9. www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-19639/spiegler.pdf
    10. www.testentwicklung.de
    11. www.zpid.de/psychauthors/index.php
    12. www.bmfsfj.de/blob/95550/eb8fab22f858838abd0b8dad47cbe95d/work-life-balance-data.pdf
    13. http://www.metacom.com/download/zeit-balance.pdf
    14. www.psychdata.de/index.php?main=psychdata&sub=none
    15. psychdata.zpid.de/index.php?main=search&sub=PsychSpider&q=work%20life%20balance
    16. estudy.zpid.de/index.php?title=bochumer_inventar_zur_beschreibung_beruf&more=1&c=1&tb=1&pb=1
    17. estudy.zpid.de/index.php?title=das_zusammenwirken_von_stressmanagement_&more=1&c=1&tb=1&pb=1
    18. http://www.welt.de/wirtschaft/article130952980/Die-staendige-Erreichbarkeit-macht-Mitarbeiter-krank.html
    19. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetige/BroeschuereFrauenMaennerArbeitsmarkt0010018129004.pdf?__blob=publicationFile
    20. http://estudy.zpid.de/index.php?title=studie_zur_work_life_balance&more=1&c=1&tb=1&pb=1
    21. http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-08/work-life-balance-infografik
    22. http://www.forbes.com/sites/ronashkenas/2012/10/19/forget-work-life-balance-its-time-for-work-life-blend/#4a33efce3e2f
    23. http://cdn.yougov.com/cumulus_uploads/document/pkk3wis9tk/YouGov-Studienflyer_Work-Life-Blending_4.pdf
    24. http://www.rundstedt.de/presse/pressemitteilungen/talents-trends-work-life-blending/
    25. http://karrierebibel.de/work-life-blending/
    26. http://www.prognos.com/publikationen/alle-publikationen/148/show/255a68cd3e032a18e1c7a586e6ca3d24/
    27. http://psyga.info/start/


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