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MÜNCHNER EREIGNISLISTE

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9001799
 

MEL - MÜNCHNER EREIGNISLISTE (PSYNDEX Tests Review)

 

Munich Event List/author

 Maier-Diewald, W., Wittchen, H.-U., Hecht, H. & Werner-Eilert, K.
 (1983). Die Münchner Ereignisliste (MEL) - Anwendungsmanual. München: Max-Planck-Institut für Psychiatrie.

 Bezugsquelle: Die vollständige Münchner Ereignisliste sowie der Kodierungsbogen sind enthalten in Maier-Diewald, Wittchen, Hecht und Werner-Eilert (1983, Anhang A und Anhang C).
 Adresse(n): o Professor Dr. Hans-Ulrich Wittchen, Technische Universität Dresden, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Chemnitzer Straße 46, D-01187 Dresden ; E-Mail: wittchen@psychologie.tu-dresden.de ; URL: http://www.psychologie.tu-dresden.de/i2/klinische/mitarbeiter/wittchen.html ; Stand: 29.11.2006
 WWW-Informationen:
  • Kirchmann, H. (2009). Bindung und Depressivität. Längsschnittliche Zusammenhänge zwischen selbsteinschätzungsbasierten Bindungsmerkmalen und depressiven Beschwerden bei stationär-gruppenpsychotherapeutisch behandelten Patienten versus einer nicht-klinischen Vergleichsgruppe. Digitale Dissertation, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften. [PDF] (http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=1001422651&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=1001422651.pdf) (Stand: 7.6.2011)
 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Die "klassische" Lebensereignisforschung geht vom Stressmodell SELYEs (1956) aus und konnte fuer verschiedene Krankheitsbilder aufzeigen, dass die Konfrontation mit einer bestimmten Menge bedeutsamer Lebensereignisse bzw. mit einem extrem belastenden Lebensereignis in einem definierten Zeitraum aufgrund der erhoehten Anpassungsleistungen des Organismus mit psychischen und koerperlichen Erkrankungen in Zusammenhang steht.

Dabei wurden in der Regel negative und belastende Ereignisse beruecksichtigt, weniger positive Ereignisse, die unter Umstaenden auch Schutzwirkungen ausueben koennen.
Fraglich ist, ob die einfache globale Betrachtung von Ereignissen ausreicht, um sowohl Belastungswirkungen zu erklaeren als auch laengere Zeitraeume zu charakterisieren. In dem diesem eindimensionalen Modell gegenuebergestellten Konzept von MAIER-DIEWALD et al. (1983) in Anlehnung an FILIPP (1981) und BRAUKMANN et al. (1980) werden drei Arten von Ereignisparametern unterschieden:
(1) objektive Ereignisparameter (Zeitpunkt des Eintretens, Haeufigkeit, Dauer, zeitliche Dichte);
(2) subjektive Ereignisparameter (individuelle Bewertungen eines Ereignisses durch die betroffene Person);
(3) objektivierte Ereignisparameter (durch Expertenurteile oder theoretische Gleichsetzung zugeordnete Merkmale von Ereignissen (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 5).

In der Muenchner Ereignisliste werden nun neben negativen Ereignissen auch positive Ereignisse (Heirat, Genesung etc.) und ueberdauernde Zustaende (Phasen gesundheitlicher Stabilitaet, chronische Belastungen) sowie stuetzende Faktoren hinsichtlich dieser drei Ereignisparameter erhoben. Ziel ist es, in objektiver Weise Lebenslaeufe und Lebensveraenderungen beschreiben sowie Lebensbedingungen und spezifische Aspekte des Lebensstils erfassen zu koennen.
 

Testaufbau

Die Muenchner Ereignisliste besteht aus 85 spezifischen, aktuellen und chronischen Lebensereignissen, die in der Form von MAIER-DIEWALD et al. (1983) separat fuer die Jahre 1976 bis 1983 vom Probanden als zutreffend angekreuzt werden sollen bzw. es ist die Zahl des Auftretens in einem Jahr einzutragen.

Die positiven und negativen Lebensereignisse entstammen 11 Lebensbereichen:
(1) Ausbildung (fuenf Ereignisse, ein offenes Item);
(2) Beruf und Haushalt (neun Ereignisse, sechs Lebensbedingungen, ein offenes Item) sowie
Berufsfragen bezueglich des Hauptverdieners (zwei Ereignisse, eine Lebensbedingung, ein offenes Item);
(3) Ehe- und Liebes-/Partnerbeziehung mit sexuellem Kontakt (sieben Ereignisse, sechs Lebensbedingungen, ein offenes Item);
(4) Schwangerschaft/Kinder (sieben Ereignisse, zwei Lebensbedingungen, ein offenes Item);
(5) Eltern/Familie (zwei Ereignisse, drei Lebensbedingungen, ein offenes Item);(6) Soziale Kontakte/Freizeitaktivitaeten (vier Ereignisse, drei Lebensbedingungen, ein offenes Item);
(7) Todesfaelle bei nahen Angehoerigen (vier Ereignisse);
(8) Wohnung (zwei Ereignisse, eine Lebensbedingung, ein offenes Item);
(9) Finanzielles (zwei Ereignisse, eine Lebensbedingung, ein offenes Item);
(10) Gericht/Gesetzesverletzungen (ein Ereignis, eine Lebensbedingung, ein offenes Item);
(11) Gesundheit/Krankheit (zwei Ereignisse, drei Lebensbedingungen, ein offenes Item).

Fuer eine "Bedingung" (="chronisches Ereignis") wird eine mindestens dreimonatige Dauer vorausgesetzt. Bei den offenen Items koennen wichtige, nicht erfasste Ereignisse angegeben werden. Eine Zusatzfrage am Ende der Ereignisliste erfasst die zentralen bzw. wichtigsten Lebensereignisse (maximal drei).

Der schriftlichen Vorgabe der Muenchner Ereignisliste folgt ein ausfuehrliches Interview, indem jedes einzelne Ereignis angesprochen wird, um Zeitpunkt des Eintretens, Dauer, positive und negative Bedeutung (auf einer fuenfstufigen Skala von "sehr positiv" bis "sehr negativ") sowie Ausmass der damit verbundenen Belastung (ebenfalls auf einer fuenfstufigen Skala von "nicht belastend" bis "sehr stark belastend") zu erfragen. Die Antworten werden in vorbereitete Kodierungsboegen aufgenommen (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 14 ff.).

Die Auswertung kann erfolgen
(1) nach objektiven Parametern:
- Haeufigkeitsauszaehlungen (Summen- und Mittelwerte) fuer die Untersuchungsgruppen;
- Analyse der zeitlichen Verteilung und Dichte der Lebensereignisse;
- Analyse der Dauer chronischer Lebensbedingungen;
- Haeufigkeitsauszaehlungen und Vergleiche zu einzelnen Lebensbereichen oder Items;

(2) nach objektivierten Parametern, die in einem Expertenrating bezueglich folgender ueberwiegend aus der Literatur stammender Kategorienpaare und hinsichtlich der meisten Items eingeschaetzt wurden:
A) Gewinn (+) / Verlust (-);
B) verantwortlich (+) / nicht verantwortlich (-);
C) positiv (+) / negativ (-);
D) erwuenscht (+) / unerwuenscht (-);
E) kontrollierbar (+) / nicht kontrollierbar (-);
F) nicht belastend (+) / belastend (-);
G) krankheitsabhaengig (+) / sicher krankheitsunabhaengig (-);
H) Ausmass der Wiederanpassungsleistung (1 - 10; MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 6 f.).

Zur Auswertung koennen auch die zwei Faktoren herangezogen werden, die sich in einer Faktorenanalyse ueber die Kategorienpaare bzw. die Skala "Wiederanpassungsleistung" ergaben:
Faktor 1: Valenz / Erwuenschtheit;
Faktor 2: Kontrollierbarkeit / Verantwortlichkeit (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 6 ff.). Fuer fast alle Items liegen bezueglich jeder Kategorisierung bzw. jeden Faktors Experteneinschaetzungen vor (MAIER-DIEWALD et al. 1983, Anhang B).

(3) nach den subjektiven Parametern "positiv versus negativ" und Ausmass der Belastung;

(4) hinsichtlich der Beschreibung von Lebensverlaeufen. Damit erhaelt man Aufschluss ueber den zeitlichen Zusammenhang normativer Ereignisse, ueber Rollenwechsel (Heirat, Geburt des 1. Kindes etc.), Mobilitaet, die familiaere und berufliche Entwicklung, ueber den zeitlichen Verlauf von Belastungssituationen in verschiedenen Lebensbereichen, die zeitliche Akkumulation von Belastungen und spezifische Veraenderungen im zeitlichen Verlauf.

(5) hinsichtlich von Verlaufsauswertungen, z.B. ueber eine Analyse von Zusammenhaengen zwischen Lebensereignissen und Lebensbedingungen sowie anderen Verlaufsparametern, die Zeitrasterung des Befragungszeitraums, eine Zeitreihenanalyse etc. (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 32 ff.).
 

Auswertungshilfen

Als Auswertungshilfen stehen zur Verfuegung:
- allgemeine Kodierungsregeln (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 17 - 22);
- Hinweise zur Protokollierung der Daten (S. 22 - 23);
- spezielle Kodierungsregeln (S. 24 - 32);
- Uebersichtsblaetter zur objektivierten Kategorisierung der MEL-Items (Anhang B);
- Kodierungsboegen (Anhang C), die die Listennummer des Ereignisses, das Jahr seines Auftretens, die affektive Bewertung durch den Probanden, die Belastungseinschaetzung durch den Probanden, das Monat und das Quartal des Auftretens aufnehmen (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 22).
 

Auswertungszeit

Keine Angaben.
 

Itembeispiele

Ausbildung:
"1. Sie haben eine Ausbildung angefangen / wieder aufgenommen (Umschulung, Studium, Lehre)"

Beruf und Haushalt:
"7. Sie haben Ihren Arbeitsplatz verloren / er ist Ihnen gekuendigt worden"

Ehe- und Liebes-/Partnerbeziehung mit sexuellem Kontakt:
"27. Sie haben eine neue Liebes-/Partnerbeziehung (von mindestens 3 Monaten Dauer) begonnen"

Schwangerschaft/Kinder:
"41. Sie haben erfahren, dass Sie (Ihre Partnerin) schwanger geworden sind (ist)"

Eltern/Familie:
"51. Sie sind aus dem Elternhaus ausgezogen"

Soziale Kontakte/Freizeitaktivitaeten:
"57. Sie haben eine laengerdauernde (mindestens 3 Monate) Freundschaft begonnen (keine Partnerbeziehung)"

Todesfaelle bei nahen Angehoerigen:
"65. Ihre Partnerin/Ihr Partner (Ehefrau/Ehemann) ist gestorben"

Wohnung:
"69. Sie haben Ihre Wohnung gewechselt"

Finanzielles:
"73. Ihre finanzielle Situation hat sich erheblich verbessert (z.B. durch Erbschaft, uebertarifliche Einkommenserhoehung, geschaeftliche Erfolge)"

Gericht/Gesetzesverletzung:
"77. Sie sind wegen einer Gesetzesverletzung mit einer hohen finanziellen Busse oder Gefaengnis bestraft worden"

Gesundheit/Krankheit:
"80. Sie mussten wegen einer sehr schweren koerperlichen Erkrankung oder eines Unfalles in das Krankenhaus"
 

Durchführung

 

Testformen

Das Verfahren kann nur im Einzeltest durchgefuehrt werden.

Von MAIER-DIEWALD et al. (1983) werden folgende Modifikationsmoeglichkeiten fuer die Muenchner Ereignisliste angegeben:
(1) Erhebung zusaetzlicher subjektiver und objektivierter Bewertungsparameter fuer spezifische Fragestellungen.
(2) Verwendung der Muenchner Ereignisliste fuer kuerzere Zeitraeume als 5 bis 8 Jahre mit einer zeitlich exakteren Rekonstruktion von nur wenige Monate umfassenden Zeitraeumen. Dabei wird die Muenchner Ereignisliste nur im Interview vorgegeben und es werden sofort alle Itemzusatzinformationen erhoben.
(3) Zusaetzliche Hervorhebung besonderer Ereignisse (z.B. Ereignisse, die aus der Sicht des Probanden den Ausbruch einer spezifischen Erkrankung mitbeguenstigt haben).
(4) Verwendung der Muenchner Ereignisliste als Screeninginstrument zur Untersuchung spezifischer Lebensereignisse, zur Erfassung von Coping-Strategien usw. (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 37 ff.).
 

Altersbereiche

Erwachsene.
 

Durchführungszeit

Fuer das Ausfuellen der Liste sind ca. 10 bis 15 Minuten zu veranschlagen, fuer das darauffolgende Gespraech ca. 30 bis 40 Minuten.
 

Material

Muenchner Ereignisliste und Schreibgeraet fuer den Probanden sowie Kodierungsbogen und Schreibgeraet fuer den Testleiter. Die vollstaendige Muenchner Ereignisliste sowie Kodierungsbogen sind enthalten in MAIER-DIEWALD et al. (1983, Anhang A und Anhang C).
 

Instruktion

Dem Probanden wird eine standardisierte Instruktion vorgegeben (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 16).
 

Durchführungsvoraussetzungen

Voraussetzung der Durchfuehrung ist eine sorgfaeltige Instruktion der Probanden. Des weiteren werden fuer die Durchfuehrung des Verfahrens keine besonderen Qualifikationen vorausgesetzt.
 

Testkonstruktion

Um Lebenslaeufe und Lebensveraenderungen sowie Lebensbedingungen und Aspekte des Lebensstils in positiven und negativen, aktuellen und chronischen Lebensereignissen beschreiben zu koennen, wurde die Muenchner Ereignisliste auf der Grundlage bisher in der soziologischen und sozialpsychiatrischen Forschung eingesetzter Checklisten, Frageboegen und halbstrukturierter Interviews sowie unter Beruecksichtigung der fuer diese Instrumente berichteten methodischen Probleme neu konzipiert. Die Auswahl der Ereignisse und Lebensbedingungen orientierte sich insbesondere an der soziologischen Rollentheorie PARSONs.

Faktorenanalytische Voruntersuchungen fuehrten zu den fuenfstufigen Beurteilungsskalen der subjektiven Klassifikation wie zu den beiden Faktoren der objektivierten Ereignisparameter (DEHMEL & WITTCHEN in Vorbereitung; MAIER-DIEWALD & WITTCHEN in Vorbereitung). Fuer die Klassifizierungen der objektivierten Ereignisparameter wurden u.a. folgende Untersuchungen herangezogen: PAYKEL et al. (1969), HAMMEN & MAYOL (1982), FONTANA et al. (1979), ZAUTRA & REICH (1981), SARASON et al. (1978), BROWN (1974), DOHRENWEND & DOHRENWEND (1977), HOLMES & RAHE (1967) usw. (siehe MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 6 f.).
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Aufgrund der Fragebogenform mit gebundener Beantwortung und der schriftlichen Instruktion sowie aufgrund seiner Konzeption als strukturiertes Interview koennen Durchfuehrung und Auswertung als objektiv gelten.
 

Reliabilität

Reliabilitaetsstudien zu Lebensereignisskalen allgemein und zur Muenchner Ereignisliste im speziellen liegen nicht vor. Untersucht wurde aber die Vergessenskurve ueber einen Selbstberichts-Zeitraum von 8 Jahren. Dabei zeigte sich ein statistisch signifikanter Rueckgang der genannten Ereignisse von 32 %, der insbesondere Daten zum Beruf, zur Gesundheit, zu Finanzen und Freizeit/Sozialkontakte betraf, weniger dagegen die Lebensbereiche Ehe/Partnerschaft, Todesfaelle und Wohnung (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 9). Eine Retest-Reliabilitaetsstudie befindet sich in Vorbereitung.
 

Validität

Die inhaltlich-logische Gueltigkeit des Verfahrens ergibt sich aus der Einbeziehung der fuer die Life-event-Forschung relevanten Literatur.

Andere Angaben zur Validitaet liegen nicht vor.
 

Normierung

Keine Angaben.
 

Anwendungsmöglichkeiten

Die Muenchner Ereignisliste "soll eine objektivierte Deskription von Lebenslaeufen und Lebensveraenderungen, die Erfassung von Lebensbedingungen und spezifischen Aspekten des Lebensstils ermoeglichen" (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 3).

Vorteile der Muenchner Ereignisliste liegen insbesondere darin, dass die Komplexitaet von Durchfuehrung und Auswertung und der damit verbundene Zeitaufwand der Fragestellung angepasst werden koennen: Je nachdem koennen mehrjaehrige oder nur wenige Monate umfassende Zeitspannen, subjektive, objektive oder objektivierte Daten, die Beschreibung von Lebensverlaeufen oder ueber ein Screening erhobene Daten Gegenstand der Betrachtung sein (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 14).
 

Bewertung

Mit der Muenchner Ereignisliste koennen kritische Lebensereignisse auf mehreren Ebenen und damit mehrdimensional analysiert werden, waehrend bei vielen anderen Instrumenten nur Haeufigkeiten ausgezaehlt werden. Allerdings liegen keine Daten zur Zuverlaessigkeit und Gueltigkeit der mit dem Instrument erhobenen Daten vor. Ungeklaert bleibt damit das Problem der Datierungsschaerfe, vor allem angesichts der als betraechtlich aufgezeigten Vergessensrate.

"Kausalinterpretationen (...) zeitlicher Zusammenhaenge sind aus methodischen Gruenden (retrospektiver Untersuchungsansatz) und theoretischen Erwaegungen (Ueberwiegen 'moeglicherweise krankheitsabhaengiger' Items, v.a. bei den Lebensbedingungen, zeitliche Trennung von Ursache und Wirkung nicht moeglich) nicht zulaessig" (MAIER-DIEWALD et al. 1983, S. 35 f.). Damit wird allerdings allgemein der wissenschaftliche Wert eines solchen Untersuchungsansatzes in Frage gestellt.
 

Literatur

  • BRAUKMANN, W.; AHAMMER, I.; ANGLEITNER, A.; FILIPP, S.-H.; OLBRICH, E.: Bedeutende Lebensereignisse als subjektive Orientierungspunkte bei der retrospektiven Betrachtung der eigenen Biographie: Ein Forschungsansatz.Unveroeffentlichter Forschungsbericht aus dem E.P.E.-Projekt. Trier: Universitaet 1980.
  • BROWN, G.W.: Meaning, measurement, and stress of life events. In: DOHRENWEND, B.S.; DOHRENWEND, B.P. (eds.): Stressful life events - their nature and effects. New York: Wiley 1974, S. 217 - 243.
  • DEHMEL, S.; WITTCHEN, H.-U.: Anmerkungen zur retrospektiven Erfassung von Lebensereignissen und Lebensbedingungen. Bewerten und Vergessen (in Vorbereitung).
  • DOHRENWEND, B.P.; DOHRENWEND, B.S.: Soziale und kulturelle Einfluesse auf psychopathologische Erscheinungen. In: PETERMANN, F.; SCHMOOTZ, K. (Hrsg.): Grundlagentexte der Klinischen Psychologie, Band 1, Forschungsfragen der Klinischen Psychologie. Bern: Huber 1977.
  • FILIPP, S.H.: Kritische Lebensereignisse. Muenchen: Urban & Schwarzenberg 1981.
  • FONTANA, A.F.; MARCUS, J.L.; HUGHES, L.A.; DOWDS, B.N.: Subjective evaluation of life events. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 1979, 47, 906 - 911.
  • HAMMEN, C.; MAYOL, A.: Depression and cognitive characteristics of stressful life-event types. Journal of Abnormal Psychology, 1982, 91, 165 - 174.
  • HOLMES, T.; RAHE, R.: The Social Readjustment Rating Scale. Journal of Psychosomatic Research, 1967, 11, 213 - 218.
  • MAIER-DIEWALD, W.; WITTCHEN, H.-U.: Die Muenchner Ereignisliste (MEL). Ein Verfahren zur retrospektiven Erfassung von Lebensereignissen und ihrer Bewertung (in Vorbereitung).
  • MAIER-DIEWALD, W.; WITTCHEN, H.-U.; HECHT, H.; WERNER-EILERT, K.: Die Muenchner Ereignisliste (MEL) - Anwendungsmanual - (1). Unveroeffentlichtes Manuskript. Muenchen: Max-Planck-Institut fuer Psychiatrie 1983.
  • PAYKEL, E.S.; DIENELT, M.N.; LINDENTHAL, I.I.: Life events and depression. Archives of General Psychiatry, 1969, 21.
  • SARASON, I.G.; JOHNSON, J.H.; SIEGEL, J.M.: Assessing the impact of life changes: Development of the Life Experiences Survey. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 1978, 46, 932 - 946.
  • SELYE, H.: The stress of life. New York 1956.
  • ZAUTRA, A.; REICH, J.W.: Positive events and quality of life. Evaluation and Program Planning, 1981, 4, 355 - 361.
 

Wichtige neuere Publikationen

  • Kirchmann, H. (2009). Bindung und Depressivität. Längsschnittliche Zusammenhänge zwischen selbsteinschätzungsbasierten Bindungsmerkmalen und depressiven Beschwerden bei stationär-gruppenpsychotherapeutisch behandelten Patienten versus einer nicht-klinischen Vergleichsgruppe. Digitale Dissertation, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften.
 

Rezensionen

  • Westhoff, G. (Hrsg.). (1993). Handbuch psychosozialer Meßinstrumente. Ein Kompendium für epidemiologische und klinische Forschung zu chronischer Krankheit (Testkurzdarstellung MEL Münchner Ereignisliste: S. 539-541). Göttingen: Hogrefe.
 
 Manfred Eberwein (13.04.1989)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Questionnaires; Interviews; Screening Tests; Biographical Data; Clinical Psychology; Adjustment; Marital Relations; Posttreatment Followup; Life Experiences; Housing; Criminal Conviction; Health

Fragebögen; Interviews; Screening Tests; Biographische Angaben; Klinische Psychologie; Anpassung; Partnerbeziehungen; Katamnese; Lebensereignisse; Wohnen; Strafrechtliche Verurteilung; Gesundheit

 weitere Schlagworte:

1983; Life-Event-Forschung; Ereignisparameter; Lebensbedingungen; Lebensbereiche; Ausbildung; Beruf und Haushalt; Schwangerschaft/Kinder; Eltern/Familie; Soziale Kontakte/Freizeitaktivitäten; Todesfälle; Finanzielles
 Klassifikation:

Persönlichkeitstests; Klinische Psychodiagnostik; Persönlichkeitseigenschaften und Persönlichkeitsprozesse
Lebensereignisskalen
9.10
 Anwendungstyp: Research (Tests)
 Art der Publikation: Test; Other Publication (90; 922)
 Sprache: German
 Land: Germany
 Publikationsjahr: 1983
 Änderungsdatum: 201106
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