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Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9006490
 

ASKU - Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala (PSYNDEX Tests Abstract)

 

Self-Efficacy Scale - Short Form/author
Synonym(e): Messinstrument zur Erfassung subjektiver Kompetenzerwartungen

 Beierlein, C., Kovaleva, A., Kemper, C. J. & Rammstedt, B.
 (2012). Ein Messinstrument zur Erfassung subjektiver Kompetenzerwartungen. Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala (ASKU) (Working Papers 2012|17). Mannheim: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.

Online im Internet: https://www.zpid.de/index.php?wahl=products&uwahl=frei&uuwahl=testarchiveintro

 Bezugsquelle: Das Verfahren ist im "Elektronischen Testarchiv" des ZPID enthalten und steht unter der "Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Unported (CC BY-NC-ND 3.0)"-Lizenz (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de); es kann für nichtkommerzielle Forschungs- und Unterrichtszwecke kostenlos eingesetzt werden. ; URL: https://www.zpid.de/index.php?wahl=products&uwahl=frei&uuwahl=userlog ; Stand: 1.5.2016.
Anmerkung: Die Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala ist im Originallayout abgedruckt bei Beierlein, Kovaleva, Kemper und Rammstedt (2012, S. 22). Sie ist außerdem enthalten in der Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen (ZIS) von GESIS (http://zis.gesis.org/).
 Adresse(n): o Prof. Dr. Constanze Beierlein, Hochschule Hamm-Lippstadt, Marker Allee 76-78, D-59063 Hamm ; E-Mail: constanze.beierlein@hshl.de ; URL: http://www.hshl.de/prof-dr-constanze-beierlein ; Stand: 27.12.2015
o Dipl.-Psych. Anastassiya Kovaleva, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Survey Design and Methodology, Quadrat B2,1, D-68159 Mannheim ; E-Mail: anastassiya.kovaleva@gesis.org ; Stand: 28.10.2014
o Dr. Christoph J. Kemper bei PsychAuthors: https://www.zpid.de/psychauthors/index.php?wahl=forschung&uwahl=psychauthors&uuwahl=p00421CK
o Prof. Dr. Beatrice Rammstedt, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Survey Design and Methodology, Quadrat B2,1, D-68159 Mannheim ; E-Mail: Beatrice.Rammstedt@gesis.org ; URL: http://www.gesis.org/das-institut/mitarbeiterverzeichnis/?alpha=R&name=beatrice%2Crammstedt ; Stand: 28.10.2014
o Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen (ZIS), GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften e.V., Postfach 122155, D-68072 Mannheim ; E-Mail: zis@gesis.org ; URL: http://zis.gesis.org/ ; Stand: 1.11.2016
 WWW-Informationen:
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Die Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala (ASKU; Beierlein, Kovaleva, Kemper & Rammstedt, 2012) ist ein Selbstbeurteilungsinstrument zur ökonomischen Messung subjektiver Kompetenzerwartungen. Die Skala wurde entwickelt, um eine ökonomische Messung des psychologischen Merkmals allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen zu ermöglichen, ohne dabei auf eine reliable und valide Erfassung verzichten zu müssen.


Aufbau:
Die ASKU enthält drei Items, die auf einer fünfstufigen Ratingskala mit den Kategorienbezeichnungen "trifft gar nicht zu" (1), "trifft wenig zu" (2), "trifft etwas zu" (3), "trifft ziemlich zu" (4) und "trifft voll und ganz zu" (5) beantwortet werden können. Die Werte auf den drei Items werden zu einem Skalenwert aggregiert, der die Ausprägung einer Person in dem Merkmal der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung angibt.


Grundlagen und Konstruktion:
Die ASKU wurde auf Basis der Klassischen Testtheorie konstruiert. Ausgangspunkt waren die Items der Skala zur allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung von Jerusalem und Schwarzer (1999). Die ASKU erfasst die subjektive Einschätzung eigener Kompetenzen, allgemeine Schwierigkeiten und Probleme im Leben bewältigen zu können. Auf Grundlage dieser Definition wurden mit Hilfe von Expertenreviews drei Items ausgewählt. Diese wurden in einem kognitiven Pretest für die anvisierte Zielgruppe, deutschsprachige volljährige Befragte, optimiert. Die Güte der drei ausgewählten Items wurde schließlich in drei umfangreichen alters-, geschlechts- und bildungsheterogenen Stichproben überprüft.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Reliabilität: Die Reliabilität der ASKU wurde anhand des Koeffizienten Omega von McDonald (1999, S. 90) ermittelt. Die Interpretation der Höhe von McDonalds Omega entspricht der Interpretation des bekannteren, aber weniger geeigneten Cronbachs Alpha. Die Reliabilität der ASKU variierte in den drei Stichproben zwischen Omega = .81 und Omega = .86. Dies entspricht einer für Gruppenuntersuchungen ausreichenden Reliabilität.
Validität: Die faktorielle Struktur sowie die theoretisch erwarteten Beziehungen der ASKU zu verschiedenen Validitätskriterien wurden anhand dreier Stichproben empirisch überprüft. Die Analysen zur faktoriellen Validität untermauern die Annahme einer einfaktoriellen Struktur der Kurzskala. Dieses Ergebnis ist mit Befunden aus der Fachliteratur vereinbar. Weiterhin spiegeln die empirischen Validitätskoeffizienten die aus der psychologischen Literatur bekannten Beziehungen des Konstrukts angemessen wider: Die höchste Korrelation zeigte die ASKU erwartungsgemäß mit dem alternativen Maß für das Konstrukt allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung, der SWE von Schwarzer und Jerusalem (1999) auf (r = .75). Theoriekonform zeigten sich darüber hinaus positive Beziehungen zu den psychologischen Variablen Selbstwert (r = .55), internale Kontrollüberzeugung (r = .73 und .62), globale Lebenszufriedenheit (r = .34-.49), Optimismus (r = .43-.49) sowie zu den Persönlichkeitsmerkmalen Neurotizismus (r = -.31 bis -.44) und Extraversion (r = .23-.37) aus dem Fünf-Faktoren-Modell. Moderate Effekte finden sich zu mehreren soziodemographischen und sozioökonomischen Maßen, z. B. zu Indikatoren der physischen und psychischen Gesundheit (r = -.25 und -.29). Von besonderem Interesse für die sozialwissenschaftliche Forschung dürften dabei die Zusammenhänge der ASKU mit dem persönlichen Nettoeinkommen und der Bildung einer befragten Person sein. Hier weist die ASKU zwar geringe aber dennoch substantielle Effekte auf (r = .24-.27). Mit Alter und Geschlecht korreliert die ASKU hingegen nur unwesentlich.
Normen: Es liegen Referenzwerte (Mittelwerte und Standardabweichungen) getrennt nach Geschlecht, Altersgruppe (drei Altersgruppen: 18-35 Jahre, 36-65 Jahre, > 65 Jahre) und Bildungsstand vor, die 2010 an N = 1 134 Personen gewonnen wurden (Beierlein et al., 2012, S. 8, S. 21).
Item 1: M = 4.05 (SD = 0.87);
Item 2: M = 4.04 (SD = 0.81);
Item 3: M = 3.88 (SD = 0.90);
Skalenwert: M = 4.00 (SD = 0.74).

 

Altersbereiche

Das Verfahren wurde bei Personen angewendet, die 18 Jahre und älter waren.
 

Durchführungszeit

Die Durchführungsdauer beträgt weniger als eine Minute.
 

Bewertung

Die Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala (ASKU; Beierlein, Kovaleva, Kemper & Rammstedt, 2012) ist ein ökonomisches Instrument zur Erfassung individueller Kompetenzerwartungen, mit Schwierigkeiten und Hindernissen im täglichen Leben umgehen zu können. Die Validierungsuntersuchungen haben gezeigt, dass die ASKU eine reliable und valide Messung des Konstrukts erlaubt. Die Retestreliabilität weist auf einen moderaten Zusammenhang zwischen zwei Messungen im 6-Wochen-Intervall hin. Dies deutet darauf hin, dass die mittels der ASKU gemessenen allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartungen durch kontextuelle bzw. zeitliche Unterschiede beeinflusst werden können. Eine höhere Stabilität ist dagegen zu erwarten, wenn spezifische Selbstwirksamkeitserwartungen (d. h. für spezifische Handlungsfelder) erfasst werden (Bandura, 1997). Die interne Konsistenz erreichte eine zufriedenstellende Höhe. Gegenüber der von Jerusalem und Schwarzer (1999) vorgelegten Allgemeinen Selbstwirksamkeit-Skala mit 10 Items zeigten sich nur geringe Reliabilitätseinbußen. Zudem konnte die Eindimensionalität der ASKU empirisch untermauert werden. Schließlich konnten die konvergente und diskriminante Validität anhand diverser Stichproben gesichert werden. Die ASKU korreliert moderat bis hoch mit einem alternativen Maß für das Konstrukt, mit der internalen Kontrollüberzeugung, den globalen Persönlichkeitsdimensionen Extraversion und Gewissenhaftigkeit, der allgemeinen Lebenszufriedenheit sowie dem Selbstwert. Negative Zusammenhänge zeigte die ASKU erwartungsgemäß mit dem Persönlichkeitsmerkmal Neurotizismus sowie subjektiven psychischen und physischen Beeinträchtigungen. Darüber hinaus zeigten sich charakteristische Unterschiede in der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung zwischen verschiedenen Bildungs- und Altersgruppen. Die berichteten Belege zur Güte der ASKU legen nahe, dass die Skala eine reliable, valide und ökonomische Erfassung von subjektiven Kompetenzerwartungen in der sozialwissenschaftlichen Forschung erlaubt. Aufgrund ihrer hohen Ökonomie ist sie insbesondere für Untersuchungen geeignet, die starken zeitlichen oder monetären Restriktionen unterliegen. Dies gilt zum Beispiel für sozialwissenschaftliche Bevölkerungsumfragen und Onlinestudien.
 

Literatur

  • Bandura, A. (1997). Self-efficacy: The exercise of control. New York: Freeman.
  • Beierlein, C., Kovaleva, A., Kemper, C. J. & Rammstedt, B. (2012). Ein Messinstrument zur Erfassung subjektiver Kompetenzerwartungen. Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala (ASKU) (Working Papers 2012|17). Mannheim: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
  • Jerusalem, M. & Schwarzer, R. (1999). Skala zur allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung. Skalen zur Erfassung von Lehrer-und Schülermerkmalen. Dokumentation der psychometrischen Verfahren im Rahmen der Wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs Selbstwirksame Schulen. Berlin: Freie Universität Berlin.
  • McDonald, R. P. (1999). Test theory: A unified treatment. Mahwah: Erlbaum.
 

Wichtige neuere Publikationen

  • Beierlein, C., Kovaleva, A., Kemper, C. J. & Rammstedt, B. (2014). Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala (ASKU). In D. Danner & A. Glöckner-Rist (Hrsg.), Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen. Mannheim: GESIS. (DOI: 10.6102/zis35)
  • Beierlein, C. & Lázló, Z. (2014). ASKU. Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala. In C.J. Kemper, E. Brähler & M. Zenger (Hrsg.), Psychologische und sozialwissenschaftliche Kurzskalen. Standardisierte Erhebungsinstrumente für Wissenschaft und Praxis (S. 19-22). Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
 
 Autorenbeschreibung: Constanze Beierlein, Anastassyia Kovaleva, Christoph J. Kemper & Beatrice Rammstedt (03.04.2012)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Classical Test Theory; Questionnaires; Test Norms; Rating Scales; Personality Measures; Self-Efficacy; Competence

Klassische Testtheorie; Fragebögen; Testnormen; Rating-Skalen; Persönlichkeitstests; Selbstwirksamkeit; Kompetenz

 weitere Schlagworte:

2012; Open Access; ZIS; GESIS; 3 Items; ab 18 Jahre; Normierungsjahr: 2010; Normstichprobe: 1134
 Klassifikation:

Persönlichkeitstests; Persönlichkeitseigenschaften und Persönlichkeitsprozesse
Sonstige Persönlichkeitsverfahren
9.99
 Anwendungstyp: Research (Tests)
 Art der Publikation: Test; Electronic Resources (90; 94)
 Sprache: German
 Übersetzungen: English
 Land: Germany
 Publikationsjahr: 2012
 Änderungsdatum: 201701
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