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Political Efficacy Kurzskala

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9006492
 

PEKS - Political Efficacy Kurzskala (PSYNDEX Tests Abstract)

 

Political Efficacy - Short Scale/author

 Beierlein, C., Kemper, C. J., Kovaleva, A. & Rammstedt, B.
 (2012). Ein Messinstrument zur Erfassung politischer Kompetenz- und Einflussüberzeugungen. Political Efficacy Kurzskala (PEKS) (Working Papers 2012|18). Mannheim: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.

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 Bezugsquelle: Das Verfahren ist im "Elektronischen Testarchiv" des ZPID enthalten und steht unter der "Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Unported (CC BY-NC-ND 3.0)"-Lizenz (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de); es kann für nichtkommerzielle Forschungs- und Unterrichtszwecke kostenlos eingesetzt werden. ; URL: https://www.zpid.de/index.php?wahl=products&uwahl=frei&uuwahl=userlog ; Stand: 1.5.2016.
Anmerkung: Die Political Efficacy Kurzskala ist im Originallayout abgedruckt bei Beierlein, Kemper, Kovaleva und Rammstedt (2012, S. 22; PEKS English version S. 23). Sie ist außerdem enthalten in der Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen (ZIS) von GESIS (http://zis.gesis.org/).
 Adresse(n): o Prof. Dr. Constanze Beierlein, Hochschule Hamm-Lippstadt, Marker Allee 76-78, D-59063 Hamm ; E-Mail: constanze.beierlein@hshl.de ; URL: http://www.hshl.de/prof-dr-constanze-beierlein ; Stand: 27.12.2015
o Dipl.-Psych. Anastassiya Kovaleva, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Survey Design and Methodology, Quadrat B2,1, D-68159 Mannheim ; E-Mail: anastassiya.kovaleva@gesis.org ; Stand: 28.10.2014
o Dr. Christoph J. Kemper bei PsychAuthors: https://www.zpid.de/psychauthors/index.php?wahl=forschung&uwahl=psychauthors&uuwahl=p00421CK
o Prof. Dr. Beatrice Rammstedt, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Survey Design and Methodology, Quadrat B2,1, D-68159 Mannheim ; E-Mail: Beatrice.Rammstedt@gesis.org ; URL: http://www.gesis.org/das-institut/mitarbeiterverzeichnis/?alpha=R&name=beatrice%2Crammstedt ; Stand: 28.10.2014
o Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen (ZIS), GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften e.V., Postfach 122155, D-68072 Mannheim ; E-Mail: zis@gesis.org ; URL: http://zis.gesis.org/ ; Stand: 1.11.2016
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Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Die Political Efficacy Kurzskala (PEKS; Beierlein, Kemper, Kovaleva & Rammstedt, 2012) ist ein Selbstbeurteilungsinstrument zur Erfassung individueller politischer Kompetenz- und Einflusserwartungen. Die Skala wurde entwickelt, um eine ökonomische Messung der beiden Überzeugungen der Political Efficacy in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen zu ermöglichen, ohne dabei auf eine reliable und valide Erfassung verzichten zu müssen.


Aufbau:
Die PEKS enthält jeweils zwei Items zur Erfassung der Internal Political Efficacy sowie der External Political Efficacy. Die Items sind auf einer fünfstufigen Skala zu beurteilen. Die Werte auf den beiden Items der jeweiligen Skala werden zu zwei separaten Skalenwerten aggregiert. Diese Skalenwerte geben die Ausprägung einer Person bezüglich der Internal bzw. der External Political Efficacy an.


Grundlagen und Konstruktion:
Die PEKS wurde auf Basis von Items aus mehreren Bevölkerungsumfragen entwickelt (z. B. Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften ALLBUS, 2004; Andreß et al., 2004; International Social Survey Programme ISSP, 2006; ISSP Research Group, 2008; Vetter, 1997). Die beiden Skalen der PEKS erfassen die beiden zwei theoretisch voneinander abgrenzbaren Überzeugungen, welche in der Literatur unter dem Begriff Political Efficacy zusammengefasst werden. Internal Political Efficacy bezieht sich auf die subjektive Überzeugung der Person, politische Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben und politische Sachverhalte verstehen zu können. External Political Efficacy spiegelt die wahrgenommene Responsivität des politischen Systems bzw. der politischen Amtsinhaber für die Belange der Bürger wieder. Ziel der Itemselektion war die Konstruktion einer ökonomischen Kurzskala mit maximaler Inhaltsvalidität und hoher diskriminanter Validität.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Reliabilität: Die Reliabilität der PEKS wurde anhand des Koeffizienten von McDonald (1999, S. 90) ermittelt. Die Interpretation der Höhe von McDonalds Omega ist äquivalent zur Interpretation des bekannteren aber weniger geeigneten Cronbachs Alpha. Die Reliabilität der Skala Internal Political Efficacy der PEKS variierte in den zugrunde gelegten Stichproben zwischen Omega = .83 und Omega = .92. Die Reliabilität der Skala External Political Efficacy erreichte Werte von Omega = .69 und Omega = .72. Dies entspricht einer für Gruppenuntersuchungen ausreichenden Reliabilität. Die Retestreliabilität der Skala Internal Political Efficacy lag deutlich über der Retestreliabilität der External Political Efficacy.
Validität: Die theoretisch erwarteten Beziehungen der PEKS zu verschiedenen Validitätskriterien wurden anhand zweier Stichproben empirisch überprüft. Die Ergebnisse spiegeln die aus der psychologischen und politikwissenschaftlichen Literatur bekannten Beziehungen der Political Efficacy angemessen wider: Die höchste Korrelation zeigte die Internal Political Efficacy der PEKS erwartungsgemäß mit Maßen des politischen Interesses (r = .69), der politischen Partizipation (r = .48), der allgemeinen Selbstwirksamkeit (r = 45) sowie der internalen Kontrollüberzeugung (r = .41). Theoriekonform zeigten sich bei der External Political Efficacy positive Beziehungen zum Vertrauen in politische Institutionen. Moderate Effekte finden sich bezüglich mehrerer soziodemographischer und sozioökonomischer Maßen, z. B. zum Bildungsstand sowie zum Geschlecht. Von besonderem Interesse für die sozialwissenschaftliche Forschung dürfte neben der Beziehung zu den Partizipationsvariablen auch der Zusammenhang der Internal Political Efficacy mit dem persönlichen Nettoeinkommen einer befragten Person sein. Hier weist die PEKS moderate substantielle Effekte auf (r = .30). Mit dem Alter korreliert die PEKS hingegen nicht konsistent über die Studien.
Normen: Es liegen Referenzwerte (Mittelwerte und Standardabweichungen) getrennt nach Geschlecht, Altersgruppe (drei Altersgruppen: 18-35 Jahre; 36-65 Jahre; > 65 Jahre) und Bildungsstand vor, die an N = 1 134 Personen gewonnen wurden (Beierlein et al., 2012, S. 7, S. 21). Auch aus einer Untersuchung mit N = 539 Probanden liegen Mittelwerte und Standardabweichungen vor (S. 18, Tabelle 1 und 2). Der Skalenmittelwert für die Skala Internal Political Efficacy liegt bei M = 3.24 (SD = 1.03) und für External Political Efficacy bei M = 1.74 (SD = 0.79).

 

Altersbereiche

Das Verfahren eignet sich für Personen ab einem Alter von 18 Jahren.
 

Durchführungszeit

Die Durchführung nimmt ca. eine Minute in Anspruch.
 

Bewertung

Die PEKS (Beierlein, Kemper, Kovaleva & Rammstedt, 2014) ist ein ökonomisches Instrument zur Erfassung politischer Kompetenz- und Einflusserwartungen im politischen Bereich. Die Validierungsuntersuchungen haben gezeigt, dass die PEKS eine reliable und valide Messung der Internal und der External Political Efficacy erlaubt. Die Retestreliabilität weist insbesondere bei der Internal Political Efficacy auf eine hinreichende Stabilität der Messung hin. Für die External Political Efficacy zeigte sich jedoch lediglich ein moderater Zusammenhang zwischen zwei Messungen in einem sechswöchigen Intervall. Dies deutet darauf hin, dass die External Political Efficacy stärker durch situative Effekte, z. B. aktuelle Ereignisse in der Politik, beeinflusst werden kann und spricht nicht gegen die Reliabilität der Skala. Hinweise früherer empirischer Studien untermauern die Annahme, dass die wahrgenommenen Einflussmöglichkeiten auf das politische System stärker mit der Zeit variieren (Aish & Jöreskog, 1990; Finkel, 1985). Schließlich konnte die Konstruktvalidität anhand diverser Stichproben gesichert werden. Die beiden Skalen der PEKS korrelieren moderat bis hoch mit dem politischen Interesse, der politischen Partizipation und dem Vertrauen in politische Institutionen. Darüber hinaus zeigten sich charakteristische Beziehungen zu psychologischen Konstrukten wie der allgemeinen Selbstwirksamkeit, Extraversion, Offenheit und dem zwischenmenschlichen Vertrauen. Die PEKS ist demzufolge zur reliablen und validen Erfassung von subjektiven politischen Kompetenz- und Einflusserwartungen in der psychologischen und politikwissenschaftlichen Forschung einsetzbar. Aufgrund ihrer hohen Ökonomie ist sie insbesondere für Untersuchungen geeignet, die starken zeitlichen oder monetären Restriktionen unterliegen. Dies gilt zum Beispiel für sozialwissenschaftliche Bevölkerungsumfragen und Onlinestudien.
 

Literatur

  • Aish, A. M. & Jöreskog, K. G. (1990). A panel model for political efficacy and responsiveness: An application of LISREL7 with weighted least squares. Quality and Quantity, 24, 405-426.
  • Andreß, H.-J., Meulemann, H., Diekmann, A., Feger, H., Huinink, J., Schmitt-Beck, R. & Solga, H. (2004). Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften ALLBUS 2004 (ZA 3762).
  • Beierlein, C., Kemper, C. J., Kovaleva, A. & Rammstedt, B. (2012). Ein Messinstrument zur Erfassung politischer Kompetenz- und Einflussüberzeugungen. Political Efficacy Kurzskala (PEKS) (Working Papers 2012|18). Mannheim: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
  • Finkel, S. E. (1985). Reciprocal effects of participation and political efficacy: A panel analysis. American Journal of Political Science, 29, 891-913.
  • ISSP Research Group. (2008). International Social Survey Programme 2006: Role of Government IV (ISSP 2006). GESIS Datenarchiv, Köln. ZA4700 Datenfile Version 1.0.0.
  • McDonald, R. P. (1999). Test theory: A unified treatment. Mahwah: Erlbaum.
  • Vetter, A. (1997). Political Efficacy: Alte und neue Meßmodelle im Vergleich. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 49, 53-73.
 

Wichtige neuere Publikationen

  • Beierlein, C., Kemper, C. J., Kovaleva, A. & Rammstedt, B. (2014). Political Efficacy Kurzskala (PEKS). In D. Danner & A. Glöckner-Rist (Hrsg.), Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen. Mannheim: GESIS. (DOI: 10.6102/zis34)
 
 Autorenbeschreibung: Constanze Beierlein, Christoph J. Kemper, Anastassyia Kovaleva & Beatrice Rammstedt (04.04.2012)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Classical Test Theory; Questionnaires; Surveys; Test Norms; Rating Scales; Attitude Measures; Political Attitudes; Political Participation; Self-Perception; Self-Efficacy

Klassische Testtheorie; Fragebögen; Umfragen; Testnormen; Rating-Skalen; Einstellungstests; Politische Einstellungen; Politische Partizipation; Selbstwahrnehmung; Selbstwirksamkeit

 weitere Schlagworte:

2012; Open Access; ZIS; ALLBUS; ISSP; GESIS; 4 Items; ab 18 Jahre; Subskalen: 1 Internal Political Efficacy, 2 External Political Efficacy; Normierungsjahr: keine Angaben; Normstichprobe: 1134+539
 Klassifikation:

Persönlichkeitstests; Persönlichkeitseigenschaften und Persönlichkeitsprozesse; Politik
Selbstkonzept- und Selbstbildskalen; Tests für politische Einstellungen
9.9; 7.6.3
 Anwendungstyp: Research (Tests)
 Art der Publikation: Test; Electronic Resources (90; 94)
 Sprache: German
 Übersetzungen: English
 Land: Germany
 Publikationsjahr: 2012
 Änderungsdatum: 201701
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