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Motoriktest für vier- bis sechsjährige Kinder (3., überarbeitete und neu normierte Auflage 2016)

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9006999
 

MOT 4-6 (2016) - Motoriktest für vier- bis sechsjährige Kinder (3., überarbeitete und neu normierte Auflage 2016) (PSYNDEX Tests Review)

 

Motor Test for 4- to 6-Year-Old Children /zpid
Synonym(e): MT 4-6

 Zimmer, R.
 (2016). MOT 4-6. Motoriktest für 4- bis 6-jährige Kinder (3., überarbeitete und neu normierte Auflage) [Testbox mit Manual, 2 Instruktionsheften, 40 Protokollbögen und Koffer mit den Testmaterialien/Testgeräten]. Göttingen: Hogrefe.

Preis: 628,00 Euro (Test komplett mit allen Materialien im Koffer; Stand: 26.4.2017)

 Bezugsquelle: Testzentrale Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, Herbert-Quandt-Straße 4, D-37081 Göttingen ; E-Mail: testzentrale@hogrefe.de ; URL: http://www.testzentrale.de/ ; Stand: 1.5.2016.
 Adresse(n): o Prof. Dr. Renate Zimmer, Universität Osnabrück, Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften, Jahnstraße 75, D-49080 Osnabrück ; E-Mail: renate.zimmer@uos.de ; URL: http://www.renatezimmer.de/ ; Stand: 29.01.2016
 WWW-Informationen:
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Der MOT 4-6 erfasst die motorischen Fähigkeiten von Kleinkindern. Er wird als Diagnosehilfe in der (heil)pädagogischen, klinischen und medizinischen Praxis eingesetzt. Auch Physio- und Ergotherapeuten wenden den Test an. Er kann auch bei Fragen bzgl. der Schulfähigkeit, bei Entwicklungsauffälligkeiten oder Beeinträchtigungen sowie in der Forschung eingesetzt werden.


Aufbau:
Der Entwicklungstest umfasst mit 17 Testaufgaben sieben motorische Kompetenzdimensionen: (1) Gesamtkörperliche Gewandtheit und Koordinationsfähigkeit, (2) Feinmotorische Geschicklichkeit, (3) Gleichgewichtsvermögen, (4) Reaktionsfähigkeit, (5) Sprungkraft, (6) Bewegungsgeschwindigkeit und (7) Bewegungssteuerung. Eine Aufwärmaufgabe wird vor der eigentlichen Testung bearbeitet.


Grundlagen und Konstruktion:
Der MOT 4-6 wurde nach den Prinzipien der Klassischen Testtheorie entwickelt. Eine Grundlage für die Itembildung stellte die kindzentrierte psychomotorische Methode von Zimmer (2012) dar sowie die Auffassung, dass kindliche Kompetenzen kontextsensibel sind. Die Testaufgaben wurden aus der Fachliteratur oder aus bestehenden Verfahren entnommen und modifiziert. Die erste Auflage (Zimmer & Volkamer, 1984) wurde 1981 an N = 301 Kleinkindern normiert und auf Schwierigkeits- und Trennschärfeindices hin überprüft. Für die 2. Auflage (Zimmer & Volkamer, 1987) wurde die Normstichprobe erweitert und es wurden Normen für Halbjahresstufen vorgelegt. Die Testaufgaben und ihre Bewertungskriterien blieben unverändert. Aufgrund der veralteten Normen wurden mit der 3., überarbeiteten und neu normierten Auflage des MOT 4-6 aktuelle Normtabellen veröffentlicht, ohne die Testaufgaben und ihre Bewertungskriterien zu verändern. Ein separates Instruktionsheft vereinfacht die Durchführung. Das Heft beinhaltet z. T. neue Aufgabenbezeichnungen, präzisere Bewertungskriterien und bietet nun "Hinweise zur Beobachtung" an. Außerdem werden zu jeder Aufgabe die zu erfassenden Kompetenzbereiche genannt. Schließlich wurde der Protokollbogen stark erweitert. Für alle Aufgaben wurden Schwierigkeits- und Trennschärfeindices ermittelt. Die mittlere Itemschwierigkeit liegt zwischen p = .17 und .75 und die korrigierten Trennschärfen bewegen sich zwischen rit = .17 und .60.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Reliabilität: Für die ältere Auflage beträgt die Retestreliabilität bei einem Zeitabstand von 4 Wochen rtt = .85, die Split-half-Reliabilität erreicht einen Koeffizienten von r = .80. Eine Untersuchung an n = 39 Kindern ließ keinen signifikanten Einfluss von Übungs-, Wiederholungs- oder Verstärkungseffekten erkennen. Signifikante Unterschiede zeigten sich jedoch bei einer Testwiederholung nach zwei Wochen und gleichzeitiger besonders intensiver Verstärkung. Für die aktuelle Auflage beträgt die Interne Konsistenz Cronbachs Alpha = .81 (Gesamtskala) bzw. Alpha = .63 bis .80 (sechs Altersgruppen). Andere Autoren berichten Alpha-Koeffizienten zwischen Alpha = .78 und Alpha = .86.
Validität: Eine explorative Faktorenanalyse ergab eine Zweifaktorenlösung (Faktor "Top-down"/Innensteuerung und "Bottom-up"/Kontextsensibilität). Belege für die konvergente und divergente Validität des MOT 4-6 betreffen die Korrelation mit der "Grammatik"-Skala des SELDAK (Zusammenhang mit der Top-down-Skala r = .25 und mit dem Gesamtwert des MOT 4-6 r = .21). Die Bottom-up-Skala und die Skala "Sozial-emotionale Kompetenzen" des VBV 3-6-ER korrelieren zu r = .21. Die Skala "Aufmerksamkeitsdefizite und Hyperaktivität vs. Spielausdauer" des VBV 3-6-ER korreliert negativ mit der Top-down-Skala, der Bottom-up-Skala sowie dem Gesamttestwert (r = -.26, -.33, -.34).
Normen: Die Neunormierung fand im Jahre 2012 an N = 2 044 in Deutschland lebenden Kindern statt. Es liegen Normen (Prozentränge, Motorikquotienten, T- und C-Werten, Staninewerte) für sechs halbjahresgestufte Altersgruppen vor (4;0-4;5, 4;6-4;11, 5;0-5;5, 5;6-5;11, 6;0-6;5, 6;6-6;11 Jahre). Eine Klassifikation der Rohwerte/Normwerte in die Kategorien "sehr gut", "überdurchschnittlich", "durchschnittlich", "unterdurchschnittlich" und "auffällig" ist möglich.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Der von Zimmer (2016) überarbeitete und neunormierte Motoriktest für 4- bis 6-jährige Kinder (MOT 4-6) erfasst die motorischen Kompetenzen von Kleinkindern.
Nach Ettrich (2000) sind Entwicklungen im Kindesalter chronologisch, nicht umkehrbar, unidirektional, bei allen Kindern ähnlich und qualitativ struktureller Art. Die Motorik spielt insbesondere in den ersten Lebensjahren eine wichtige Rolle. Sie verschafft den Draht zur Umwelt und begünstigt das Explorationsverhalten. Defizite in der Motorik wirken dem entgegen. Sie schränken die Erfahrungsmöglichkeiten ein, was sich wiederum auf die anderen Entwicklungsbereiche negativ auswirkt (Zimmer, 2016, S. 6-8). Mechling (1987) unterscheidet im Bereich der Sportmotorik konditionelle und koordinative Fähigkeiten. Koordinative Fähigkeiten als motorische Grundlage werden im Vorschulalter gebraucht. Sie sind mit neuronalen Entwicklungsprozessen vernetzt. Diese bestimmen die Qualität und Komplexität der motorischen Erfahrungen. Konditionelle Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer und Tempo bestimmen die motorischen Fähigkeiten im Jugend- und Erwachsenenalter (Zimmer, 2016, S. 15).
Zur frühen Diagnose von motorischen Entwicklungsrückständen liegt nun die 2., überarbeitete und erweiterte Auflage des MOT 4-6 vor, welcher bisher als einziger entsprechender Test speziell für die Altersspanne von vier bis sechs Jahren entwickelt wurde (Zimmer, 2016; Zimmer & Volkamer, 1984, 1987).
 

Testaufbau

Der MOT 4-6 umfasst mit 17 Testaufgaben sieben motorische Kompetenzdimensionen (Zimmer, 2016, S. 19). Diese sind:
(1) Gesamtkörperliche Gewandtheit und Koordinationsfähigkeit (Items 7, 11, 14, 16, 18);
(2) Feinmotorische Geschicklichkeit (Items 3, 4, 10);
(3) Gleichgewichtsvermögen (Items 2, 8, 12, 17, 18);
(4) Reaktionsfähigkeit (Items 6, 13);
(5) Sprungkraft (Items 15, 18);
(6) Bewegungsgeschwindigkeit (Items 3, 5, 7);
(7) Bewegungssteuerung (Items 9, 10).
Eine Aufwärmaufgabe (Item 1 "Sprung in einen Reifen") wird vor der eigentlichen Testung bearbeitet (Zimmer, 2016, S. 19; siehe Instruktionsheft, S. 4).
 

Auswertungsmodus

Jede Aufgabe wird zweimal durchgeführt. Die maximale Punktzahl für jede Aufgabe beträgt 2 Punkte (= zweimal erfolgreich ausgeführte Aufgabe). Wird sie einmal erfolgreich ausgeführt, erhält der Proband 1 Punkt. Wird die Aufgabe kein einziges Mal erfolgreich ausgeführt, werden 0 Punkte vergeben. Der erreichte Wert wird nach Beendigung der Aufgabe im Protokollbogen angekreuzt und zusätzlich in einer weiteren Spalte für das spätere Aufsummieren eingetragen. Der Rohwert (max. 34 Punkte) wird aufaddiert und in Standardwerte (Prozentrang, Motorikquotienten MQ, T-Wert, C-Wert, Staninewerte) umgewandelt. Voraussetzung für das Errechnen eines Standardwertes ist das Einhalten der vorgegebenen Reihenfolge sowie die vollständige Ausführung der Aufgabe.
Neben der quantitativen Auswertung erfolgt auch eine qualitative Bewertung der Motorikfähigkeiten. Eine gesonderte Spalte auf dem Protokollbogen erlaubt "Besonderheiten in der Ausführung" zu notieren (Zimmer, 2016, S. 19-20). Im Instruktionsheft wird zudem angegeben, auf welches motorische Verhalten geachtet werden muss.
 

Auswertungshilfen

Das Instruktionsheft ist eine Durchführungs-, Auswertungs- und Interpretationshilfe. Die Abbildungen (jede Seite stellt eine Aufgabe dar) und die klare Unterteilung der Schritte (Instruktion, Durchführungshinweise, Bewertungskriterien, Beobachtungshilfen, Kompetenzbereiche) vereinfachen die Aufgabendurchführung und ihre Auswertung. Daneben gibt es als weitere Auswertungshilfen den Protokollbogen; im Manual (Zimmer, 2016) liegen Normtabellen (S. 48-53), Auswertungs- und Interpretationshinweise (S. 38-40) sowie ein Fallbeispiel (S. 41-47) vor. Eine Einordnung des MQ/T-Werts in fünf Klassifikationsstufen (sehr gut vs. überdurchschnittlich vs. durchschnittlich vs. unterdurchschnittlich vs. auffällig; S. 40) vereinfacht die Interpretation der Ergebnisse.
 

Auswertungszeit

Die Auswertung verläuft zum Teil parallel zur Testung (mind. 20-25 Min., siehe unter "Durchführungszeit"). Die Summenberechnung und das Ablesen der Standardwerte in den Normtabellen sowie ihre Zuordnung zu den fünf Klassifikationsstufen benötigen nur wenige Minuten.
 

Itembeispiele

Im Folgenden sind die Kurzbezeichnungen aller Items aufgeführt.
(1) Sprung in einen Reifen (Aufwärmaufgabe)
(2) Balancieren vorwärts
(3) Punktieren (Tapping)
(4) Mit den Zehen Tuch aufgreifen
(5) Seil seitlich überspringen
(6) Stab auffangen
(7) Wendelauf mit Bällen
(8) Balancieren rückwärts
(9) Zielwurf
(10) Streichhölzer einsammeln
(11) Durch einen Reifen winden
(12) Einbeiniger Sprung in einen Reifen
(13) Wurfring auffangen
(14) Hampelmannsprung
(15) Sprung über ein Seil
(16) Rollen um die Längsachse
(17) Aufstehen und Setzen mit Halten eines Balles
(18) Drehsprung.

Als Beispiel folgt im Folgenden die Darstellung der Aufwärmaufgabe (siehe Instruktionsheft, S. 4):
(1) Sprung in einen Reifen
Material: 1 Gymnastikreifen
Beschreibung: "Das Kind soll aus dem Stand beidbeinig in einen auf dem Boden liegenden Reifen hinein- und gleich wieder herausspringen, ohne ihn zu berühren. Beide Sprünge sollen in derselben Richtung durchgeführt werden."
Instruktion: "Kannst du mit beiden Füßen gleichzeitig in den Reifen- und dann sofort auf der anderen Seite wieder herausspringen? Dabei sollst du den Reifen nicht mit den Füßen berühren."
Hinweise zur Durchführung: "Da diese Aufgabe eine 'Aufwärmaufgabe' zum vertraut werden mit der Testsituation darstellt, sollten Sie sie mit dem Kommentar versehen: 'Siehst du, das war jetzt eine der Aufgaben, die wir ausprobieren wollen. Die hast du schon geschafft. Wollen wir mal sehen, welche Aufgaben es denn noch gibt'."
Bewertung: "Die Aufgabe wird nicht bewertet, sie dient der Eingewöhnung des Kindes in die Testsituation."
Hinweise zur Beobachtung: "Wie ist das Aufgabenverständnis des Kindes?
Wie geht es mit der konkreten Aufforderung um?
Kann es die beiden Sprünge flüssig miteinander verbinden?"
 

Durchführung

 

Testformen

Der MOT 4-6 ist als Einzeltest konzipiert. Bei Einhaltung der standardisierten Durchführung ist die parallele Testung von zwei Kindern möglich (Zimmer, 2016, S. 18). Eine Testung mit vier Kindern ergab Schwierigkeiten in den Durchführungsbedingungen (S. 36).
 

Altersbereiche

Der MOT 4-6 ist für Kleinkinder im Alter von 4;0 bis 6;11 Jahren konzipiert worden.
 

Durchführungszeit

Die Durchführung dauert mindestens 20 bis 25 Minuten bei geübten Testleitern, wenn die Testgeräte bereits aufgestellt sind. Die Vorbereitung der Testsituation (Aufstellen der Testgeräte) benötigt weitere 20 bis 25 Minuten (Zimmer, 2016, S. 17, S. 36).
 

Material

Zu den Materialien zählt die Testbox mit einem Manual, zwei Instruktionsheften, 40 Protokollbögen, die alle auch separat erhältlich sind. Zudem enthält das Verfahren einen Koffer mit den Materialien. Für die Durchführung werden ein Stuhl, ein Tisch, eine Stoppuhr bzw. eine Uhr mit Sekundenzeiger, eine dünne Matte und bei Kleinkindern eine Sitzbank bzw. ein kleiner Turnkasten benötigt.

Materialliste Testbox (Stand November 2016):
- Manual (Artikelnummer 0408202)
- 2 Instruktionshefte
- 40 Protokollbögen (Artikelnummer 0408203).

Materialliste Koffer:
- 1 Gymnastikreifen (70 cm Durchmesser)
- 1 Balancierstreifen (2 m lang x 10 cm breit)
- 1 Gymnastikball (16 cm Durchmesser)
- 1 Filzstift (türkisfarben)
- 1 DIN A4 Briefblock
- 1 gelbes Stofftaschentuch (40 x 40 cm)
- 1 gelbes Springseil (2 m lang)
- 1 Gymnastikstab (80 cm, farblich in vier Zonen von je 20 cm skaliert)
- 3 Tennisbälle
- 2 kleine Kartons
- 1 Maßband (5 Meter)
- 1 rote Pappscheibe mit 30 cm Durchmesser
- Kreppband
- 1 große Streichholzschachtel mit 40 Streichhölzern
- 1 Wurfring
- 1 Ersatznadelventil und eine Pflegeanleitung für den Gymnastikball.
 

Instruktion

Die standardisierten Instruktionen befinden sich im beiliegenden Instruktionsheft, wobei eine kindgerechte Beschreibung und eine kurze Demonstration der Aufgaben eher im Vordergrund steht als der genaue Wortlaut (Zimmer, 2016, S. 17-18).
 

Durchführungsvoraussetzungen

Vor der Durchführung ist es ratsam, sich mit dem Material, den Instruktionsbedingungen, den Bewertungskriterien und mit der Durchführung insgesamt vertraut zu machen (Zimmer, 2016, S. 17). Es wird empfohlen, die Testitems mit einem Kollegen und anschließend mit mehreren Kindern zu erproben.
Der Motoriktest sollte innerhalb eines Tages und mit kurzen Pausen zwischen den Aufgaben durchgeführt werden (Zimmer, 2016, S. 17). Sollte er als ein Bestandteil eines Gutachtens zum Einsatz kommen, ist eine mehrtätige Testung nicht ausgeschlossen. Es sollte für eine angenehme Atmosphäre gesorgt werden, in der sich der Testteilnehmer wohlfühlt, d. h. sicher und nicht ängstlich und vertraut mit der Umgebung, wo kein Gefühl von Leistungsdruck herrscht und eine gute Vertrauensbasis zum Testleiter vorhanden ist. Das Interesse an der Teilnahme sowie die Motivation, sein Bestes zu geben, werden vom Testteilnehmer erwartet (Zimmer, 2016, S. 18). Eventuell sollten die Aufgaben durch Einbindung in eine Spielhandlung attraktiv gemacht werden. Die Kinder dürfen sich die Testmaterialien vor der Durchführung anschauen (S. 19). Bei ängstlichen Kindern darf ein Familienmitglied im Raum bleiben, seine Anwesenheit sollte aber die Testsituation nicht beeinflussen. Bei Misserfolgen sollten die Kinder weiterhin ermuntert werden, z. B. die Aufgaben trotz Zeitüberschreitung zu beenden oder durch eine Vereinfachung der Aufgabe, die zwar mitnotiert, jedoch nicht in die Bewertung eingehen darf. Auf dem Protokollbogen verschaffen solche Notizen Informationen darüber, wo die Grenzen des Kindes liegen. Hervorzuheben ist, dass die Anwendung des Verfahrens auf die individuelle Fragestellung angepasst sein sollte, d. h. die Aufgaben werden unterschiedlich gewichtet. In diesem Fall ist keine Einhaltung der standardisierten Bedingungen erforderlich, da nur eine Stärken- bzw. Schwächenanalyse gemacht wird. Entsprechend kann kein Standardwert errechnet oder ein Vergleich mit anderen Kindern gezogen werden (S. 18).
 

Testkonstruktion

Der MOT 4-6 wurde nach den Prinzipien der Klassischen Testtheorie entwickelt. Eine Grundlage für die Itembildung stellte die kindzentrierte psychomotorische Methode von Zimmer (2012) dar sowie die Auffassung, dass kindliche Kompetenzen kontextsensibel sind, "d. h. dass der emotionale und motivationale Kontext kindlicher Interessen oder auch Bezüge zu typischen Alltagssituationen berücksichtigt werden sollten" (zitiert nach Zimmer, 2016, S. 14).
Die Testaufgaben wurden nach folgenden Kriterien ausgewählt (Zimmer, 2016, S. 14-15):
(1) Sie besitzen einen hohen Aufforderungscharakter.
(2) Sie sollen kindgerechte, ökologisch valide und umfassende motorische Fähigkeiten abbilden.
(3) Sie sollen ökonomisch in der Durchführung sein und aus wenig aufwendigem Material bestehen.
(4) Sie sollen ständig übbar sein (da das ständige Üben einen großen Reiz hat und entwicklungsfördernd ist).
Einige der Aufgaben wurden aus der Fachliteratur übernommen (Zimmer, 2016, S. 15) oder aus bestehenden Verfahren entnommen und modifiziert (S. 16, Tabelle 1), z. B. drei Aufgaben von der Lincoln-Oseretzky Motor Development Scale (LOMDS; Sloan, 1955).
MOT 4-6, 1. Auflage (Zimmer & Volkamer, 1984): Während der Konstruktions- und Entwicklungsphase wurden ca. 2 000 Kinder mit dem Verfahren untersucht. Die endgültige Form wurde 1981 an n = 301 normalentwickelten vier- bis sechsjährigen Kindern normiert. Anhand der Normierungsstichprobe wurde auch eine umfassende Aufgabenanalyse (Schwierigkeits- und Trennschärfeindices) durchgeführt. Die Verteilung der Rohwerte wurde statistisch überprüft und bildete eine Normalverteilung mit einer leichten Rechtsschiefe, d. h. es sind im Test etwas mehr leichte als schwere Aufgaben vorhanden.

MOT 4-6, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage: Für die 2. Auflage (Zimmer & Volkamer, 1987) wurde die Normstichprobe erweitert und es wurden Normen in Halbjahresstufen vorgelegt. Die Testaufgaben und ihre Bewertungskriterien blieben unverändert.

MOT 4-6, 3., überarbeitete und neu normierte Auflage: Die Änderung in der Auflage von 2016 betrifft in erster Linie die Neunormierung. Die aktuellen Normtabellen enthalten neue Referenzwerte und Cut-off-Werte. Außerdem wurde ein separates Instruktionsheft entwickelt, um die Durchführung zu vereinfachen. Das Heft beinhaltet z. T. neue Aufgabenbezeichnungen, präzisere Bewertungskriterien und bietet nun "Hinweise zur Beobachtung" an. Zu jeder Aufgabe werden die zu erfassenden Kompetenzbereiche genannt. Schließlich wurde der Protokollbogen stark erweitert (z. B. Vorderblatt, mehrere Spalten, v. a. ergänzt um "Qualitative Auswertung" und Tabelle mit der Zuordnung der Standardwerte zu Cut-off-Werten). Die Testaufgaben und ihre Bewertungskriterien blieben ebenfalls unverändert.
Für alle Aufgaben wurden Schwierigkeits- und Trennschärfeindices ermittelt. Die mittleren Itemschwierigkeiten liegen zwischen p = .17 und .75 und die korrigierten Trennschärfen bewegen sich zwischen rit = .17 und .60 (Zimmer, 2016, S. 26).
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Die Objektivität in Durchführung, Auswertung und Interpretation ist anhand der präzisen und standardisierten Durchführungsanweisungen, umfassenden Auswertungshinweise und -hilfen sowie der Norm- und Cut-off-Werte als gegeben anzunehmen. Einschränkungen in der Durchführungsobjektivität können durch den Einfluss des Testleiters und dem Motivationsgrad des Kindes, insbesondere bei jüngeren Kindern, entstehen. Eine Korrelation der quantitativen und qualitativen Beurteilung von 5 Beurteilern mit den Daten von 32 Kindern aus 1984 erbrachte einen Wert von r = .88 (Zimmer, 2016, S. 28).
 

Reliabilität

Für die aktuelle Auflage des Verfahrens wurde die Interne Konsistenz (Cronbachs Alpha) berechnet. Diese beträgt für die Gesamtskala Alpha = .81. Für die sechs halbjahresgestuften Altersgruppen (siehe unter "Normierung") ergeben sich Koeffizienten von Alpha = .63 bis .80 (Zimmer, 2016, S. 28-29). Andere Autoren berichten folgende Koeffizienten: Alpha = .79 (Wydra, 2008), Alpha = .86 (Rethorst, 2003) und Alpha = .78 (Ruploh, 2014). Die ersten beiden Werte beziehen sich auf die ältere Auflage. Der dritte Wert wurde an einem Teil der aktuellen Normstichprobe gewonnen (siehe unter "Validität").
Für die älteren Auflagen wurden zudem die Retestreliabilität (Zimmer & Volkamer, 1987; n = 47) und die Split-half-Reliabilität berechnet: rtt = .85 (4-Wochen-Intervall) und rtt = .80 (Zimmer, 2016, S. 28).
Eine Untersuchung von Vossmann (1982, zitiert nach Zimmer, 2016, S. 31-32) an n = 39 Kindern ließ keinen signifikanten Einfluss von Übungs-, Wiederholungs- oder Verstärkungseffekten erkennen. Signifikante Unterschiede zeigten sich jedoch bei einer Testwiederholung nach zwei Wochen und gleichzeitiger besonders intensiver Verstärkung.
 

Validität

Bei den älteren Auflagen wurde die kriterienbezogene Validität untersucht. 1987 wurde der MOT 4-6 mit dem Körperkoordinationstest (KTK; Kiphard & Schilling, 1974) an einer Stichprobe 5- bis 6-jähriger Kinder korreliert (n = 181: r = .78, nach Herauspartialisieren der Variable "Alter" r = .68). Im Hinblick auf eine Korrelation mit der Movement Assessment Battery for Children (M-ABC; Hendersen & Sudgen, 1992) geben Cools und Kollegen (2010) einen Wert von Cohens Kappa = .67 an.
Das Verfahren gilt als inhaltsvalide. Hierzu hat Ruploh (2014) eine inhaltliche Analyse aller MOT 4-6-Aufgaben durchgeführt (zitiert nach Zimmer, 2016, S. 33). Ruploh (2014) hat mit einer Teilstichprobe (4;0- bis 5;11-Jährige; N = 550) der aktuellen Normstichprobe eine explorative Faktorenanalyse durchgeführt mit dem Ergebnis einer Zweifaktorenlösung: Faktor "Top-down"/Innensteuerung und "Bottom-up"/Kontextsensibilität. Eine Korrelation mit der Skala "Grammatik" aus dem Verfahren Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern (SELDAK; Ulich & Mayr, 2006) ergab einen signifikanten Zusammenhang mit der Top-down-Skala (r = .25) und dem Gesamtwert des MOT 4-6 (r = .21). Zusammen mit der signifikant gewordenen Korrelation (r = .21) zwischen der Bottom-up-Skala und der Skala "Sozial-emotionale Kompetenzen" des Verhaltensbeurteilungsbogens für Vorschulkinder (VBV 3-6-ER für Erzieher; Döpfner, Berner, Fleischmann & Schmidt, 1993) sprechen beide Ergebnisse für die konvergente Validität des Verfahrens. Als Nachweis für die divergente Validität wurde eine weitere Skala des VBV 3-6-ER mit dem MOT 4-6 korreliert. Diese Skala ("Aufmerksamkeitsdefizite und Hyperaktivität vs. Spielausdauer") korreliert mit der Top-down-Skala, der Bottom-up-Skala sowie dem Gesamttestwert negativ (r = -.26, -.33 und -.34).
 

Normierung

Die Neunormierung fand zwischen 2003 und 2012 an N = 2 044 Kindern aus acht deutschen Bundesländern statt (Zimmer, 2016, S. 22). Die Daten für die Geschlechter- und Altersverteilung lauten: n = 1 012 Mädchen, n = 1 032 Jungen, M = 5.2 Jahre/62 Monate, SD = 8.10 Monate. Es liegen Normen in Form von Prozenträngen, Motorikquotienten, T- und C-Werten sowie Staninewerte getrennt nach sechs halbjahresgestuften Altersgruppen vor (4;0-4;5, 4;6-4;11, 5;0-5;5, 5;6-5;11, 6;0-6;5, 6;6-6;11 Jahre). Mit den Rohwerten der letzten Altersgruppe (nicht normalverteilt) wurde auch eine lineare Transformation durchgeführt (S. 36). Die Normtabellen enthalten neben den Normen auch eine Klassifikation der Rohwerte in die Kategorien "sehr gut", "überdurchschnittlich", "durchschnittlich", "unterdurchschnittlich" und "auffällig".
 

Anwendungsmöglichkeiten

Als psychodiagnostisches Verfahren wird der MOT 4-6 in der pädagogischen und klinischen Praxis zur Erkennung von motorischen Entwicklungsdefiziten und zur Einleitung und Verlaufsdiagnostik von Fördermaßnahmen angewendet (Zimmer, 2016, S. 5; Ruploh & Keßel, 2015). Neben Pädagogen und Psychologen zählen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Kinderärzte und Heilpädagogen zu den Anwendern. Auch im Hinblick auf die Schulfähigkeit bietet er eine Entscheidungsgrundlage. Eine weitere Einsatzmöglichkeit stellen ältere Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten oder Beeinträchtigungen dar, für die ein Entwicklungsalter berechnet und mit dem Mittelwert (MQ = 100) verglichen werden kann. Weiterhin wird er in der Forschung eingesetzt (Zimmer, 2016, S. 14, S. 36).
Nach Angaben von Zimmer (2016, S. 36) wird das Verfahren in Deutschland in ca. einem Drittel aller ambulanten und stationären kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen sowie Erziehungsberatungsstellen angewandt.
 

Bewertung

Der von Zimmer (2016) überarbeitete und neunormierte Motoriktest für 4- bis 6-jährige Kinder (MOT 4-6) erfasst die motorischen Kompetenzen von Kleinkindern. Er kann auch zur Beurteilung der Schulfähigkeit herangezogen werden. Es liegen aktuelle Normen und Cut-off-Werte vor. Mithilfe des erweiterten Protokollbogens sowie den neuen Inhalten des gesonderten Instruktionshefts können nun auch einfacher qualitative Beurteilungen abgegeben werden. Das Instruktionsheft enthält neben den Instruktionen noch Durchführungs-, Auswertungs- und Interpretationshilfen. Was die Gütekriterien angeht, so werden im Manual größtenteils Ergebnisse der älteren Auflagen angegeben, aber auch Ergebnisse anderer Autoren. Wünschenswert wären neuere aktuelle Validitätsbelege. Die Testgeräte können beim Verlag bezogen werden, sind aber relativ teuer. Zimmer (2016, S. 17) weist darauf hin, dass die meisten Testutensilien aus genormten Bewegungsgeräten bestehen, die selbst - unter der Bedingung, dass sie dieselben Maße haben - besorgt werden können.
Laut Zimmer (2016, S. 36) kann das Verfahren als ökonomisch gelten, "da es wenig Material beansprucht, einfach handzuhaben ist und eine geringe Durchführungszeit benötigt". Zu beachten ist, dass für die intensive Einarbeitung des Testleiters (sich mit den Geräten befassen, sich Einlesen, mehrere Probedurchgänge machen) viel Zeit benötigt wird. Nichtsdestotrotz ist der MOT 4-6 als ein weit verbreitetes und nützliches Verfahren zu betrachten, welches für Nutzer und Kinder zumutbar erscheint und entsprechend auf gute Akzeptanz stoßen sollte.
 

Literatur

  • Cools, W., De Martelaer, K., Vandaele, B., Samaey, C. & Andries, C. (2010). Assessment of movement skill performance in preschool children: Convergent validity between MOT 4-6 and M-ABC. Journal of Sports Science and Medicine, 9 (4), 597-604.
  • Döpfner, M., Berner, W., Fleischmann, T. & Schmidt, M. (1993). VBV 3-6. Verhaltensbeurteilungsbogen für Vorschulkinder. Weinheim: Beltz.
  • Ettrich, K. U. (2000). Entwicklungsdiagnostik im Vorschulalter. Grundlagen - Verfahren - Neuentwicklung - Screenings. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
  • Hendersen, S. E. & Sudgen, D. (1992). Movement Assessment Battery for Children: Manual. London: The Psychological Corporation.
  • Kiphard, E. J. & Schilling, F. (1974). Körperkoordinationstest für Kinder. Weinheim: Beltz.
  • Mechling, H. (1987). Auswertung von Lehr- und Lernprozessen im Sport - motorische Fähigkeiten und sportmotorische Fertigkeiten. In Ausschuss Deutscher Leibeserzieher (Hrsg.), Sport - Planen -Durchführen - Auswerten (S. 77-89). Schorndorf: Hofmann.
  • Rethorst, S. (2003). Der motorische Leistungsstand von 3- bis 7-Jährigen - gestern und heute. Motorik, 26 (3), 117-126.
  • Ruploh, B. (2014). Zur Diagnostik des motorischen Entwicklungsstandes bei Kindern: Untersuchungen der Struktur und Konstruktvalidität des MOT 4-6. Aachen: Shaker.
  • Ruploh, B. & Keßel, P. (2015). Die Neuauflage des MOT 4-6: Weiterentwicklung, Testgüte und praktische Erfahrungen im Überblick. Motorik, 38 (4), 156-163.
  • Sloan, W. (1955). Manual for Lincoln-Oseretzky Motor Development Scale. Genetic Psychology Monographs, 51, 183-252.
  • Ulich, M. & Mayr, T. (2006). Seldak. Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern. Freiburg: Herder.
  • Vossmann, H. (1982). Der Einfluß der Motivation auf die Leistung in motorischen Testverfahren: eine Untersuchung zur Reliabilität sowie zum Einfluß unterschiedlicher motivationaler Bedingungen auf das Testergebnis des MOT 4-6. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Universität Osnabrück.
  • Wydra, G. (2008). Teststatistische Aspekte des MOT 4-6. In M. Knoll & A. Woll (Hrsg.), Sport und Gesundheit in der Lebensspanne (S. 131-135). Hamburg: Czwalina.
  • Zimmer, R. (2012). Handbuch Psychomotorik. Theorie und Praxis der psychomotorischen Förderung (1. Ausgabe der überarbeiteten Neuausgabe, 13. Gesamtauflage). Freiburg: Herder.
  • Zimmer, R. (2016). MOT 4-6. Motoriktest für 4- bis 6-jährige Kinder (3., überarbeitete und neu normierte Auflage). Göttingen: Hogrefe.
  • Zimmer, R. & Volkamer, M. (1984). MOT 4-6. Motoriktest für vier- bis sechsjährige Kinder. Weinheim: Beltz.
  • Zimmer, R. & Volkamer, M. (1987). MOT 4-6. Manual. Motoriktest für vier- bis sechsjährige Kinder (2., überarbeitete und erweiterte Auflage). Weinheim: Beltz.
 

Rezensionen

  • Gebhard, B. (2017). Zimmer, Renate: Motoriktest für 4- bis 6-jährige Kinder (MOT 4-6). 3. überarbeitete und neu normierte Auflage. Hogrefe, Göttingen, 2015, Euro 628 (D) [Medien und Materialien]. Motorik, 40 (1), 40-41.
  • Renner, G. & Kobszick, N. (2016). Zimmer, R. (2016): MOT 4-6. Motoriktest für 4- bis 6-jährige Kinder (3., überarbeitete und neu normierte Auflage). Göttingen: Hogrefe Testkoffer: 628,00 Euro zuzüglich Versandkosten (Testbesprechung). Sonderpädagogische Förderung heute, 61 (4), 428-433.
 
 Gülay Karadere (15.11.2016)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Classical Test Theory; Test Norms; Observation Methods; Developmental Measures; Developmental Psychology; Motor Development; Childhood Development; Motor Performance; Motor Coordination; Physical Agility; Motor Skills; Physical Dexterity; Jumping

Klassische Testtheorie; Testnormen; Beobachtungsmethoden; Entwicklungstests; Entwicklungspsychologie; Motorische Entwicklung; Entwicklung in der Kindheit; Motorische Leistung; Motorische Koordination; Körperliche Beweglichkeit; Motorische Fertigkeiten; Körperliche Geschicklichkeit; Springen

 weitere Schlagworte:

1984 (1. Auflage); 1987 (2., überarbeitete und erweiterte Auflage); 2016 (3., überarbeitete und neu normierte Auflage); Förderdiagnostik; Motodiagnostik; Motorischer Entwicklungsstand; Qualitative Beobachtungskriterien; ab 4 Jahre; bis 6 Jahre; 18 Aufgaben; Kompetenzdimensionen: 1 Gesamtkörperliche Gewandtheit und Koordinationsfähigkeit, 2 Feinmotorische Geschicklichkeit, 3 Gleichgewichtsvermögen, 4 Reaktionsfähigkeit, 5 Sprungkraft, 6 Bewegungsgeschwindigkeit, 7 Bewegungssteuerung; Normierungsjahr: 2012; Normstichprobe: 2044
 Klassifikation:

Sensorisches und motorisches Testen; Entwicklungstests; Motorik; Sport
Spezielle Tests zur motorischen Entwicklung
1.3
 Anwendungstyp: Individual Diagnosis, Remedial Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Test in Print (90; 911)
 Sprache: German
 Land: Germany
 Publikationsjahr: 2016
 Änderungsdatum: 201705
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