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Lexikon Modellorientiert

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9004403
 

LeMo - Lexikon Modellorientiert (PSYNDEX Tests Review)

 

Expert System for Single Case Assessment of Word Processing Impairments in Aphasic Patients/author
Synonym(e): Computergestützte Analyse phonologischer Störungen (PHONO-PC); Lexikalische Modellorientierte Aphasiediagnostik

 De Bleser, R., Cholewa, J., Stadie, N. & Tabatabaie, S.
 (2004). LEMO - Lexikon Modellorientiert. Einzelfalldiagnostik bei Aphasie, Dyslexie und Dysgraphie [5 Testbände + Handbuch im Schuber mit CD-ROM]. Amsterdam: Elsevier Science.

ISBN: 3-437-47960-1
Preis: Euro 149,00 (Stand: 18.7.2006)

 Bezugsquelle: Elsevier GmbH, Hackerbrücke 6, D-80335 München ; E-Mail: info@elsevier.de ; URL: http://www.elsevier.de/ ; Stand: 1.4.2012.
Anmerkung: Inzwischen liegt eine neu überarbeitete und wesentlich erweiterte bzw. veränderte Fassung LEMO 2.0 vor (Stadie, Cholewa & De Bleser, 2013).
 Adresse(n): o Prof. Dr. Ria De Bleser, Institut für Linguistik, Universität Potsdam, Postfach 601553, D-14415 Potsdam ; E-Mail: debleser@ling.uni-potsdam.de ; URL: http://www.ling.uni-potsdam.de/~debleser/ ; Stand: 6.11.2018
o Prof. Dr. Jürgen Cholewa, Angewandte Sprachwissenschaft und Phonetik, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Keplerstraße 87, D-69120 Heidelberg ; E-Mail: cholewa@ph-heidelberg.de ; URL: https://www.ph-heidelberg.de/sprachwissenschaft/prof-dr-juergen-cholewa.html ; Stand: 29.03.2017
o Dr. Nicole Stadie, Universität Potsdam, Humanwissenschaftlichen Fakultät, Department Linguistik, Karl-Liebknecht-Straße 24-25, D14476 Potsdam ; E-Mail: nstadie@uni-potsdam.de ; URL: https://www.uni-potsdam.de/de/ling/staff-list/nicole-stadie.html ; Stand: 31.10.2018
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Das LeMo dient der Untersuchung von aphasischen, dyslektischen und dysgraphischen Störungen der Wortverarbeitung; insbesondere will es Möglichkeiten zur individualisierten Therapie dieser Störungen aufzeigen.


Aufbau:
Beim LeMo handelt es sich um einen üblicherweise PC-gestützt durchzuführenden Einzeltest, der die fünf Sprachfunktionen "Diskriminieren", "Lexikalisches Entscheiden und Nachsprechen", "Lesen und Schreiben", "Sprachverständnis" und "Benennen" mit insgesamt 33 Untertests (bestehend aus jeweils 20 bis 90 Items) erfasst. Auf Grundlage einer Analyse des individuellen Leistungsprofils in diesen Tests (iinsbesondere der Dissoziationen zwischen verschiedenen Untertestleistungen) wird eine sog. Logogendiagnose erstellt, die Aussagen über die Funktionsfähigkeit von insgesamt 13 Komponenten sowie sieben Transferprozessen zwischen Komponenten des Wortverarbeitungssystems enthält. Zusätzlich ist eine qualitative Fehleranalyse möglich.


Grundlagen und Konstruktion:
Das LeMo lässt sich dem Einzelfallansatz der kognitiven Neurolinguistik zuordnen, der traditionelle syndromorientierte Erklärungsmodelle von Aphasien als widerlegt ansieht. An Prozessen der Sprachverarbeitung sind diesem Ansatz zufolge Subsysteme mit funktionell unabhängigen Komponenten beteiligt, deren Funktionsfähigkeit im jeweiligen Einzelfall modellorientiert zu überprüfen ist, um zu einer therapierelevanten Diagnose zu gelangen. Das Verfahren basiert auf dem Logogenmodell von Patterson (1988). Angaben zu seinen testtheoretischen Grundlagen fehlen. Da das LeMo die Modellkomponenten möglichst unbeeinträchtigt durch Materialeinflüsse zu erfassen versucht, wird eine Kernbatterie von monomorphematischen Nomina und korrespondierenden Neologismen jeweils in mehreren Untertests verwendet. Die Items variieren zudem systematisch hinsichtlich der Parameter "Worthäufigkeit", "Regelmäßigkeit" und "Konkretheit". Effekte dieser Parameter werden ebenfalls zur Logogendiagnose herangezogen.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Zu den Gütekriterien Reliabilität und Validität liegen keine Angaben vor, eine statistische Normierung wurde nicht vorgenommen.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Beim Lexikon Modellorientiert (LeMo; Bleser, Cholewa, Stadie & Tabatabaie, 2004) handelt es sich um eine Testbatterie, welche auf die modellorientierte Diagnose von hirnorganisch bedingten Wortverarbeitungsstörungen abzielt (Sprach-, Lese- und Schreibstörungen). Das Verfahren lässt sich nach Bleser et al. (2004) der Einzelfallmethodik der kognitiven Neurolinguistik zuordnen. Modelle aphasischer Störungen, die im Rahmen dieses Ansatzes entwickelt wurden, haben nach Bleser et al. (2004, S. 4) das traditionelle syndromorientierte Erklärungsmodell (zurückgehend auf Wernicke, 1906; vgl. z.B. Huber, Poeck, Weniger & Willmes, 1983) abgelöst, da dessen Kernannahmen (Supra- resp. Multimodalität, neuroanatomische Lokalisierbarkeit und neurolinguistische Homogenität aphasischer Syndrome) durch empirische Forschungen nicht bestätigt werden konnten. Der Einzelfallansatz der kognitiven Neurolinguistik postuliert demgegenüber, dass an Prozessen der Sprachverarbeitung modalitätsspezifische (auditive und visuelle) und modalitätsübergreifende (semantische) Subsysteme mit verschiedenen Komponenten (z.B. Input- und Output-Systeme in der jeweiligen Modalität) beteiligt sind. Die empirische Identifizierung solcher Komponenten, die als funktionell eigenständig angesehen werden können, erfolgt durch den Nachweis sog. "einfacher Dissoziationen" zwischen den Leistungen eines Patienten in verschiedenen Aufgaben oder sog. "doppelter Dissoziationen" (entgegengesetzter Leistungsmuster zweier Patienten in zwei Aufgaben).
Störungen der Sprachverarbeitung können nun sowohl einzelne Systemkomponenten als auch die Routen zwischen ihnen betreffen. Sie zeigen sich daher in einer Vielzahl qualitativ unterschiedlicher Leistungsmuster, welche sich nicht in Syndromgruppen einteilen lassen. Aus diesem Grund wird versucht, ausgehend von einem in der beschriebenen Weise validierten psycholinguistischen Informationsverarbeitungsmodell ("Logogenmodell") Untersuchungsverfahren zu entwickeln, welche - einzeln oder in Kombination - Rückschlüsse auf die Störung einer Systemkomponente oder einer Route zwischen Komponenten erlaubt. Die entsprechenden Verfahren müssen dabei spezifisch für die jeweilige Zielsprache ausgearbeitet werden; entsprechende Instrumente liegen u.a. für die englische Sprache (Psycholinguistic Assessment of Language Processing in Aphasia, PALPA; Kay, Lesser & Coultheart, 1992) und für das Niederländische vor (Psycholinguistische Testbatterij voor de Taalverwerking van Afasiepatienten; Kay, Lesser & Coultheart, 1995).
Das für die deutsche Sprache entwickelte LeMo basiert auf dem Logogenmodell von Patterson (1988), welches sich auf die Verarbeitung monomorphematischer Wörter (im Gegensatz zu komplexeren Wort- oder Satzstrukturen) bezieht. Das komplexe Modell wird im Handbuch visualisiert und umfassend erläutert (Bleser et al., 2004, S. 7 f.). Mittels der Aufgabensammlung des LeMo soll versucht werden, das individuelle Leistungsprofil einer Testperson bezogen auf die Komponenten des Logogenmodells zu erstellen und so Hinweise auf den Erhalt oder auf funktionale Beeinträchtigungen von insgesamt 20 Routen und Komponenten innerhalb des Modells zu gewinnen. Das Profil wird gekennzeichnet durch:
- Dissoziationen zwischen den Leistungen in verschiedenen Aufgabentypen;
- parameterspezifische Leistungsunterschiede innerhalb eines Aufgabentyps (z.B. bei häufigen vs. seltenen Wörtern);
- bestimmte Fehlertypen in den verschiedenen Aufgaben.
 

Testaufbau

Das Verfahren erfasst mit insgesamt 33 Untertests, die jeweils zwischen 20 und 90 Items (zuzüglich jeweils fünf Übungsitems) umfassen, die fünf Sprachfunktionen "Diskriminieren", "Lexikalisches Entscheiden und Nachsprechen", "Lesen und Schreiben", "Sprachverständnis" und "Benennen". Die Items werden entweder mündlich von Tl vorgesprochen oder schriftlich vorgelegt. Aufgabentyp und Antwortformat variieren zwischen Entscheidungsaufgaben mit einem dichotomen Antwortmodus (ja/nein, gleich/ungleich), Mehrfachwahl-Aufgaben (mit 2 aus 3, 2 aus 4 resp. 1 aus 4 auszuwählenden Antwortvorgaben) und freien Antwortformaten (mündliche oder schriftliche Produktion von Sprachäußerungen). Die Antworten können vom Testleiter in einem Protokollbogen registriert oder direkt in den PC eingegeben werden.
Die Untertests sind im Folgenden aufgeführt. Die Leistungen in ihnen geben isoliert, meist jedoch in Kombination miteinander Aufschluss über die Funktionsfähigkeit einzelner oder mehrerer Komponenten der Sprachverarbeitung; die komplexen Zuordnungen der einzelnen Untertestleistungen zu den Modellkomponenten können hier nicht wiedergegeben werden):
I. Diskrimieren (4 Untertests)
(1) Neologismenpaare, auditiv (72 Items): Die Testperson (Tp) soll entscheiden, ob zwei vom Testleiter (Tl) vorgesprochene Neologismen phonologisch identisch sind.
(2) Wortpaare, auditiv (72 Items): Die Tp soll entscheiden, ob zwei vom Untersucher vorgesprochene Wörter phonologisch identisch sind.
(3) Neologismenpaare, visuell (72 Items): Die Tp soll entscheiden, ob zwei graphematisch dargebotene Neologismen identisch sind.
(4) Wortpaare, visuell (72 Items): Die Tp soll entscheiden, ob zwei graphematisch dargebotene Wörter identisch sind.
II.a Lexikalisches Entscheiden (3 Untertests, dichotomer Antwortmodus)
(5) Wort/Neologismus, auditiv (80 Items): Der Tp werden Items vorgesprochen und sie soll entscheiden, ob es sich um ein Wort oder um einen Neologismus handelt.
(6) Wort/Neologismus, visuell (80 Items): Der Tp werden Items vorgelegt und sie soll entscheiden, ob es sich um ein Wort oder um einen Neologismus handelt.
(7) Wort/Pseudohomophon, visuell (80 Items): Der Tp werden Items vorgelegt, und sie soll wiederum entscheiden, ob es sich um ein Wort oder um ein Nichtwort handelt. Bei der Hälfte der Wörter handelt es sich um Pseudohomophone, die entweder regulär (d.h. orthografisch möglich, aber nicht lexikalisiert, z.B. "Schwaan") oder irregulär sind (d.h. in der deutschen Schriftsprache eindeutig als orthografische Regelverstöße zu erkennen, z.B. "Kwark").
II.b Nachsprechen (6 Untertests)
(8) Nachsprechen von Neologismen (40 Items): Der Tl spricht Neologismen vor, die von der Tp nachzusprechen sind.
(9) Nachsprechen von Wörtern (40 Items): Der Tl spricht Wörter vor, die von der Tp nachzusprechen sind.
(10) Nachsprechen von Fremdwörtern (20 Items): Der Tl spricht zweisilbige Fremdwörter vor, die von der Tp nachzusprechen sind; diese Wörter entsprechen je zur Hälfte den deutschen Akzeptregeln (z.B. Tumor) resp. weichen davon ab (Humor).
(11) Nachsprechen mit umgekehrter Phonemabfolge (40 Items): Der Tl spricht Wörter und Neologismen vor, die von der Tp rückwärts, d.h. in umgekehrter Phonemfolge nachzusprechen sind.
(12) Nachsprechen mit Hinzufügung des Artikels (60 Items): Der Tl spricht Nomina vor, die von der Tp mit dem passenden Artikel nachzusprechen sind.
(13) Nachsprechen von Nomina, Adjektiven und Funktionswörtern (90 Items): Der Tl spricht je 30 Nomina, Adjektive und Funktionswörter vor, die von der Tp nachzusprechen sind.
III.a Lesen (6 Untertests)
(14) Lautes Lesen: Neologismen (40 Items): Neologismen sind von der Tp laut vorzulesen.
(15) Lautes Lesen: regelmäßige Wörter (40 Items): Wörter, die eine dem Deutschen entsprechende Graphem-Phonem-Korrespondenz aufweisen, sind von der Tp laut vorzulesen.
(16) Lautes Lesen: regelmäßige/unregelmäßige Wörter (60 Items): Wörter, die eine dem Deutschen entsprechende resp. nicht entsprechende Graphem-Phonem-Korrespondenz aufweisen, sind von der Tp laut vorzulesen.
(17) Lesen intern: phonologisches Wort/Neologismus (80 Items): Visuell dargebotene Neologismen sollen von der Tp danach klassifiziert werden, ob sie wie ein Wort klingen, wenn man sie ausspricht.
(18) Lesen intern: Reime (45 Items): Jeweils vier Wörter werden gleichzeitig gezeigt; die Tp soll die beiden Wörter zeigen, die sich reimen.
(19) Lautes Lesen: Wortarten (90 Items): Je 30 Nomina, Adjektive und Funktionswörter (vgl. Untertest 13) sind von der Tp laut vorzulesen.
III.b Schreiben nach Diktat (3 Untertests)
Jeweils sind die betreffenden Wörter von der Tp nach Diktat durch den Tl aufzuschreiben.
(20) Schreiben nach Diktat von Neologismen (40 Items).
(21) Schreiben nach Diktat von regelmäßigen und unregelmäßigen Wörtern (40 Items).
(22) Schreiben nach Diktat von Nomina, Adjektiven und Funktionswörtern (90 Items; vgl. Untertest 13, 19).
IV. Sprachverständnis (7 Untertests)
(23) Auditives Wort-Bild-Zuordnen (20 Items): Der Tl nennt ein Wort und zeigt gleichzeitig vier Bilder; die Tp soll auf das Bild zeigen, das zu dem Wort gehört.
(24) Visuelles Wort-Bild-Zuordnen, visuell (20 Items): Der Tl legt ein Wort schriftlich vor und zeigt dazu vier Bilder; die Tp soll auf das Bild zeigen, das zu dem Wort gehört.
(25) Auditives Synonymie-Entscheiden (40 Items): Der Tl spricht zwei Wörter hintereinander vor. Die Tp soll entscheiden, ob die Wörter die gleiche Bedeutung haben.
(26) Visuelles Synonymie-Entscheiden (40 Items): Der Tl legt die Wortpaare aus Untertest 25 in geschriebener Form vor; wieder soll die Tp entscheiden, ob die Wörter die gleiche Bedeutung haben.
(27) Auditives Synonymie-Entscheiden mit semantischem Ablenker (40 Items): Die Tp soll entscheiden, ob zwei vorgesprochene Nomina synonym (z.B. "Agent - Spion") oder lediglich semantisch verwandt (z.B. "Agent - Justiz") sind.
(28) Visuelles Synonymie-Entscheiden mit semantischem Ablenker (20 Items): Aus jeweils vier geschriebenen Nomina muss die Tp diejenigen zwei identifizieren, die synonym sind (z.B. "Ofen"-"Herd"); dazu wird jeweils ein semantisch ("Pfanne") und ein visuell oder phonologisch ähnlicher Distraktor ("Obst") verwendet.
(29) Visuelles Wort-Bild-Zuordnen mit homophonen Allographen (20 Items): Ein visuell dargebotenes Wort muss einem von zwei Bildern zugeordnet werden. Bei den Bildern handelt es sich um homophone Allographen, d.h. graphematische Varianten von phonologisch gleich klingenden Wörtern (z.B. "Lied" - "Lid").
V. Benennen (4 Untertests)
(30) Mündliches Benennen (20 Items): Vorgelegte Bilder sind von der Tp mündlich zu benennen.
(31) Schriftliches Benennen (20 Items): Von der Tp sind vorgelegte Bilder durch Aufschreiben der Bezeichnung schriftlich zu benennen.
(32) Benennen: Reime finden (20 Items): Der Tl zeigt der Tp drei Bilder; diese soll auf die beiden Bilder zeigen, deren Benennungen sich reimen; das Distraktoritem ist einem der beiden Zielwörter phonologisch ähnlich (z.B. Reimpaar "Topf-Kopf", Distraktor "Korb").
(33) Schriftliches Benennen mit homophonen Allographen, schriftlich (20 Items): Der Tl spricht der Tp ein Wort vor und zeigt ihr dazu ein Bild, aus dem die intendierte Bedeutung und damit die korrekte graphematische Form des Wortes erschlossen werden kann; das betreffende Wort ist von der Tp aufzuschreiben.
 

Auswertungsmodus

Bei den Untertests, die verbal-expressive Reaktionen erfordern, sind bereits während der Durchführung die von der Testperson (Tp) gemachten Fehler zu klassifizieren. Dabei werden die folgenden Fehlertypen kodiert:
- 0 = keine Reaktion (gilt auch für die Untertests zur Erfassung rezeptiver Funktionen).
- sem = semantischer Fehler: Reaktion steht in einer semantischen Beziehung zum Zielwort, z.B. Zielitem: "Hut", Reaktion: "Mütze".
- p/g = phonologischer/graphematischer Fehler: Reaktion steht in einer phonologischen Beziehung (z.B. Zielitem: "kane", Reaktion: "dane") oder graphematischen Beziehung (z.B. Zielitem: "Berg", Reaktion: "Berk") zum Zielwort. Diese Fehler können zusätzlich als Lexikalisierungen (Neologismus wird als Wort reproduziert) oder Neologisierungen (Wort wird als Neologismus reproduziert) klassifiziert werden.
- mor = morphologischer Fehler: Reaktion steht in morphologischer Beziehung zum Zielitem (z.B. Zielitem: "Frau", Reaktion: "Frauen").
- nk = nicht klassifizierbarer Fehler: Reaktion steht in keiner erkennbaren Beziehung zum Zielitem (z.B. Zielitem: "Kanne", Reaktion: "Dobel").

Nach Abschluss der vollständigen Testung erfolgt die quantitative Auswertung des LeMo in drei Schritten. Diese sind in der PC-Version vorständig automatisiert, in der Paper-and-Pencil-Version hingegen manuell (unter Zuhilfenahme von Tabellen im Handbuch) durchzuführen sind (vgl. Bleser et al., 2004, S. 22 ff.):
(1) Ermittlung der Anzahl korrekter Lösungen pro Untertest und Zuordnung zu einem von drei Leistungsniveaus, die nach folgenden Kriterien definiert wurden:
- Leistung im Ratebereich (R): Die von der Tp erzielte Anzahl korrekter Reaktionen unterscheidet sich nicht bedeutsam von der, die durch Raten erzielt werden kann (exakter Fisher-Test, zweiseitig, p < . 05; vgl. Siegel, 1956).
- Leistung im Normalbereich (N): Die Tp zeigte bei mindestens 90.0 Prozent der Teststimuli eine korrekte Reaktion. Der Grenzwert wurde aufgrund einer Untersuchung an n = 20 sprachgesunden Tpn festgelegt; hier hatten die Personen pro Untertest im Mittel mindestens 90.1 Prozent korrekte Reaktionen gezeigt.
- Leistung im beeinträchtigten Bereich (B): Die Leistung der Tp liegt zwischen den vorgenannten Bereichen. Für die Untertests 29 und 32 wird angesichts der geringen Itemzahl und der hohen Ratewahrscheinlichkeit lediglich zwischen normalen und auffälligen Leistungen unterschieden.
Die Ergebnisse werden in einer Übersichtstabelle dargestellt, die Informationen über das Leistungsniveau, den Anteil korrekter und fehlerhafter Reaktionen sowie Nullreaktionen und die qualitative Fehleranalyse enthält.
(2) Erfassung von klassischen Dissoziationen, Trenddissoziationen und Parametereffekten im individuellen Leistungsprofil durch statistische Vergleiche zwischen den Untertestergebnissen sowie den Leistungen in verschiedenen Itemgruppen:
- "Klassische Dissoziationen" zwischen zwei Tests bestehen, wenn die Leistung der Tp in einem Test im Normalbereich, im anderen hingegen im Ratebereich liegt.
- Eine Trend-Dissoziation liegt vor, wenn die Leistung in einem Test sich bedeutsam (exakter Fisher-Test, zweiseitig, p < .05) von der in einem anderen Test unterscheidet.
- Parametereffekte gelten als nachgewiesen, wenn die Leistung für eine Itemgruppe (z.B. hochfrequente Wörter) sich bedeutsam (exakter Fisher-Test, zweiseitig, p < .05) von der für eine andere Itemgruppe (z.B. niedrigfrequente Wörter) unterscheidet.
Weitere Hinweise dazu, wie die Effekte unter speziellen Bedingungen (z.B. Testleistung weit unterhalb der Ratewahrscheinlichkeit) zu ermitteln sind, finden sich bei Bleser et al. (2004, S. 24 ff.).
Die Ergebnisse werden in Form einer Dreiecksmatrix präsentiert, in der die verschiedenen Typen von Dissoziationen zwischen allen 33 Untertests durch Symbole repräsentiert sind. Eine weitere vom PC-Programm erstellte Übersicht fasst in vergleichbarer Weise die Parametereffekte zusammen.
(3) Erstellung der Logogendiagnose, d.h., das Leistungsprofil wird auf der Grundlage des Logogenmodells interpretiert. Es können folgendermaßen abgestufte Aussagen über die Funktionsfähigkeit von insgesamt 13 Systemkomponenten und 7 Transferprozessen zwischen ihnen getroffen werden:
- kein Hinweis auf das Vorliegen von Funktionsstörungen;
- partielle Funktionsstörung;
- schwere Funktionsstörung;
- keine oder aber partielle Funktionsstörung;
- partielle oder aber schwere Funktionsstörung;
- nicht beurteilbar.
Diese modellbezogenen Interpretationen der individuellen Leistungsprofile wurden unter Verwendung von Buchstaben- und Zahlenkürzeln als sog. "logische Sätze" formalisiert (Bleser et al., 2004, S. 26 ff.). Diese Algorithmen werden im PC-Programm genutzt, um automatisch die Logogendiagnose zu erstellen, die in grafischer Form sowie als fertig ausformulierter schriftlicher Befund präsentiert wird. Bei manueller Auswertung der Paper-and-Pencil-Version darf sich der Diagnostiker auf die sukzessive Anwendung von 152 mehr oder minder komplexen Entscheidungsalgorithmen freuen, die für einen vollständigen Befund benötigt werden.
Wenn der Untersucher zusätzlich die verbal-expressiven Patientenreaktionen transkribiert und ggf. klassifiziert hat, nimmt das Programm eine phonologische Fehleranalyse vor, in der die Häufigkeit von sechs Fehlertypen kodiert (Additionen, Elisionen, Substitutionen, Permutationen, Permutationen von Phonemfolgen, lokale Verschiebungen von Phonemen) und die Fehlerposition innerhalb der Phonemfolge der Zielitems ermittelt wird.
 

Auswertungshilfen

In der PC-Version erfolgt die vollständige Auswertung durch das Programm. Das Handbuch enthält eine Reihe von Tabellen, welche die manuelle Auswertung erleichtern sollen.
 

Auswertungszeit

In der PC-Version erfolgt die Auswertung automatisiert und ist daher - abhängig von der Leistungsfähigkeit des Rechners - sehr schnell vorzunehmen. Über die Auswertungszeit der Paper-and-Pencil-Version enthält das Handbuch keine Angaben. Angesichts der erhobenen Datenflut dürfte der Zeitbedarf weit jenseits des Zumutbaren und ökonomisch Tragbaren liegen; auch die Testautoren halten die routinemäßige Anwendung dieser Version für problematisch und empfehlen sie lediglich in Ausnahmefällen und/oder zu didaktischen Zwecken einzusetzen (Bleser et al., 2004, S. 96).
 

Itembeispiele

Wiedergegeben sind Übungsitems einzelner Untertests; weitere Beispiele wurden - sofern zur Erläuterung der Untertests nötig - bereits unter "Testaufbau" aufgeführt. Für Untertests, die mit bildhaften Items operieren, können hier keine Beispiele gegeben werden.
"Bink" - "Tink" (Neologismenpaare, visuell/auditiv)
"Bank" - "Tank" (Wortpaare, visuell/auditiv)
"Pferd" - "Gaul" (Synonymie-Entscheiden, visuell/auditiv)
 

Durchführung

 

Testformen

Das LeMo ist grundsätzlich nur als Einzeltest durchführbar. Es liegt sowohl in Form eines PC-Programms als auch in einer Paper-and-Pencil-Version vor.
 

Altersbereiche

Es finden sich im Handbuch keine expliziten Angaben über die Altersbereiche, in denen das LeMo eingesetzt werden kann. Das Verfahren dürfte jedoch für Personen jeglichen Alters geeignet sein, sofern diese (zumindest vor Erkrankungsbeginn) des Lesens und Schreibens kundig waren.
 

Durchführungszeit

Für die einzelnen Aufgaben und Untertests existieren keine Zeitbegrenzungen. Die Durchführung des Verfahrens kann beliebig oft (auch innerhalb eines Untertests) unterbrochen und so auf mehrere Testsitzungen verteilt werden. Im Handbuch finden sich keine Angaben über die Gesamtdauer, doch dürfte angesichts der Vielzahl von Items selbst bei wenig beeinträchtigten Tpn mit einem mehrstündigen Zeitaufwand zu rechnen sein.
 

Material

Zur Durchführung werden die über den Verlag erhältlichen Testbände mit den Wort- und Bildmaterialien (fünf umfangreiche Bücher mit festem Einband), Papier und Schreibgerät (für die Untertests zum Schreiben nach Diktat) sowie das Testhandbuch benötigt. Die PC-Version ist auf einem PC mit mindestens 8 MB Hauptspeicher und dem Betriebssystem Windows (ab Windows 95) lauffähig. Bei Verwendung der Paper-and-Pencil-Version sind zusätzlich Schreibgerät sowie ein 70-seitiger Protokollbogen und ein achtseitiges Ergebnisformular erforderlich, die als Kopiervorlage im Handbuch enthalten sind, sich aber bequemer als PDF-Dokumente von der Website zum LeMo herunterladen lassen.
 

Instruktion

Für jeden Untertest liegt eine sehr kurze, in der Regel lediglich aus einem Satz bestehende Instruktion vor, die wiederholt und modifiziert werden kann, bis der Patient sie verstanden hat. Im Handbuch wird darauf verwiesen, dass die Abfolge der Untertests beliebig variiert und die Durchführung so oft wie gewünscht unterbrochen (ggf. auf mehrere Sitzungen verteilt) werden kann (Bleser et al., 2004, S. 76).
 

Durchführungsvoraussetzungen

Als Adressaten des LeMo werden Logopäden, Sprachtherapeuten, Neuro- und Psycholinguisten genannt. Angesichts seiner Komplexität scheint das Instrument nur von erfahrenen Fachkräften sinnvoll einsetzbar. Wird bei der Durchführung die PC-Version verwendet, so ist darauf zu achten, dass die Tp den Testleiterbildschirm nicht sehen kann. Angaben zu Durchführungsvoraussetzungen auf Seiten der Testperson werden nicht gemacht.
 

Testkonstruktion

Das Verfahren stützt sich nicht auf eine psychologische Testtheorie; zumindest sind dem Handbuch keine Hinweise auf testtheoretisch fundierte Konstruktionsschritte zu entnehmen. Bei der Konstruktion (Bleser, Cholewa, Stadie & Tabatabaie, 1993) konnte auf Erfahrungen mit den erwähnten englischsprachigen und niederländischen Testbatterien zurückgegriffen werden. Dennoch stellt das deutschsprachige LeMo eine vollständige Neuentwicklung dar. In einer ersten Publikation wurde das LeMo bereits 1994 als Bestandteil eines neurolinguistischen Expertensystems eingeführt (Stadie, Cholewa, De Blaser & Tabatabaie, 1994; vgl. auch Bleser, Cholewa, Stadie & Tabatabaie, 1997). In ihrem Aufbau unterscheidet sich die dort vorgestellte Testbatterie nicht von der aktuellen (Bleser et al., 2004). Das Handbuch gibt keinen weiteren Aufschluss über die Entwicklungsgeschichte des Verfahrens.
Zur Itemauswahl ist dem Handbuch zu entnehmen, dass eine Kernbatterie von 80 Items zusammengestellt wurde, die in den Untertests zum Nachsprechen, zum mündlichen und schriftlichen Benennen, zum auditiven Verständnis und Lesesinnverständnis, zum lauten Lesen und Schreiben nach Diktat sowie zum visuell-graphematischen und auditiv-phonologischen lexikalischen Entscheiden verwendet wird. Durch die Verwendung identischer Materialien in verschiedenen Untertests sollten die Modellkomponenten möglichst unbeeinträchtigt durch Materialeinflüsse erfasst werden. Um Effekte der Itemreihenfolge zu vermeiden, wurden die Stimuli bei wiederholter Darbietung in unterschiedlichen Modalitäten auch in unterschiedliche Abfolgen verwendet. Bei den Items handelt es sich um monomorphematische Nomina oder um daraus abgeleitete, phonologisch legale (d.h. der Phonotaktik und Phonologie des Deutschen entsprechende) Neologismen (Bleser et al., 2004, S. 10 f.). Bei der Zusammenstellung wurden die Parameter "Mündliche und schriftliche Worthäufigkeit" (hoch- vs. niedrigfrequent), "Regelmäßigkeit der Phonem-Graphem-Korrespondenz" (regelmäßig vs. unregelmäßig) und "Konkretheit" (konkret vs. abstrakt) systematisch variiert.
Darüber hinaus ist in das LeMo eine Wortartenbatterie integriert, die neben Nomina auch monomorphematische Adjektive und Funktionswörter (Pronomina, Partikel und Präpositionen) enthält; sie wird in den Untertests zum Nachsprechen, lauten Lesen und Schreiben nach Diktat genutzt. Ferner wurden für Untertest 10 (Nachsprechen von Fremdwörtern) 20 zweisilbige Fremdwörter verwendet, deren Wortakzent je zur Hälfte den deutschen Akzentregeln entspricht (z.B. Tumor) vs. nicht entspricht (Humor). Weitere Angaben zur Herkunft der Materialien oder den Lösungswahrscheinlichkeiten der Items sind dem Handbuch nicht zu entnehmen.
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Die Durchführungsobjektivität des LeMo muss bezweifelt werden, da die Instruktionen zu den Untertests, ihre Abfolge und der zeitliche Ablauf der Untersuchung beliebig variiert werden können. Die quantitative Auswertung durch das PC-Programm ist als objektiv anzusehen, die manuelle Auswertung hingegen scheint äußerst fehleranfällig. Die Interpretationsobjektivität ist insofern gesichert, als eine Beurteilung von Leistungen resp. Leistungsdissoziationen nach festgelegten logisch-statistischen Algorithmen erfolgt. Es fehlen allerdings Hinweise dazu, inwieweit zusätzlich Einflüsse von Störvariablen (Beeinträchtigungen des Seh- und Hörvermögens) oder interindividuell unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen zu beachten sind.
 

Reliabilität

Im Handbuch sind keine Befunde zur Reliabilität dokumentiert.
 

Validität

Es finden sich keine empirischen Validierungsstudien zum LeMo. Als Hinweise auf die Inhaltsvalidität können die Verweise auf klinische Befunde gelten; diesen zufolge ließen sich jeweils Patienten identifizieren, welche spezifische Ausfälle in den mit dem jeweiligen Subtest untersuchten Leistungen zeigten.
 

Normierung

Die Bewertung der Untertestergebnisse erfolgt auf der Basis der Wahrscheinlichkeitsrechnung; lediglich die Grenzwerte für die Klassifikation der Untertestergebnisse als im Normbereich liegend basieren auf einer nicht näher beschriebenen Stichprobe von 20 gesunden Kontrollpersonen. Eine statistische Normierung wurde nicht vorgenommen und es werden keine Vergleichsdaten aus Patienten- oder Kontrollstichproben mitgeteilt.
 

Anwendungsmöglichkeiten

Das LeMo soll der Untersuchung von aphasischen, dyslektischen und dysgraphischen Störungen der Wortverarbeitung in ambulanten und klinischen Settings (z.B. Rehabilitationskliniken, logopädischen Praxen) dienen. Durch die mittels LeMo vorgenommene modellorientierte Einzelfallbetrachtung sollen Möglichkeiten zur individualisierten Therapie dieser Störungen eröffnet werden.
 

Bewertung

Mit dem LeMo liegt ein wahrhaft gewichtiges Untersuchungsinstrument vor (insgesamt umfasst die Druckausgabe nach Verlagsangaben 2296 Seiten in sechs Bänden!), das durch Aichert und Kiermeier (2004, S. 45) eine euphorische Bewertung als "ein für den therapeutischen Alltag neues und wegweisendes Diagnostikinstrument ..." erfahren hat. "Was für den syndromorientierten Ansatz der MT ist, wird vermutlich für den modellorientierten Einzelfallansatz im deutschsprachigen Raum LEMO werden."
Diese Einschätzung kann angesichts der vorliegenden Materialien noch nicht geteilt werden. Sicherlich basiert das Instrument auf einem sehr systematisch aufgebauten theoretischen Modell, das den zitierten empirischen Belegen zufolge weitestgehend empirisch abgesichert ist. Auch die Itemkonstruktion erfolgte offenbar systematisch und sorgfältig. Die wiederholte Verwendung von Materialien wirft allerdings die Frage auf, ob die Ergebnismuster des LeMo möglicherweise durch (explizite, v.a. aber implizite) Gedächtniseffekte beeinflusst werden. Hierzu fehlen einschlägige Daten, wie sich das Handbuch überhaupt durch den Verzicht auf jegliche Informationen darüber auszeichnet, ob und inwieweit sich das LeMo bereits empirisch bewährt hat.
Das Instrument erfordert zudem auf Seiten des Untersuchers einen enormen Zeitaufwand für die Einarbeitung. Dieser liegt teils in der Komplexität des Verfahrens begründet, teils geht er aber auch auf die wenig benutzerfreundliche Gestaltung des Handbuchs zurück, in dem die relevanten Informationen derart verstreut sind, dass man sie kaum nachvollziehen kann.
Die Anwendung wird ferner unnötig dadurch erschwert, dass das Handbuch zwar umfassend über die Inhalte der Untertests sowie die Installation und Bedienung der Software informiert, aber nur sehr knappe Ausführungen dazu enthält, wie er das Verfahren im Kontakt mit dem Patienten zu handhaben hat. Manche der kurzen Instruktionen erscheinen schwer verständlich (z.B. lässt sich im Untertest "Nachsprechen rückwärts" die Instruktion, ein Wort "Fisch" rückwärts als "Schiff" nachsprechen, erst dann befolgen, wenn die Tp begreift, dass sie nicht die Buchstaben-, sondern die Phonemfolge umkehren soll). Insgesamt wirkt das LeMo daher in seiner Handhabung (auch infolge der Notwendigkeit, gleichzeitig mit den umfangreichen und schweren Materialbänden und dem PC-Programm zu operieren) schwierig und äußerst umständlich.
Sicher ist es außerdem praktisch, dass die LeMo-Ergebnisse automatisch zu einem umfassenden schriftlichen Befund weiterverarbeitet werden. Wünschenswert wären aber zusätzliche Interpretationshinweise und Fallbeispiele, um die praktische Bedeutsamkeit der gewonnenen Datenflut und der sehr theoretisch formulierten Aussagen zu illustrieren.
Alles in allem betrachtet hat das LeMo sich bis zum aktuellen Zeitpunkt eher den Charakter eines Expertensystems bewahrt. Es stellt eher ein Forschungsinstrument als ein Instrument für die logopädische oder neuropsychologische Praxis dar. Seine Eignung für den "diagnostischen Alltag" angesichts des steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen bleibt zumindest so lange fraglich, bis empirische Bewährungskontrollen dokumentieren, dass der betriebene Aufwand notwendig und daher gerechtfertigt ist. Bis dahin muss - nicht zuletzt aus ethischer Sicht - bezweifelt werden, ob einer Testperson eine derart umfangreiche und monotone Testbatterie zugemutet werden darf.
 

Literatur

  • Aichert, I. & Kiermeier, S. (2004). LeMo - Lexikon modellorientiert. Einzelfalldiagnostik bei Aphasie, Dyslexie und Dysgraphie. R. De Bleser, J. Cholewa, N. Stadie, S. Tabatabaie (Medien und Materialien). Forum Logopädie, 18 (6), S. 45.
  • Bleser, R.d., Cholewa, J., Stadie, N. & Tabatabaie, S. (1993). Lexikalische Modellorientierte Aphasiediagnostik (LeMo). Potsdam: Universität, Institut für Sprachwissenschaft.
  • Bleser, R.d., Cholewa, J., Stadie, N. & Tabatabaie, S. (1997). LeMo, an expert system for single case assessment of word processing impairments in aphasic patients. Neuropsychological Rehabilitation, 7, 339-365.
  • Bleser, R.D., Cholewa, J., Stadie, N. & Tabatabaie, S. (2004). LEMO. Lexikon Modellorientiert. Einzelfalldiagnostik bei Aphasie, Dyslexie und Dysgraphie. München: Elsevier.
  • Huber, W., Poeck, K., Weniger, D. & Willmes, K. (1983). Der Aachener Aphasie Test (AAT). Göttingen: Hogrefe.
  • Kay, J., Lesser, R. & Coultheart, M. (1992). Psycholinguistic Assessment of Language Processing in Aphasia (PALPA). London: LEA.
  • Kay, J., Lesser, R. & Coultheart, M. (1995). Psycholinguistische Testbatterij voor de Taalverwerking van Afasiepatienten (PALPA). Hove: LEA.
  • Patterson, K.E. (1988). Acquired disorders of spelling. In G. Denes, C. Semenza & P. Bissiachi (Eds.), Perspectives on cognitive neuropsychology (pp. 213-229). London: Erlbaum.
  • Siegel, S. (1956). Nonparametric statistics for the behavioral sciences. New York: McGraw Hill.
  • Stadie, N., Cholewa, J., Blaser, R.d. & Tabatabaie, S. (1994). Das neurolinguistische Expertensystem LEMO. I. theoretischer Rahmen und Konstruktionsmerkmale des Testteils LEXIKON. Neurolinguistik, 8 (1), 1-25.
  • Wernicke, C. (1906). Der aphasische Symptomencomplex. In E. von Leyden & F. Klemperer (Hrsg.), Die deutsche Klinik am Eingange des zwanzigsten Jahrhunderts, Bd. VI. Berlin: Urban & Schwarzenberg.
 

Wichtige neuere Publikationen

  • Aichert, I. & Kiermeier, S. (2005). Neue Wege in der Aphasiediagnostik: LeMo - ein modellorientiertes Diagnostikverfahren. Forum Logopädie, 19 (4), 12-19.
  • Stadie, N. (2010). LeMo (Lexikon Modellorientiert). Einzelfalldiagnostik bei Aphasie, Dyslexie und Dysgraphie. In G. Blanken & W. Ziegler (Hrsg.), Klinische Linguistik und Phonetik. Ein Lehrbuch für die Diagnose und Behandlung von erworbenen Sprach- und Sprechstörungen im Erwachsenenalter (S. 51-76). Aachen: HochschulVerlag.
  • Stadie, N., Cholewa, J. & De Bleser, R. (2013). LEMO 2.0 Lexikon modellorientiert: Diagnostik für Aphasie, Dyslexie und Dysgraphie. Hofheim: NAT-Verlag.
 

Rezensionen

  • Aichert, I. & Kiermeier, S. (2004). LeMo - Lexikon modellorientiert. Einzelfalldiagnostik bei Aphasie, Dyslexie und Dysgraphie. R. De Bleser, J. Cholewa, N. Stadie, S. Tabatabaie (Medien und Materialien). Forum Logopädie, 18 (6), S. 45.
  • Bilda, K. (2007). LeMo - Lexikon modellorientiert: Einzelfalldiagnostik bei Aphasie, Dyslexie und Dysgraphie. In U. Beushausen (Hrsg.), Testhandbuch Sprache. Diagnostikverfahren in Logopädie und Sprachtherapie (S. 195-200). Bern: Huber.
 
 Anne-Kathrin Mayer (17.11.2005)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Computer Assisted Testing; Subtests; Speech and Hearing Measures; Patients; Neurolinguistics; Phonology; Aphasia; Error Analysis; Naming; Oral Reading; Phonemes; Words (Phonetic Units); Speech Disorders

Computerunterstütztes Testen; Untertests; Sprech- und Hörtests; Patienten; Neurolinguistik; Phonologie; Aphasie; Fehleranalyse; Benennen; Laut Lesen; Phoneme; Wörter; Sprechstörungen

 weitere Schlagworte:

1994; 2004; Diagnose dyslektischer und aphasischer Wortverarbeitungsstörungen; Fehlerartenanalyse; Patientenprofile; Leistungen: Sprachverstehen, Benennen, Lesen, Schreiben und Nachsprechen von Wörtern; Leistungsniveau; 33 verschiedene Tests; Sprachfunktionen: 1 Diskriminieren, 2 Lexikalisches Entscheiden und Nachsprechen, 3 Lesen und Schreiben, 4 Sprachverständnis, 5 Benennen; Normierungs-/Untersuchungsjahr: keine Angaben
 Klassifikation:

Neuropsychologische Diagnostik; Neurologische Störungen und Hirnschädigung; Sprachstörungen
Verfahren zur Erfassung des Sprechvermögens; Sonstige Verfahren im Bereich der Klinischen Psychologie
5.7; 11.99
 Anwendungstyp: Clinical Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Test in Print (90; 911)
 Sprache: German
 Land: Germany
 Publikationsjahr: 2004
 Änderungsdatum: 201202
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